(openPR) NÜRNBERG – Ärzte, Apotheker, Physiotherapie-Praxen und andere Heilberufe bzw. Heilanschlussberufe müssen sich verstärkt ökonomisch ausrichten und ihre Praxis als Wirtschafts-Unternehmen begreifen. Darauf hat der Geschäftsführer der FACT TREUHAND GMBH, Oliver Dümpelmann, in einem Gespräch mit den "Nürnberger Nachrichten" hingewiesen (www.fact-treuhand.de). "Der Arzt wird in Zukunft mehr unternehmerisch tätig sein, als wir uns das heute vorstellen."
Grund für diese Entwicklung ist das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VAändG), das seit Anfang des Jahres 2007 in Kraft ist. Es ermöglicht Ärzten im Rahmen der ambulanten Behandlung in ihrer Praxis andere Mediziner und Therapeuten anzustellen. Außerdem können sie mit ihrer Arztpraxis mehrere Filialen gründen und auch überörtliche Kooperationen eingehen. Auch Teilgemeinschaftspraxen, die früher nur im privatärztlichen Bereich erlaubt waren, sind jetzt für niedergelassene Kassenärzte möglich.
Die Anforderungen verschieben sich damit von der fachlichen medizinischen Behandlung zum Führen eines Unternehmens. Dazu zählen Businesspläne, Bankgespräche sowie steuerlich relevante Themen. Viele Mediziner bringen auf diesem Feld keine oder nur ungenügende Vorkenntnisse mit und sind daher auf die Unterstützung von Unternehmens- und Steuerberatern angewiesen.
"Der wirtschaftliche Druck wird viele Einzelpraxen im Laufe der nächsten drei bis vier Jahre zwingen, sich in größere Strukturen zu begeben", prognostiziert Oliver Dümpelmann. Viele Mediziner haben sich über die Möglichkeiten noch nicht informiert – und damit auch noch nicht über die Pflichten und Herausforderungen, die auf sie in ihrer neuen Eigenschaft als Unternehmer zukommen.








