(openPR) Die Gewinner des n-ost Reportagepreises 2007 stehen fest. Aus insgesamt 54 Einsendungen hat die unabhängige Jury die größten Talente ausgewählt. Die Gewinner wurden auf der Preisverleihung am 6. Oktober 2007 in Sofia im Rahmen der n-ost Medienkonferenz ausgezeichnet, die dort vom 3. bis 7. Oktober stattfand.
Der Reportagepreis des Netzwerks für Osteuropa-Berichterstattung n-ost wird von der BMW Stiftung Herbert Quandt gefördert. Die ersten drei Plätze sind mit 2.500 Euro, 1.000 Euro und 500 Euro dotiert. Der n-ost Reportagepreis zeichnet als einziger Journalistenpreis junge Printautorinnen und -autoren bis 35 Jahre aus, die sich für eine genaue und grenzüberschreitende Berichterstattung über Mittel- und Osteuropa einsetzen.
Mit der Auszeichnung möchte n-ost den Ländern und Menschen des östlichen Europas in der deutschsprachigen Berichterstattung ein größeres Forum geben. Dabei will der Verein Räume schaffen für aufwändige Recherche und journalistisch genaue Arbeit. „Die ausgezeichneten Artikel bieten herausragende journalistische Qualität. Sie sind authentisch, vorzüglich recherchiert und von eindringlicher Sprache“, sagt Werner D’Inka, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Vorsitzender der Jury.
Gewonnen haben:
1. Preis: Jens Mühling, 31 Jahre, Redakteur Feuilleton beim Tagesspiegel mit seiner Reportage „Ein Vater, ein Land, eine Liebe“ über einen Vater in Moskau, der den Tod seines Sohnes aufklären will, den drei Schläger getötet haben, erschienen am 6. Januar 2007 im Tagesspiegel.
2. Preis: Michael Martens, 34 Jahre, Balkan-Korrespondent der FAZ mit seiner Reportage „Die Geräusche der anderen“ über das Leben in der Plattenbausiedlung „Jugend“ in Sofia, erschienen am 17. Februar 2007 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
3. Preis: Gerald John, 33 Jahre, Redakteur für Innenpolitik beim Standard mit seiner am 2. August 2006 im Stadtmagazin Falter erschienenen Reportage „Der Albtraum Europas“ über das Leben der Roma in der Ostslowakei.
Der Jury war es zudem ein besonderes Anliegen, Katarina Bader, 27 Jahre, für ihren Text „Herr Hronowski und ich“, erschienen am 29. Februar 2007 in der Süddeutschen Zeitung (jetzt.de), lobend hervorzuheben. In ihrem Text stellt die Autorin in Ich-Form ihre Freundschaft zu einem polnischen Auschwitz-Überlebenden dar. Es entstehe, so lautet das Urteil der Jury, ein „eindringliches und berührendes Porträt“.
Die Jury bestand aus:
Werner D’Inka (Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeine Zeitung),
Sabine Adler (Leiterin des Hauptstadtstudios, Deutschlandradio),
Christian Böhme (Chefredakteur Jüdische Allgemeine Zeitung),
Tomasz Dabrowski (Direktor des Polnischen Instituts in Berlin),
Markus Hipp (Geschäftsführender Vorstand der BMW Stiftung Herbert Quandt),
Uwe Neumärker (Geschäftsführer Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas),
Horst Pöttker (Professor am Institut für Journalistik, Universität Dortmund) und
Ludmila Rakusanova (Leiterin des VLP-Instituts für regionale Journalistik, Prag).
Sie hatte zehn Reportagen zu beurteilen, die zuvor von der Vorjury nominiert wurden. Diese setzte sich zusammen aus:
Susanne Ammann (Redakteurin Spiegel-Online),
Tatjana Brode (Referentin Online-Redaktion, Bundeszentrale für politische Bildung),
Hanno Christ (Fernsehredakteur),
Meike Dülffer (Redakteurin eurotopics),
Melanie Longerich (freie Journalistin, n-ost-Vorstandsmitglied) und
Christian Mihr (freier Journalist, n-ost-Vorstandsmitglied).
Nominiert waren weitere folgende Reportagen:
Erik Albrecht, „Wo die Sowjetunion noch lebt. Eine Fahrt durch Transnistrien“, erschienen am 25. September 2006, dpa-Reportagedienst
Alice Bota, „Sie wollen dieses Haus zurück?“, erschienen am 8. März 2007, Die ZEIT
Verena Joel Herzog, „Goldene Berge und schwarze Kohle“, erschienen am 10. August 2006, WOZ (Schweiz)
Hindeja Farah, „Kampf den Kommtschicks“, erschienen am 19. Februar 2007, Neon
Boris Reitschuster, „Die Russen kommen“, erschienen am 14. August 2006, Focus
Jan-Martin Wiarda, „Die Jeans-Rebellen“, erschienen am 6. Dezember 2006, ZEIT-Campus
Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost e.V. führt Medieninitiativen, Journalistinnen und Journalisten aus rund 20 Ländern zusammen. Was sie verbindet, ist ein europäischer Blick, der von Ost nach West geht. Im Mittelpunkt steht die Berichterstattung aus und über Osteuropa. Dabei setzen sich n-ost-Mitglieder für eine Stärkung der Medienfreiheit und gegen Begrenzungen der journalistischen Arbeit ein: Das Netzwerk organisiert journalistische Fortbildungen, Fachkonferenzen, Recherchereisen und internationale Medienprojekte. Mit einem Artikel- und Radiodienst beliefert n-ost Hörfunkanstalten und Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
PRESSEKONTAKT:
Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost e.V.
Matthias Echterhagen, Geschäftsführer
Schillerstraße 57, 10627 Berlin
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www.n-ost.de
Tel.: 030 - 32 78 84 86
n-ost
Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost e.V. führt Medieninitiativen, Journalistinnen und Journalisten aus rund 20 Ländern zusammen. Was sie verbindet, ist ein europäischer Blick, der von Ost nach West geht. Im Mittelpunkt steht die Berichterstattung aus und über Osteuropa. Dabei setzen sich n-ost-Mitglieder für eine Stärkung der Medienfreiheit und gegen Begrenzungen der journalistischen Arbeit ein: Das Netzwerk organisiert journalistische Fortbildungen, Fachkonferenzen, Recherchereisen und internationale Medienprojekte. Mit einem Artikel- und Radiodienst beliefert n-ost Medien und Hörfunkanstalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
n-ost-Projekte im Jahr 2007
REPORTAGEPREIS
2007 wurde erstmals der n-ost Reportagepreis ausgeschrieben. Er wendet sich an junge Journalistinnen und Journalisten bis 35 Jahre, die durch ihre engagierte Arbeit die öffentliche Wahrnehmung von Mittel-, Ost- oder Südosteuropa erhöhen. Prämiert werden Reportagen, die sich mit einem mittel, ost- oder südosteuropäischen Thema beschäftigen, in ihrer Sprache, Stil und Form herausstechen und sich durch gründliche Recherche auszeichnen. Dotiert ist der Preis mit 2500, 1000 und 500 Euro für die ersten drei Plätze. Förderer des Reportagepreises ist die BMW Stiftung Herbert Quandt.
www.n-ost.de/reportagepreis
RECHERCHESTIPENDIEN
Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost e.V. hat im Jahr 2007 erstmals 20 Recherchestipendien für Journalisten vergeben, die sich mit dem Thema „Rechtsextremismus und Antisemitismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa“ befassen. Zehn Fotojournalisten begleiteten die Recherchen. Förderer der Recherchestipendien ist die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Die fertigen Texte erscheinen unter anderem in der Jüdischen Allgemeinen und der Welt. Eine Dokumentation ist in Vorbereitung.
www.n-ost.de/Recherchestipendien
JOURNALISTENREISE NACH BOSNIEN-HERZEGOWINA
Ende Oktober/Anfang November findet die erste n-ost Journalistenreise statt. Die sechstägige Reise, an der zwölf Personen teilnehmen, richtet sich vor allem an Redakteure und feste Freie aus deutschsprachigen Medien, die bereits schwerpunktmäßig zum Balkan gearbeitet haben. Im Mittelpunkt der Recherchen stehen die Rolle und der Einfluss der internationalen Gemeinschaft auf den noch jungen Staat. Vorgesehen sind Gespräche mit hochrangigen Politikern aller beteiligten Parteien, sowie Ausflüge von Sarajewo nach Srebrenica und Banja Luka.
www.n-ost.de/Recherchereise/Bosnien-Herzegowina
MEDIEN(UN)FREIHEIT IN OSTEUROPA
Im Auftrag des Netzwerk Recherche erarbeitete der n-ost e.V. 2007 die erste, umfassende Studie zur Lage der Medien in zehn Ländern des östlichen Europa. Die 116-seitige Studie kann kostenlos über die n-ost-Geschäftsstelle in Berlin bezogen werden (mit 145 Cent frankierter Rückumschlag beifügen). Die Studie ist auch online einsehbar über die Homepage:
www.n-ost.de
n-ost-Angebote
FORTBILDUNGEN
n-ost bietet Workshops und Seminare zu journalistischen Arbeitstechniken (Interview-Recherchetrainings, Radio- bzw. Fotoworkshops, Länderbriefings, Öffentlichkeitsarbeit und Zeitungsseminare) an.
ARTIKELDIENST
Täglich verschickt n-ost Artikel mit Reportagen, Hintergrundberichten, Analysen und Nachrichten aus über 20 Ländern des östlichen Europas. Auch eine 14-tägliche Vorschau mit geplanten Hörfunkbeiträgen kann bezogen werden.
