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Der Internationale Elektrogroßhandel Gestern - Heute - Morgen

Bild: Der Internationale Elektrogroßhandel Gestern - Heute - Morgen

(openPR) Der Herausgeber der Elektrogroßhandelsstudie und des Branchenbriefes „electrical business news“, Wolfgang Jauch, hielt einen vielbeachteten Vortrag über den internationalen Elektrogroßhandel: Gestern – Heute – Morgen. Nachstehend einige Auszüge aus seiner Rede:



Die Akteure im internationalen Elektrogroßhandel sind der individuelle Großhändler mit einer oder mehreren Filialen, die Großhandelskonzerne wie z. B. Rexel, Sonepar, Hagemeyer und die international operierenden Einkaufs/ Marketingverbände wie Fegime, Idee, Imelco. Das weltweite Markt-Volumen betrug 2006 ca. 144 Mrd. EUR. 50% davon wurden in USA und Kanada gemacht, 30% in Europa.

Umsatz und Umsatzentwicklung der Konzerne und Einkaufsverbände:

Sonepar, Rexel und Hagemeyer erwirtschafteten in Europa in 2006 einen Umsatz von 15,5 Mrd. EUR. Die Steigerungsquote innerhalb der letzten 6 Jahre liegt hier bei 26%. Die international agierenden Einkaufsverbände wie Fegime, Idee und Imelco hatten 2006 europaweit einen Umsatz von 11,7 Mrd. EUR.
Insgesamt haben die Drei den Umsatz in 6 Jahren um 46 % gesteigert – die Konzerne „nur“ 26%. Die Konzerne haben einen Marktanteil von 47 %. Die Einkaufsverbände halten 38 % des Marktes. 15% liegt bei den unabhängigen Elektrogroßhändlern.

Entwicklung des Großhandels mit Filialen:

In den letzten Jahren ist eine enorme Erhöhung der Filialen zu verzeichnen. Die Konzerne hatten im Jahr 2000 ungefähr 330 Firmen mit 3.200 Niederlassungen. In 5 Jahren sind – durch organisches Wachstum und Zukäufe – über 850 Filialen dazu gekommen. Bei den Einkaufsvereinigungen schlagen seit 2000 plus 260 Großhändler und plus 1.000 Niederlassungen zu Buche. Man sieht ganz deutlich: Immer mehr unabhängige Großhändler flüchten unter das Dach von Einkaufsverbänden. Eine Tendenz, die weiter zunehmen wird.

Wettbewerbskräfte im Elektrogroßhandel:

Wir haben 5 Wettbewerbskräfte zu beachten:
1. Konkurrenz zwischen bestehenden Wettbewerbern
2. Bedrohung durch Ersatzprodukte/- leistungen
3. Bedrohung durch neue Wettbewerber
4. Verhandlungsmacht der Lieferanten
5. Verhandlungsmacht der Kunden

Alle fünf Faktoren verdienen Beachtung – sie beeinflussen mehr oder weniger stark das Geschäft.

Wachstumsstrategien von Konzernen und internationalen Einkaufsverbänden:

Der direkte Weg zum notwendigen Wachstum ist die Übernahme bzw. die Gewinnung von Großhändlern. Dieses Jahr und die kommenden Jahre werden deshalb von Übernahmen geprägt sein. Die Konzerne werden eine selektive regionale Akquisitionspolitik betreiben, d.h. man wird sich in denjenigen Regionen und Ländern verstärken, in denen man schon vertreten ist. Das Potenzial für Übernahmen ist in dem fragmentierten Elektrogroßhandelsmarkt groß, gerade auch in noch „unterentwickelten“ Regionen wie z.B. China, Indien, Brasilien oder Russland.

Die Strategie der internationalen Einkaufsverbände geht grundsätzlich dahin, existierende Einkaufsverbände in so vielen Ländern wie möglich zu akquirieren. Fegime, Idee und Imelco, sind gemeinsam nur in Deutschland, den Niederlanden, Italien, Spanien, Norwegen und Polen vertreten. Jeder Einkaufsverband hat also noch viele weiße Flecken auf seiner Europakarte, Flecken, die es auszufüllen gilt.

Entweder mit Partnerschaften mit konzernfreien größeren Großhändlern – oder mit der Aufnahme weiterer Einkaufsvereinigungen. In den Baltischen Staaten und in Osteuropa sind die Wachstumschancen für Einkaufsvereinigungen gut bis sehr gut. Allgemein gilt: die Zahl der freien, ungebundenen Großhändler wird sich weiter reduzieren.


Elektro und Sanitär:

Elektrogroßhändler in allen europäischen Ländern nehmen immer häufiger Sanitärprodukte in ihr Sortiment auf – und umgekehrt. Es ist offensichtlich, dass Elektro und Sanitär mehr und mehr zusammenwachsen. Weil erstens, es dem Endkunden angesichts der zunehmend automatisierten Haustechnik nicht zu vermitteln ist, dass die beiden Gewerke getrennt sind. Und weil zweitens das Wachstums- und Umsatzstreben des Handels eine treibende Kraft ist. In den etablierten Märkten Europas generiert das Angebot von „Elektro und Sanitär“ Umsatzwachstum. Deshalb kauft man entweder die entsprechende Produktpalette oder ganze Sanitärgroßhandlungen.

Wo steht der Elektrogroßhandel in 5 – 6 Jahren?

Konzerne:
Die Konzerngroßhändler werden weiter wachsen – der fragmentierte Markt bietet immer wieder günstige Übernahme-Chancen. Sonepar und Rexel im globalen Rahmen, Hagemeyer in Europa (Hagemeyer gilt als Übernahmekandidat; voraussichtlicher Käufer ist Rexel). Solar konzentriert sich auf Skandinavien und auf den Ausbau seiner Sanitär-Kompetenz. Onninen wird seine bis heute erreichten Positionen ausbauen und festigen.

Individuelle Großhändler
werden sich auf Dauer nicht halten können. Hersteller werden noch stärker als bisher ihre Marken weltweit positionieren – kleine und mittlere Handelsunternehmen sind dafür nicht der geeignete Partner.

Auch kleine und mittlere Einkaufsverbände
wird es in 5 – 6 Jahren nicht mehr geben. Einfach weil der Konzentrationsprozess im europäischen Handel immer schneller wird.

International aufgestellte Einkaufsverbände:
Modern strukturiert, europaweit tätig, werden sie den Interessen internationalisierter Hersteller gerecht. Fegime, Idee, Imelco und mit Abstrichen Gewa werden in den nächsten Jahren weiter wachsen. Die großen Einkaufsverbände werden sich auf absehbare Zeit auf Europa konzentrieren.

Kooperation zwischen Elektro- und Sanitärverbänden:

Hier gibt es in den nächsten Jahren ungeahnte Möglichkeiten für international operierende Einkaufs/Marketingvereinigungen. Verschiedene Arten der Zusammenarbeit sind möglich, zum Beispiel:

a)Der nationale Elektro-Einkaufsverband eröffnet eine neue
Division „Sanitär“ mit Mitgliedern aus dem Sanitärbereich
b)Der nationale Elektro-Einkaufsverband kooperiert mit einem
nationalen Einkaufsverband Sanitär
c)Die internationale Elektro-Vereinigung kooperiert mit ausländischen
Sanitärverbänden.

Den vollständigen Vortrag „ Internationaler Elektrogroßhandel: Gestern – Heute – Morgen“ mit über 60 Seiten und 29 farbigen Schaubildern sowie deutschem und englischem Begleittext kann bei EMR Euro Marketing + Research , Boschstr.32, 71336 Waiblingen oder unter E-Mail für 180 EUR bestellt werden.

EMR Euro Marketing + Research
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D - 71336 Waiblingen
Tel: +49-7151-379149
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EMR Euro Marketing + Research ist ein Dienstleistungsunternehmen, das sich auf die Elektroindustrie spezialisiert hat.

Die 1995 zum ersten Mal erschienene Studie »Strukturen und Verflechtungen des internationalen Elektrogroßhandels« hat EMR breite internationale Anerkennung gebracht. Aktuell sind neben der Europa-Studie auch Untersuchungen zum Elektrogroßhandel in Kanada sowie Australien, Neuseeland und Südafrika verfügbar. Bei zahllosen Veröffentlichungen zum Thema »Internationalisierung des Elektrogroßhandels« werden die EMR-Studien als Referenz herangezogen. Bei vielen namhaften Unternehmen im In- und Ausland sind diese Studien längst zum Standardwerk im Bereich Vertriebsplanung und Key-Account-Management geworden.

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