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ImmigrantInnen-Kinder – Unbekannte in Europa

15.10.200712:07 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: ImmigrantInnen-Kinder – Unbekannte in Europa
Spielerische Integration? Welchen Verlauf die Integration von ImmigrantInnen-Kindern nimmt, wird jetzt erstmals europaweit untersucht.
Spielerische Integration? Welchen Verlauf die Integration von ImmigrantInnen-Kindern nimmt, wird jetzt erstmals europaweit untersucht.

(openPR) Wie sich die Situation der Nachkommen von ImmigrantInnen in Europa darstellt, kann jetzt erstmals anhand eines international standardisierten Erhebungsinstruments ermittelt werden. Angewandt wird dieses nun in 8 Ländern, 15 Städten und bei mehr als 10.000 Befragten europaweit. Auch Österreich nimmt dank der Finanzierung des Wissenschaftsfonds FWF daran teil und unterstützt damit die Erstellung eines systematischen europäischen Datensatzes zur Erforschung der Zweiten Generation. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer internationalen Konferenz 2008 in Brüssel präsentiert.



Integration ist nicht gleich Integration – denn diese kann je nach Herkunft der ImmigrantInnen und dem Land, wo sich diese niederlassen, einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen. Obwohl Forschungsresultate auf diesen Umstand bereits lange hinweisen, existiert bisher keine geeignete Datenbasis, um Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, im internationalen Vergleich bestimmen zu können.

Dies ändert nun ein groß angelegtes Projekt unter dem Titel TIES – "The Integration of the European Second Generation", welches die Integration der Nachkommen von MigrantInnen – der so genannten Zweiten Generation – in mehreren europäischen Ländern untersucht. Zu diesem Zweck haben WissenschafterInnen aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Schweden, der Schweiz und aus Österreich erstmals gemeinsam einen Fragebogen entwickelt, der in allen Ländern zum Einsatz kommen kann.

FEHLENDE DATEN
Im Mittelpunkt des Fragebogen-Interviews stehen die wirtschaftliche und soziale Situation als auch Bildungsverläufe und Identifikationsprozesse der Zweiten Generation. Die erfragten Bereiche umfassen unter anderem die Erwerbstätigkeit, Sprache, Familienbeziehungen sowie Geschlechterrollen, Religion, politische Partizipation und Diskriminierungserfahrungen.

Damit deckt der Fragebogen mit über 1.100 Variablen eine Vielfalt an Themen ab. "Dies war vor allem deshalb notwendig", begründet Mag. Barbara Herzog-Punzenberger, Institut für Europäische Integrationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Projektleiterin in Österreich, "weil in den meisten Ländern, darunter auch Österreich, die grundlegendsten Informationen über die Zweite Generation fehlen. Nur wenige Länder verfügen über umfassende Daten auf einem hohen Qualitätsniveau, wie etwa Schweden mit seinem Bevölkerungsregister. Die Analyse der erhobenen Daten wird nicht nur die in vielen Ländern bestehenden Lücken schließen, sondern vor allem erstmals einen international vergleichbaren Datensatz zu generationenübergreifenden Integrationsprozessen in Europa schaffen."

In Österreich kommt der neu entwickelte Fragebogen bei mehr als 2200 Personen zum Einsatz, die – wie der Großteil der Zweiten Generation generell – in Städten leben. In Wien und Linz werden insgesamt 1000 Nachkommen von ImmigrantInnen aus Ex-Jugoslawien und der Türkei befragt sowie weitere 500 Personen ohne Migrationshintergrund. Diese dienen als Kontrollgruppe und sollen gleichzeitig die Einstellung der nicht zugewanderten Bevölkerung zu MigrantInnen aufzeigen. Vorarlberg als Bundesland mit dem höchsten Prozentsatz an Nachkommen türkischer EinwanderInnen im Bundesländervergleich, beteiligt sich mit der Befragung weiterer 750 junger Erwachsener.

HINDERNISSE BESEITIGEN
Ziel ist es, anhand der gewonnenen Daten, ihrer Analyse und nicht zuletzt dem internationalen Vergleich Hindernisse aufzudecken, welche eine erfolgreiche Integration der Zweiten Generation erschweren. Dies soll nicht nur zu einem besseren Verständnis von Integrationsprozessen in Europa führen, sondern auch zur Entwicklung zielgerichteter politischer Maßnahmen beitragen.

Präsentiert werden die Forschungsergebnisse, die im Raum Österreich maßgeblich auf die Unterstützung des FWF zurückzuführen sind, unter anderem auf einer internationalen Konferenz in Brüssel im Jahr 2008. Dann werden PolitikerInnen, InteressenvertreterInnen und zivilgesellschaftliche AkteurInnen eingeladen sein, in lokalen, nationalen, aber auch europäischen Kontexten zu diskutieren, welchen möglichen Einfluss die neu gewonnenen Daten auf bestehende Integrationspolitiken ausüben können und sollen.


Bild und Text ab Montag, 15. Oktober 2007, 09.00 Uhr MEZ verfügbar unter:
http://www.fwf.ac.at/de/public_relations/press/pv200710-de.html

Wissenschaftlicher Kontakt:
Mag. Barbara Herzog-Punzenberger
EIF – Institut für Europäische Integrationsforschung
Strohgasse 45 / DG
1030 Wien
T +43 / 1 / 515 81 - 75 67
E E-Mail

Der Wissenschaftsfonds FWF:
Mag. Stefan Bernhardt
Haus der Forschung
Sensengasse 1
1090 Wien
T +43 / 1 / 505 67 40 - 8111
E E-Mail

Redaktion & Aussendung:
PR&D - Public Relations for Research & Development
Campus Vienna Biocenter 2
1030 Wien
T +43 / 1 / 505 70 44
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