(openPR) Die aktuelle Lage in Myanmar einzuschätzen gelingt nur wenigen Beobachtern kraft eigener Erfahrung und Landeskunde. Einer der wenigen, die von sich behaupten können, Lageberichte abgeben zu können ist der Geograf Dr. Axel Bruns, langjährig in Rangoon ansässig und seit vertrauter Kenner der wirklichen Bewegungen hinter den Kulissen. Auch Sie haben die Erfahrung gemacht: Ein Freund empfiehlt Ihnen einen "guten Film". Sie werden skeptisch. Die letzte Empfehlung war so grausam, daß Experimente nicht mehr unbedingt nötig sind.
Ein anderer Freund empfahl dagegen genau das, was auch sie dann als Erlebnis geschätzt haben. Natürlich geht es dann, wenn Hintergrundeinschätzungen infrage stehen nie um bloße Geschmacksfragen. Und Beispiele sind eben selten wirklich zum Vergleichen geeignet. Allerdings reicht die Erfahrung durchaus einmal aus, ein bestimmtes Statement aus der Fülle abgeschriebener Beiträge über ein Land aus weiter Ferne - die wenigsten Journalisten haben Myanmar oder Südostasien mehr als einen Kurzzeitraum bereist -zu würdigen. so in diesem Fall. Keine Berichterstattung aus Singapore, Bangkok oder Kuala Lumpur. Nein, aus der Mitte des Geschehens. Zur Lage nach Bruns, ohne die Ereignisse zu relativieren: "bin inzwischen wohlbehalten wieder in Myanmar gelandet und es scheint so, als ob sich ueberhaupt nichts veraendert haette. Ein bisschen mehr Polizei auf der Strasse aber das Leben geht seinen gewohnten Gang.
Ich bin erst vor drei Tagen angekommen und wurde von einigen gebeten, einen "Lagebericht" zu geben, was angesichts der Kuerze der Zeit schwierig waere. Gluecklicherweise hielt sich aber mein Freund Dr. Hansbernd Zoellner seit 14 Tagen im Lande auf und konnte sich ein Bild machen. Waehrend der Krise war er vielgefragter Spezialist fuer die Lage im Lande, vielleicht hat der eine oder andere einen seiner Artikel gelesen. Er hat uebrigens auch Plaetze ausserhalb Yangons besucht. Ueber seine Erfahrungen dort berichtet er in einem Vortrag, den er Mitte November in Hamburg halten wird (15.11.07). Da wir zur gleichen Zeit beim selben Prof. promoviert haben und die Leidenschaft fuer Myanmar teilen, hat er mir gestattet, den Vorabdruck seines geplanten Vortrags an meine Kunden zu schicken, so dass diese Informationen aus erster Hand erhalten. Ich kann dem nur wenig hinzufuegen aber folgendes moechte ich doch noch gesagt haben: 1. die Ausgangssperre ist aufgehoben (sogar die Nightclubs sind wieder geoeffnet) - 2. Offenbar hat die Regierung beschlossen die Visaerteilung zu vereinfachen; so ist es uns gelungen fuer amerikanische Kunden ein "Visa on Arrival" zu organisieren, weil die Bearbeitungszeiten in den USA extrem lang sind. 3. der - selbsternannte - "Marktfuehrer" aus Deutschland (Studiosus) fuehrt seine Reisen programmgemaess durch, ebenso etliche andere Veranstalter. Wenn ich auch in vielen Punkten nicht mit der Firma konform gehe, so muss ich doch sagen, dass es in Anbetracht der Lage im Lande (vor allem der im Tourismus Beschaeftigten) das beste ist, was sie machen konnten. Natuerlich habe ich Verstaendnis fuer alle Veranstalter die abgesagt haben - die Sicherheit der Kunden geht vor - und bisher jegliche Stornogebuehren vermeiden koennen aber ich hoffe, dass die ausgefallenen Reisen in naher Zukunft nachgeholt werden.
4. 0ffenbar besteht dank UN-Unterstuetzung sogar die Chance, dass die Regierung Gespraeche mit der Opposition aufnimmt. Allerdings hat die Regierungsseite zur Auflage gemacht, dass die Oppositionsfuehrung zuerst einmal die Aufhebung aller Boykotte und Sanktionen verfolgt, die (in erster Linie) durch ihre Politik ins Leben gerufen wurden. Ein sehr vernuenftiger Schritt, wie ich finde, denn so kann es nicht weitergehen. Meines Erachtens kommt man dadurch keinen Schritt weiter und wird auch nicht die Regierung zum Ruecktritt bewegen koennen - im Gegenteil: die werden sich noch staerker einbunkern. 5. Es wurden ja etliche Hoffnungen auf China gesetzt: wer kann allen Ernstes erwarten, dass ausgerechnet diese Einparteiendiktatur an der Demokratisierung des Nachbarlandes interessiert sein koennte. Nach meinen Erfahrungen aus mehr als elf Jahren im Lande ist diese Regierung gegen Druck von aussen immun. Burmesen lassen sich nicht gern von anderen vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben - davon hatte man in der Kolonialzeit genug...
Hoffen wir gemeinsam, dass sich die Verhaeltnisse hier bald zum besseren wenden! Falls es noch fragen gibt, stehe ich natuerlich jederzeit zur Verfuegung! Fuer heute verbleibe ich mit freundlichen Gruessen aus Yangon". Der Beitrag von Dr. Hansbernd Zoellner kann in Myanmar angefordert werden: "
Das German Global Trade Forum Berlin hatte im Sommer dieses Jahres mit Dr. Axel Bruns eine weitere Business Mission nach Südostasien, insbesondere Myanmar geplant. Die Ereignisse überschlugen sich seither. Wir bleiben dran und werden unsere Planungen fortsetzen. Auskünfte hierzu erteilen wir auf Nachfrage gerne. Teilnehmen können vor allem Unternehmen und strategische Entscheider.











