(openPR) „Eine Schwarze aus den Staaten, eine Jüdin, die an Multipler Sklerose leidet und ihr debiler Sohn – im Ganzen betrachtet wahrhaft ein Augenschmaus.“ So charakterisiert Ina May die Personen, die in ihrer Erzählung ‚Straße der Hühner’ die Hauptrollen spielen. Die bereits mehrfach ausgezeichnete Autorin aus Süddeutschland beschreibt die Freundschaft zweier ungewöhnlicher Frauen um die sechzig einfühlsam und mit beachtlichem Sprachwitz.
Jetzt ist die Erzählung auf dem Literaturportal Litrum erschienen. Aus der Sicht der Schwarzen Marsha Peacy geschrieben, wird die Freundschaft der beiden Frauen zu einem teilweise humorvollen Resümee ihres Lebens. „Unser Anfang war eine lustige Sache, die Zeit dazwischen die beste, die ich jemals hatte, unser Auseinandergehen dagegen…“ Die Autorin vermeidet jeden Anflug von Sentimentalität oder Selbstmitleid zugunsten eines wahren Blicks auf zweierlei Leben, die das Schicksal irgendwann zusammengeführt hat. „Alles Nachdenken ist sinnlos und das ‚ewige Gespräch’“, lässt sie Marsha Peacy im Angesicht des Todes ihrer Freundin sagen.
Ina May schreibt ein Stück Gegenwartsliteratur, die zum Teil in der Vergangenheit angesiedelt ist, ohne den Blick von unserer Zeit abzuwenden. Ihre Charaktere sind gesellschaftliche Außenseiter, die sich aber doch stets um einen Platz in der Gemeinschaft bemühen. Diese scheinbaren Widersprüche löst die Autorin geschickt durch den Blickwinkel und ihre Sprachgewandtheit auf. So ist eine Erzählung entstanden, die immer wieder überrascht und bis zum Schluss spannend bleibt.
Ein Interview mit Ina May und Infos zu allen Litrum-Projekten finden sich unter www.litrum.de










