(openPR) Das größte Sicherheitsrisiko im Internet bleibt der Mensch. Das beweist ein aktuelles Experiment des Sicherheitsunternehmens Sophos. Das Unternehmen schickte Mitgliedern eines internetbasierten Social Networks wie Facebook eine Kontaktanfrage. Diese wird dem jeweiligen Mitglied per E-Mail zugestellt. Es kann dann entscheiden, ob es den neuen Kontakt ablehnt oder ihn bestätigt und der anfragenden Person seine gesammelten Kontaktdaten zur Verfügung stellt. Nutzern, die sich über den Anfragen informieren wollten, zeigte Sophos das Bild eines kleinen grünen Frosches und einen fiktiven Namen. Höchste Zeit also auf „ablehnen“ zu klicken? Weit gefehlt. 41% aller Angefragten haben dem Frosch im Test ihre persönlichen Daten überlassen.
Laut Sophos haben von den sorglosen Naturen 71 Prozent ihre E-Mail-Adresse weitergegeben, 84 Prozent ihre Geburtsdaten, 87 Prozent den Beruf und Arbeitsplatz, 78 Prozent die komplette Anschrift oder zumindest den Wohnort, 23 Prozent die Telefonnummer und 26 Prozent die Adresse für Instant Messaging. Wäre der Auftraggeber des “Frosches” kein Sicherheitsunternehmen gewesen, sondern ein Internet-Krimineller, hätten die unvorsichtigen Naturen wohl kaum einen wohl gemeinten Glückwunsch zum Geburtstag bekommen.
Für viele Mitglieder auf Web 2.0 Plattformen ist es fast ein Automatismus Kontaktanfragen ohne nähere Prüfung zu bestätigen. Schuld daran ist nicht nur der sorglose Umgang der Nutzer mit den technischen Möglichkeiten der Plattformen, sondern auch die der Anbieter, die auf echte Warnhinweise verzichten und damit gerade unerfahrene Internetnutzer nicht auf die Gefahr aufmerksam machen. Weitere Informationen zum Experiment und den Tricks der Internetkriminellen sind im Blog des auf Sicherheitsfragen spezialisierten Onlinemagazins Sicherheit-Heute.de zu finden. Infos: www.sicherheit-heute.de.
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