(openPR) Düsseldorf, 10.10.2007 - Der Ruhverband, einer der neun sondergesetzlichen Wasserverbände in Nordrhein-Westfalen, setzt für die systemübergreifende Auswertung von System- und Messdaten ab sofort auf die In-Memory-basierende Business Intelligence Software QlikView. Gestartet wurde mit einem Projekt zur Gewässergütemodellierung in der Abteilung Technische Entwicklung und Abfallentsorgung.
Bereits seit über 90 Jahren sorgt der Ruhrverband für die Optimierung und Sicherstellung der Wasserversorgung von mehr als fünf Millionen Menschen im Verbandsgebiet. Mit einer Größe von 4.485 km² ist das Einzugsgebiet der Ruhr rund fünfmal so groß wie Berlin. Gleichzeitig führt die hohe Bevölkerungsdichte in der Industrieregion zu einem Wasserverbrauch je Flächeneinheit, der etwa siebenmal höher liegt als im Bundesdurchschnitt. Entsprechend anspruchsvoll sind die Anforderungen an den Ruhrverband, eine leistungsfähige und zuverlässige Wasserwirtschaft zu gewährleisten. Durch den Bau und Betrieb von Talsperren schaffen die über 1.000 Mitarbeiter des Ruhrverbands die Voraussetzung dafür, dass die Ruhr das ganze Jahr über genug Wasser führt. Gleichzeitig verbessern sie durch den Bau und Betrieb von aktuell knapp über 70 Kläranlagen die Wasserqualität der Ruhr.
Der Betrieb solcher Systeme zur Wasserversorgung und -behandlung erfordert neben den systembeschreibenden Daten ein fast unbegrenztes Volumen an prozessbeschreibenden Messdaten.
Im Rahmen des o.g. Projektes gehört daher beispielsweise die Simulation der Wasserqualität zu den wichtigsten Instrumenten, um einen gleich bleibenden Gütestandard zu garantieren. Ziel ist es, die Entwicklung der Gewässerbeschaffenheit für die nächsten Tage, Woche oder Monate unter bestimmten Bedingungen - wie zum Beispiel witterungsabhängig - zu prognostizieren und etwaige Verschlechterungen bereits im Vorfeld zu erkennen, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Hierzu werden rund 120 Kenngrößen erhoben, wie die Fließgeschwindigkeit des Wassers, der Sauerstoffgehalt, Temperatur, Algenpopulation, biologische Wachstumsraten sowie der Stickstoffabbau. Das dabei entstehende Datenvolumen ist beträchtlich: Allein aus der ganzjährigen Temperaturmessung im Verlauf eines 40 km langen Flussabschnittes im Drei-Stunden-Rhythmus ergeben sich bereits eine halbe Millionen Datensätze. Es liegt auf der Hand, dass zur sinnvollen Nutzung der Daten eine zeitnahe Auswertung erfolgen muss.
Vor dem Einsatz von QlikView mussten für alle Fragestellungen aufgrund der hohen Individualität gesonderte Abfragen über Access, Excel und Mathlab erfolgen. Bei dem hohen Umfang und der Heterogenität der zu analysierenden Daten ein zeitlich - und damit auch kostenmäßig aufwändiges Verfahren.
Mit QlikView können unterschiedlichste quantitative und qualitative Datenströme - z.B. aus verschiedenen Datenbanken und SAP-Modulen - direkt in den Arbeitsspeicher geladen und dort verbunden werden. Durch diesen speicherbasierten Ansatz müssen im Vorfeld keine starren Datenmodelle definiert werden. Alle Daten werden zum Zeitpunkt der Abfrage verarbeitet und stehen sofort für dynamische Analysen zur Verfügung. Fragestellungen und Informationswünsche können jederzeit flexibel variiert werden.
QlikView ermöglicht es , die verschiedensten Analysen sehr schnell zu visualisieren und als Entscheidungsgrundlage zu nutzen. Eingesetzt wird QlikView nicht nur für die Optimierung der Gewässergütemodellierung. Durch die zusätzliche Einbindung von ökonomischen Daten aus anderen Abteilungen sollen zukünftig außerdem Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen vorgenommen werden, um zum Beispiel den Energieverbrauch der Kläranlagen analysieren und verbessern zu können.
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