(openPR) Malerei und Zeichnung
26. Oktober bis 22. Dezember 2007
Eröffnung: Freitag, 26. Oktober, 19 Uhr
Markus Winter zeigt eine Gruppe abstrakter Bilder des in New York lebenden Künstlers Paul Pagk.
Auf den ersten Blick könnten Paul Pagks Abstraktionen irrtümlich als minimalistisch missverstanden werden. Oberflächlich betrachtet, liegt der Ursprung seiner Bildsprache in der Geometrie. Klar definierte Linien sind in monochromatische Farbflächen eingebettet, zeichnen sich ab und bestimmen die Raumteilung. Es bedarf jedoch des näheren Hinsehens, um die gewollten Imperfektionen zu entdecken, die Pagks Arbeit charakterisieren. Bei Pagk formen dicke Farbschichten von selbst gemischten Ölfarben die einzelnen Elemente und Struktur. Die Linien sind hier nicht auf der flachen Ebene aufgelegt, sondern werden durch die umgebenden Farbfelder, die sich wie an den Strand spülende Flutwellen Schicht für Schicht langsam auftürmen, eingegrenzt und modelliert. Durch die leichte Verworfenheit, Unvollkommenheit und unbekümmerten Nonchalance der begrenzenden Linien können wir die Hand des Künstlers verfolgen, seiner Kunstfertigkeit und Geschicklichkeit - der reflektierten Frage nach dem Menschlichen - nachspüren.
Obwohl Pagk ein Perfektionist ist, liegt für ihn wahre Tiefe in Unregelmäßigkeiten. Er tritt ihnen gegenüber indem er sie kontrolliert und doch gleichzeitig Raum für das Unerwartete offen lässt. An vereinfachte Architekturpläne erinnernd, können seine Werke als wohldurchdachte Leitfäden für den Betrachter verstanden werden, welche durch das Benutzen der einfachsten Mittel der Malerei - Farbe und Form - den Gedankenstrom des Betrachters durch den Kompositionsraum leiten. In diesem Sinne gleicht jedes von Pagks Bildern einer Erfahrung im doppelten Sinne - die des Künstlers selbst und die des Betrachters. Während dieses Erlebnis individuell verschieden ist und von persönlichen Erfahrungen, Geschmack und Emotion abhängt, gleicht die ruhige, transzendentale Ästhetik der Kompositionen, diese aus. Die Aufgabe jedes Bildelements ist es uns immer tiefer in die abstrakte Realität der Malerei zu locken - in eine Welt, die zwar immer an Zweidimensionalität gebunden bleiben wird, aber im Bestfall als spiritueller Durchgang funktionieren kann. Pagk bietet uns die Möglichkeit, einen Bogen zwischen der üppigen Körperlichkeit der Malerei und der Fiktion, die wir auf sie projizieren, zu spannen.
1962 in London geboren, lebte Paul Pagk bevor er 1988 nach New York zog, in Frankreich und Österreich. Er stellte umfangreich in den Vereinigten Staaten sowie in Europa aus und arbeitet mit der Galerie Eric Dupont in Paris und der Moti Hasson Gallery in New York zusammen.
von Stephanie Buhmann
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Markus Winter, Chausseestraße 104, D- 10115 Berlin
Tel. 030 97 00 46 57 Fax 030 97 00 46 76
www.markuswinter.com
Öffnungszeiten: Mi – Sa 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung
Für Presse: Bianca Limbach,













