(openPR) Karsten Oswald, Mannschaftskapitän des Oberligisten FC Sachsen Leipzig, ist sauer auf die Fans. Am Sonntag nach dem blamablen 1:5 in Auerbach wurden die Spieler der Leutzscher von aufgebrachten Anhängern mit Bier überschüttet und zum Teil sogar bespuckt. Wie jetzt bekannt wurde, hat ein Bierbecher auch Oswalds Tochter Lilly (5) getroffen. "Irgendein Idiot hat von hinten einen vollen Bierbecher geworfen. Der hat Lilly am Kinn getroffen. Sie hat sich fürchterlich erschrocken und ein heftiges Hämatom davongetragen", so Oswald in der heutigen Ausgabe der Bild-Zeitung. "Hätte ich den Typen gesehen, hätten wir das unter Männern geklärt."
Oswald überlegt sich derzeit, ob er überhaupt noch einmal für seinen Verein aufläuft. "Direkt nach dem Spiel wollte ich eigentlich kündigen. Natürlich kann ich verstehen, dass die Fans sauer sind. Aber wir sind nicht das Ventil für irgendwelche gewaltbereiten Penner!".Wer genau hinter der Tat steckt, ist derzeit noch nicht bekannt. Peter Schur, Fanbeauftragter des FCS, will sich um Klärung bemühen. Er versprach, mit Chefs von Fanclubs über diesen Vorfall zu reden.
Jörg Pochert, Redakteur von „die-fans.de“, ist bestürzt: „Man kann seinen Unmut kundtun, gerade nach so einer Leistung. Bei Beleidigungen oder tätlichen Angriffen auf die eigenen Spieler hört der Spaß aber auf. Wie sollen sich Akteure wie Twardzik oder Oswald noch einmal motivieren, für den FC Sachsen zu spielen? Für die Fans, von denen sie mit Bierbechern attackiert wurden? Ich als Spieler hätte darauf keine Lust mehr. Schade, dass es einzelne Idioten immer wieder schaffen, den Ruf einer Fanszene zu beschädigen“, so der Journalist.












