(openPR) Die Zukunft der Werbung liegt im Dialog mit den Internetnutzern – das Fernsehen wird langfristig in seiner Bedeutung als Werbeträger abnehmen. Internet und TV werden von jungen Zielgruppen schon heute parallel konsumiert. Das Fernsehen wird zum „Nebenbeimedium“. So lautet die Einschätzung des Medienexperten Andreas Neus in einem Gespräch anlässlich des bevorstehenden IIR-Web 2.0-Kongresses in Berlin.
Das Web 2.0 wird den Wettbewerb unter den Werbetreibenden weiter verschärfen, ist sich Andreas Neus, Strategieberater bei der Unternehmensberatung IBM Global Business Services und Medienexperte für den Think-Tank IBM Institute for Business Value, sicher: „Durch das Web 2.0 entwickeln sich bislang passive Mediennutzer zu aktiven Produzenten von Inhalten. Sie bloggen, stellen Videos ins Netz und geben Kaufempfehlungen in Online-Shops. Die damit ansteigende Informationsflut wird den Kampf um die Aufmerksamkeit der Konsumenten weiter anfeuern“, sagte Neus im Vorfeld des IIR-Web 2.0-Kongresses (9. und 10. Oktober 2007, Berlin), auf dem er zur Zukunft von Medien und Werbung im Web 2.0 sprechen wird.
Verlierer dieser Entwicklung sei auf längere Sicht das Fernsehen: Zwar sei dessen Nutzungsdauer in den letzten Jahren gestiegen, doch konsumierten gerade junge Menschen Internet und TV-Angebote zunehmend parallel. „Das Fernsehen gerät immer mehr zum „Nebenbeimedium“ – so wie einst das Radio“, meint Neus.
Laut einer Studie des Softwareanbieters Novomind lesen rund 75 Prozent der Internetnutzer regelmäßig Empfehlungen anderer Käufer. Jeder Siebte bringe zudem Produkt- und Verbesserungsvorschläge ein. Die Entwicklung stellt Werbetreibende vor neue Herausforderungen: „Die Zukunft der Werbung liegt im Dialog, nicht in der klassischen Ein-Weg-Kommunikation“, so Neus. Werber sollten die für das Web 2.0 typischen persönlichen Netzwerke, die Empfehlungen der Konsumenten und den damit verbundenen Vertrauensvorschuss nutzen. „Es sind die so genannten Social Communities, die dem Konsumenten heute einen wichtigen Beitrag zum Filtern, Bewerten und Auffinden von Informationen liefern.“
Jedoch seien viele Werbetreibende und Agenturen für einen solchen vertrauensvollen Dialog unter Gleichen noch nicht aufgestellt. „Erste Versuche von Agenturen, verschleierte Werbung in Communities oder Blogs zu platzieren, sind aufgeflogen und haben dem Image des Auftraggebers vermutlich mehr geschadet als genützt.“
Sein Rat an die Werbeverantwortlichen: „Es gilt, eine neue Perspektive für den Dialog mit den Konsumenten zu finden und die dafür notwendigen neuen Fähigkeiten zu entwickeln. Dazu gehört zum Beispiel der Aufbau einer Reputation und eines Image, das sich nicht primär auf Kampagnen, sondern auf Erfahrung in Dialogen begründet.“
Internet:
http://www.ibm.com/iibv
http://www.web2.0-kongress.de
Über den Web 2.0-Kongress
„Web 2.0 goes corporate“ – unter diesem Motto richtet IIR Deutschland am 9. und 10. Oktober 2007 in Berlin den dritten Web 2.0-Kongress aus. In über 30 Praxisberichten und Expertenvorträgen soll gezeigt werden, wie Unternehmen das Web 2.0 für sich nutzen können. Auf der Agenda stehen Themen wie Marketing und Media 2.0, Social Commerce, Semantic Web, Recht 2.0, Unternehmenskommunikation 2.0 sowie verschiedene Web 2.0-Technologien.
Zu den Referenten zählen Experten von Henkel, Vogel Business Media, Smava, Hamburg Mannheimer, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Bild.T-Online, Nestlé, Vodafone, Deutsche Bank, IBM Institute for Business Value, Last.fm, Dealjaeger.de, GlaxoSmithKline Deutschland, Helvetia, MyHammer.de, Linkwerk, Mixxt, Exciting Commerce, Core Media, Force Sunrise, Detecon International, Supreme NewMedia, teclegal Habel Rechtsanwälte Partnerschaft, Iven & Hillmann, Die Zeit, Adobe und Kupferwerk.
Romy König
Pressestelle
IIR Deutschland GmbH
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