(openPR) Endlich ein Quasi-Standard für die überbetriebliche Auftragsabwicklung im SHK-Handel zu prägen, ist das Ziel von OpenEDI, einer Initiative der Verbände und Markenhersteller. OpenEDI steht für die Realisierung eines standardisierten Transaktionssystems für die Auftragsabwicklung im mittelständischen Fachhandel.
Seit Anfang der 60er Jahre, als am Massachuetts Institute of Technology (MIT) in Boston die Nachfrageschwankungen innerhalb einer Lieferkette das erste Mal systematisch untersucht wurden und damit das Phänomen des Bullwhip- oder Peitschenschlag-Effekts auftauchte, gewinnt die unternehmensübergreifende Optimierung der Wertschöpfungsprozesse zunehmend an Bedeutung. Alle übergreifend abzuwickelnde Prozesse werden durch entsprechenden Datendrehscheiben oder auch Daten-Verteilzentren unterstützt, die Waren- und Wertströme innerhalb der Lieferketten optimieren, steuern und überwachen. Erfolgreiche Handelsunternehmen konnten durch die werksübergreifende Implementierung des Supply Chain Management Lieferzeiten und Bestände in Größenordnungen von 50% und mehr reduzieren. Die SHK-Branche zählt zu den Vorzeigeindustrien in Deutschland, kaum eine deutsche Branche kann so viele Weltmarktführer vorweisen. Bemerkenswert ist dabei die Bedeutung des Mittelstands für diese Branche. Mehr als 85% der SHK-Branchenvertreter im Handel zählen zu den kleinen und mittelständischen unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Beschäftigten. Diese Struktur zwingt seit langem zu einer vielschichtigen Zusammenarbeit in Verbänden und Kooperationen. Die aktuell vom SHK-Markt geforderten Liefer- und Durchlaufzeitreduzierungen lassen wesentliche Potenziale einer integrierten überbetrieblichen EDI-Auftragsabwicklung erkennen.
Die bislang fehlende unternehmensübergreifende Abstimmung von Geschäftsprozessen und auszutauschenden Daten führt bei zunehmender Vernetzung zu wachsenden Ineffizienzen. Bezeichnend für diese zunehmend unbefriedigende Situation ist, dass Telefon und Fax nach wie vor die wichtigsten Kommunikationsmittel zwischen den meisten mittelständischen Unternehmen sind, und dies trotz enormer Investitionen in eine moderne IT-Infrastruktur.
SHK-Markenhersteller sind deswegen den Weg gegangen, ihre lokal eingesetzten ERP-Systeme um weitere EDI-Systeme zu ergänzen und fordern mittlerweile ihre Kunden und Lieferanten auf, sich an diese Systeme anschließen zu lassen, um alle planungsrelevanten Daten im EDIFACT-Format zur Verfügung zu stellen. Die entscheidende Hürde zum Supply Chain Management ist somit eine konfigurierbare und schnittststellenfreie Auftragsabwicklung, die unabhängige Entscheidungen unterstützt und auf Basis derer fallspezifische Informationen und Planungsdaten wechselseitig ausgetauscht werden können. Ein effizienter Datenaustausch kann nur durch eine Standardisierung aller koordinationsrelevanter Daten und Prozesse erreicht werden: daher EDIFACT.
Das OpenEDI-System wird, neben einer standardisierten Kommunikation, das komfortable Zusammenarbeiten in einem Netzwerk ermöglichen, indem KMU-gerechte Verhandlungs- und Planungsfunktionen zur Verfügung gestellt werden. Mit der Freigabe der OpenEDI Schnittstelle als Open Source erreicht das Supply Chain Management erstmals konzeptionell den Mittelstand und senkt die Rentabilitätsschwelle durch die offene Nutzung einer gemeinsamen europäischen Datendrehscheibe in der SHK-Branche. Und ermöglicht so eine flexible Integration aller Kooperationspartner.
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