(openPR) Günzburg/Wien – Wäre Diana Damrau heute kein international gefeierter Opernstar, würde sie nach eigenen Angaben möglicherweise im Amazonas den Regenwald erforschen. Oder als Wissenschaftlerin von einem Flugzeug aus Sturmwinde untersuchen. «Auf jeden Fall etwas mit Natur», sagt die gebürtige Günzburgerin (Kreis Günzburg), die in den vergangenen Jahren einem Wirbelwind gleich die Opernbühnen dieser Welt erobert hat. Engagements in Berlin, Paris, London, Madrid, Wien, Salzburg, Brüssel und New York: Mit gerade mal 36 Jahren hat die Sopranistin bereits eine außergewöhnliche Karriere hinter sich. Bis zum Jahr 2014 ist sie ausgebucht.
Wer ganz genau hinhört, kann bei der braun gebrannten Sängerin noch einen leichten schwäbischen Dialekt raushören, dessen Sprecher im Allgemeinen als ein wenig mundfaul gelten. Bei Verben wie «angefangen» verschluckt der gewöhnliche Schwabe gerne mal das ein oder andere E, sodass es wie «angfangen» klingt. Damraus Karriere jedenfalls begann bereits im Kindesalter: «Ich habe von klein auf gerne gesungen und getanzt.» Schon in der Grundschule wurde die Musiklehrerin auf das große Talent aufmerksam. Auf der Schulbühne und in der städtischen Musikschule machte sie ihre ersten Schritte. Eine Verfilmung von Verdis «La traviata» mit Teresa Stratas entschied schließlich bei der damals 12-Jährigen die Berufswahl: Von diesem Zeitpunkt an wollte Damrau Opernsängerin werden.
Als sie 15 Jahre alt und Schülerin am Dossenberger-Gymnasium war, erhielt sie ihre Gesangsausbildung bei Carmen Hanganu, einer rumänischen Opernsängerin, die sich im nahe gelegenen Dillingen niedergelassen hatte. Selbst als Damrau zum Studieren an die Musikhochschule nach Würzburg ging, durfte sie Hanganu dort mit einer Sondergenehmigung unterrichten. Die Freundschaft der beiden Frauen hält bis heute an: «Wenn ich Fragen zu Stücken habe, rufe ich sie ab und zu an», sagt Damrau, die nach ersten Festengagements in den Opernhäusern von Würzburg, Mannheim und Frankfurt 2002 ihre freiberufliche Karriere startete, die sie seitdem in die Opernmetropolen dieser Welt führt. «Glück, Persönlichkeit, Lernwille und Kontrolle», sagt eine nachdenkliche Damrau, seien Basis für den Erfolg.
Ihr Repertoire ist vielfältig: Es reicht vom italienischen und französischen Fach über hohe lyrische Partien deutscher Opern und zeitgenössischen Werken bis zum Kunstlied. Bekannt wurde die attraktive Sängerin, die viel lacht, vor allem mit Werken von Richard Strauss und Mozart. Auf der Bühne geht sie in ihrer Rolle auf: Unter anderem gelten die Auftritte als Konstanze, Königin der Nacht, Zdenka und Sophie als ihre Paraderollen. Im Moment spielt Damrau in Salzburg die Susanna in Figaros Hochzeit und wohnt in Wien. Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch spricht sie fließend. Selbst auf Polnisch, Russisch und Mandarin sang sie schon auf der Bühne. «Dabei entscheidet die Sprachmelodie über den Inhalt, ohne Musik könnte ich das gar nicht», sagt Damrau.
Im normalen Gespräch deutet nicht darauf hin, zu welchen Höhen diese Stimme fähig ist. Damit das so bleibt, meidet Damrau Zigarettenrauch. «Blöde verrauchte Lokale», schimpft sie, weil sie für ihr Leben gern tanzt, es aber bisher kaum rauchfreie Lokale gibt. Trotz ihres Temperaments strahlt die Sängerin eine große innere Ruhe aus. Beim Spaziergang und auf einem Pferd kann sie sich entspannen. Daneben hört sie sich gerne CDs aus ihrer großen CD-Sammlung an. Demnächst kann Damrau ihrer erste eigene Solo-CD dazu stellen: Voraussichtlich im November dieses Jahres erscheint bei EMI Virgin classics «Arie di bravura».
(Internet: www.diana-damrau.com)
Alexander Hauk
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