(openPR) Das japanische Generalkonsulat in Düsseldorf, vertreten durch Watura Okuma, bestätigte gegenüber der Presseagentur Journal Society (jsg), dass in japanischen „Schulkantinen den dortigen Grund- und Hauptschülern Delfinfleisch aufgetischt wurde“. Nach Angaben der Wal- und Delfinschutzorganisation WDSF sei das Fleisch jedoch hochgradig mit Quecksilber verseucht.
Okuma: „Vor allem in großen Fischen wie Walen und Delfinen sammelt sich Quecksilber an. Es ist kein Fall bekannt, dass der Verzehr bei Menschen zu gesundheitlichen Schäden führt“.
Jürgen Ortmüller, zusammen mit dem ehemaligen TV-Trainer von Flipper, Richard O’Barry, Vorsitzender des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF): „Die Aussage des japanischen Konsuls, dass Wale und Delfine Fische seien, ist alleine schon bezeichnend für die ignorante Einstellung der Japaner gegenüber einer intelligenten Meeressäuger-Spezies. Das verteilte Delfinfleisch an japanische Schulkinder ist nachweislich mit Quecksilberkonzentraten verseucht, die den zulässigen Wert des japanischen Gesundheitsministeriums um das 10-fache überschreiten. Das ist Mord auf Raten.“
Seit Anfang September töten die japanischen Fischer wie jedes Jahr wieder bis zu 20.000 Delfine, um das Delfinfleisch gewinnträchtig an Restaurants und Supermärkte zu verkaufen. Allerdings ist die Nachfrage erheblich gesunken, sodass die japanischen Fischer das Delfinfleisch jetzt auch als „Wal-Burger“ für Jugendliche und Kinder vermarkten. Die Japaner verweisen auf ihre uralten Traditionen des Delfinfangs und hoffen dadurch auf Verständnis. Die Internationale Walfangkommission hat jedoch den kommerziellen Walfang bereits seit 1986 weltweit verboten, damit sich die dezimierten Walbestände erholen können.
Anlässlich des „Japan Dolphin Day“ am kommenden Dienstag, den 25. September, rufen mehr als 60 Wal- und Delfinschutzorganisationen weltweit zum internationalen Protest gegen den japanischen Wal- und Delfinfang auf (www.savejapandolphins.org). In Düsseldorf wird vor dem Konsulat durch „animal public“ protestiert. In der Hauptstadt Berlin hat das WDSF ab 11:30 Uhr zu einer Demonstration vor der japanischen Botschaft in der Hiroshimastraße aufgerufen.
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