(openPR) EANTC führt auf dem Carrier Ethernet World Congress in Genf den bislang größten öffentlichen Test dieser Art durch
Genf, den 27. September 2007 - RAD Data Communications (RAD) hat neben weiteren 23 führenden Herstellern aus der Telekommunikationsbranche am bislang größten und umfangreichsten öffentlichen Test teilgenommen, bei dem die Interoperabilität von Carrier Ethernet-Lösungen geprüft wurde. Der vom European Advanced Networking Test Center (EANTC) organisierte Test wurde im Rahmen des Carrier Ethernet World Congress durchgeführt, der zurzeit in Genf stattfindet.
Der Live-Test mit über 65 Geräten war für Netzbetreiber gedacht, die Carrier Ethernet-Services anbieten wollen. Geprüft wurde der Stand der Interoperabilität bei einem breiten Spektrum von Implementierungen sowie bei Lösungen für die Dienstebereitstellung (Provisioning) und für das Fehlermanagement. Die getesteten EtherAccess-Produkte von RAD unterstützen Ethernet OAM nach dem Standard 802.1ag. OAM-Funktionalitäten (Operations, Administration and Management) spielen eine wichtige Rolle beim Einsatz von Ethernet in Carrier-Netzen. Die EtherAccess-Produkte ermöglichen den Rollout von Services wie Ethernet Virtual Private Line (EVPL) und Ethernet Private Line (EPL) sowie E-Line und E-LAN – und das über Glasfaser, DSL und gebündelte Kupferleitungen. „Indem wir Ethernet OAM im Zugangsbereich eingeführt haben, ermöglichen wir Betreibern von Netzen mit unterschiedlichen Zugangstechnologien und Elementen verschiedener Hersteller eine Ende-zu-Ende-Kontrolle über die Services“, so Volker Bendzuweit, Geschäftsführer RAD Data Communications GmbH.
Ethernet über PDH/SDH, SHDSL und Glasfaser
In den Interoperabilitätstest waren eine ganze Reihe von RAD-Produkten einbezogen. So demonstrierte RAD mit dem Aggregationsgerät Egate-100 sowie dem intelligenten Konverter RICi-16 als Abschlussgerät für den Kundenstandort einen Ethernet-over-PDH/SDH-Service auf der Grundlage von GFP, VCAT und LCAS. Außerdem zeigte RAD, wie SHDSL-Leitungen gemäß den Spezifikationen MEF-9 and MEF-14 für Ethernet genutzt werden können. Dabei wurden acht Drähte zu einem Ethernet in the First Mile (EFM)-Bündel zusammengefasst. Anhand der Glasfaser-Ethernet-Netzabschlussgeräte seiner ETX-Produktlinie demonstrierte das Unternehmen das Verbindungsfehlermanagement (Connection Fault Management, CFM). CFM erkennt Pfadausfälle und ermöglicht es den Netzabschlussgeräten, auf einen alternativen Pfad zu wechseln.
Emulierte TDM- und ATM- Services im Mobilfunk-Backhaul
Der Interoperabilitätstest berücksichtigte zudem, dass Carrier Ethernet-Infrastrukturen auch für Mobilfunk-Backhaul-Anwendungen genutzt werden, also für die Anbindung von den Basisstationen an die Transportnetze. RAD zeigte, wie TDM- und ATM-basierte E1-Leitungen, wie sie heute im Mobilfunk-Backhaul vorherrschen, als Service über PBT- und T-MPLS-Metronetze emuliert werden können. Die TDM- bzw. ATM-E1-Services werden vom ACE-3200, dem RAD-Gateway für den Zellenstandort zusammengefasst, durch das Metronetz getunnelt und am RNC/BSC (Radio Network Controller/ Basisstationskontrolleinheit) durch den ACE-3400 terminiert. Der Test ergab, dass die Synchronität der Zeitgebung gewährleistet blieb und keine Taktungs-probleme auftraten.
Neueste Spezifikationen von IEEE, ITU-T und MEF
Dem Live-Test in Genf ging eine intensive Vorbereitung voraus. Über 70 Ingenieure der beteiligten Unternehmen evaluierten die Interoperabilität ihrer Lösungen in einer zehntätigen Testreihe im Berliner Labor der EANTC. Die Vorbereitungen für den Test begannen im April 2007 und deckten die neuesten Spezifikationen der IEEE, ITU-T und des MEF für Carrier Ethernet Services ab.
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