(openPR) Eine Kooperation der Künstlergruppe ADAPTER mit Wissenschaftlern des nexus Instituts Berlin.
„Ihrer Legende nach, die sie sorgfältig bewahren, kamen ihre Vorfahren vor langer Zeit als Abenteurer von weit her und besiedelten dieses Flussufer. Ihren neuen Nachbarn freundlich gesonnen, widerstanden sie trotzdem deren Strukturen von Gemeinwesen, Obrigkeit und Religion. So daß sich eine sehr eigene Kultur herausbildete, deren Funktionsweisen auch heute noch utopisch wirken.“
Als Reaktion auf die jüngsten Funde von Artefakten dieser Kultur in der Nähe des Treptower Landwehrkanals haben sich Spezialisten aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft zusammengeschlossen, um diese zu erforschen: Fünf KünstlerInnen der Berliner Künstlerformation ADAPTER mit einem Gast aus Kanada, sowie drei WissenschaftlerInnen des Forschungsinstituts nexus und ein Theaterregisseur.
Ausgehend von Fragmenten und den in ihnen eingebetteten kulturellen Codes haben verschiedene Teams partielle Rekonstruktionen dieser Kultur unternommen: Wie haben sich Gruppen jenseits von Familienstrukturen gebildet und stabilisiert? Auf welche Kommunikationsformen lassen ihre fremdartigen Kleidungsstücke schließen, worauf deuten die überdimensionalen Körper-Extensionen hin? Und sind sie wirklich verschwunden oder existieren ihre Nachfolger noch in der Nähe des Wasserlaufs? Pragmatische Hypothesen dieser Forschungen wurden in unangekündigten Freilandversuchen bereits in den öffentlichen Raum eingespeist.
Die Gruppe ADAPTER und WissenschaftlerInnen des Berliner nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung haben im Projekt „Headquarters“ einen Monat lang die Kooperationsmöglichkeiten zwischen WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen aus verschiedenen Kulturkreisen (Deutschland, Frankreich, Kanada) untersucht. Bezugspunkt der Zusammenarbeit war das Thema Heimat, das aus unterschiedlichen Perspektiven zwischen persönlichen und globalen Sichtweisen betrachtet wurde. Die unterschiedlichen disziplinären Denk – und Lösungsmodelle wurden dabei integriert. Durch diesen „Verschmelzungsprozess“ sollten die tradierten Rollenzuweisungen der Disziplinen geöffnet und den Kommunikationslücken und Verfremdungsprozessen entgegengewirkt und so eine innovative Form gefunden werden, um sich mit gesellschaftlichen und öffentlich diskutierten Fragen zu befassen.
Ab Sonntag, dem 28. Oktober um 16 Uhr sind Sie herzlich zur Präsentation erster Ergebnisse dieser kooperativen Forschung eingeladen. Die Installation in den Räumen der GfKFB eröffnet den Besuchern durchs Fiktive hindurch neue Möglichkeiten der Befragung des eigenen Heimat-Begriffs.
HEADQUARTERS imaginary constructs of home
29. Oktober – 04. November 2007
Präsentation: 28. Oktober ab 16 Uhr
Öffnungszeiten: Mo–Fr 13-18 Uhr; Sa–So 14–19 Uhr
Ort: GfKFB, Am Flutgraben 3, 12435 Berlin
www.kunstfabrik.org
www.adapter-berlin.eu
www.nexus-berlin.com
Das Projekt IRRTUMsFORSCHUNG wird gefördert durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats
GfKFB (Gesellschaft für Künstlerische Forschung Berlin)
Kunstfabrik am Flutgraben e.V.
Am Flutgraben 3
12435 Berlin
Julia Mercurio
fon 0049.030.5301.3280
fax 0049.030.5321.1570
www.kunstfabrik.org
Die Gesellschaft für künstlerische Forschung Berlin wurde am 01.02.2006 gegründet. Sie hat im Mai 2007 ihre Arbeit als ein offenes Forum in den Ausstellungsräumen im Flutgraben e.V. gestartet.
Die GfKFB versteht sich als eine Kommunikations- und Arbeitsplattform, als Labor; als Gastgeberin und Ansprechpartnerin für unterschiedlichste Projekte, Initiativen, AktivistInnen, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, kurz für Menschen im Feld der künstlerischen Forschung und der transdiziplinären Zusammenarbeit, die auf die stetige Erweiterung der Kunst zum Ziel haben sowie Modelle, Ansatzpunkte, Spielfelder, Lösungen, Verwicklungen, Fragen und Fragmente, die sich von den Erforschung künstlerischer Praxis, der Prozesse und der Methoden ableiten.











