(openPR) Seit dem 18. Juni 2007 wird im Raum Schleswig-Holstein in einem Pilotprojekt flächendeckend über den Radiosender NDR 1 Welle Nord der so genannte OMS (Ocean Monitoring System)-Dienst versendet. Sollte das System eingesetzt werden, können die Bürger rechtzeitig und zu jeder Zeit über spezielle Empfängergeräte vor Katastrophen wie Unwetter, Sturmfluten und anderen Gefahren gewarnt werden.
Seitdem die Länder das bundesweite Sirenennetz in den 90er Jahren aus Kostengründen vielerorts abgebaut haben, besteht derzeit nur die flächendeckende Alarmierung der Bevölkerung über Hörfunk und Fernsehen. Das könnte nun anders werden. Denn der Flensburger RDS-Spezialist 2wcom hat eine Technologie entwickelt, die Leben retten kann. Dafür nutzt die 2wcom die vorhandenen Informationswege (Radio Daten System) zwischen Radiosender und Radioempfänger, ohne in das laufende Programm einzugreifen.
„Unsere Warnsignale kann man zunächst nicht sehen und nicht hören. Sie werden einfach mit dem Radioprogramm mitgeschickt. Wer ein spezielles Empfangsgerät hat, wird durch Text- und Lautsignal gewarnt. Das Gerät kann die Signale blitzschnell entschlüsseln und die lebensrettende Information anzeigen“, erläutert Jens Polleit, Vertriebsmitarbeiter der 2wcom GmbH.
Das 2wcom-Frühwarnsystem basiert auf dem bislang beispielsweise für Verkehrsfunk, Radiotext und TMC genutzten RDS-Signal. Es wird über vorhandene UKW-Sendernetze ausgestrahlt und kann auch Warnsignale übertragen. Der Vorteil ist, dass durch die Nutzung einer bereits bestehenden Infrastruktur der laufende Betrieb sehr kostengünstig sein kann.
Der Norddeutsche Rundfunk stellt mit Genehmigung der Staatskanzlei Schleswig-Holstein und auf Wunsch des OMS-Konsortiums als erster Radiosender in Deutschland einen Teil seiner RDS-Kapazität für das Frühwarnsystem zur Verfügung. Damit wird in einem Pilotversuch das Aussenden der OMS-Informationen auf den Frequenzen des Radioprogramms NDR 1 Welle Nord ermöglicht: Mit dem speziellen Empfangsgerät könnte man so unmittelbar gewarnt werden und lebensrettende Instruktionen erhalten.
Voraussetzung für eine effektive Katastrophenwarnung ist, dass die Bevölkerung möglichst flächendeckend mit einem entsprechenden UKW-Frühwarn-Empfänger ausgestattet ist.
Ein einfaches Radio kann den OMS-Dienst nicht übermitteln. Dafür kann der Frühwarn-Empfänger im Alltag als ganz normaler Radiowecker genutzt werden. Er hat eine Warn- und Weck-Funktion, ein schlichtes Design und eine gute Klangqualität.
Polleit betont: „Dass unser Wecker darüber hinaus Leben retten kann, ist weltweit einzigartig.“
Der Frühwarnwecker hat zwei UKW-Empfänger: einen für das Radioprogramm und einen zweiten ausschließlich für das OMS-Signal. Das Gerät warnt immer, egal ob es ein- oder ausgeschaltet ist oder ob es sich im Weckmodus befindet. Selbst bei Stromausfall ist garantiert, dass die Warnung innerhalb der nächsten 4 Tage noch empfangen werden kann. Nach dem Empfang des Warnsignals wird eine Warnmeldung auf dem Display angezeigt. Es besteht zudem mit diesem Gerät die Möglichkeit, durch den Warnton den Inhaber auf gezielte Verhaltensinstruktionen, die über das Radioprogramm verbreitet werden, hinzuweisen. Dies erfolgt in Abstimmung mit dem Norddeutschen Rundfunk und dem Katastrophenschutz.
Mit ihrer Frühwarn-Technologie schließt die 2wcom genau die Lücke, die auch die Schutzkommission beim Bundesminister des Innern in ihrem 2006 veröffentlichten Bericht entdecken konnte. Hier heißt es, dass es kein Mittel zur „Warnung und fortdauernden Unterrichtung der Bevölkerung und der Organisationen des Bevölkerungsschutzes und der Katastrophenhilfe“ gibt und auch keine Instrumente zur „Mobilisierung der Selbsthilfepotenziale in der Bevölkerung“ .
Erfolgreich genutzt wird das UKW-RDS-Frühwarnsystem der 2wcom bereits vom Katastrophenschutz in Schweden. Mehrere zehntausend Empfänger sorgen dort in der Umgebung von Kernkraftwerken für zusätzliche Sicherheit und bieten im Störfall die Möglichkeit, die Bevölkerung frühzeitig zu warnen.
Dass nur die frühzeitige Warnung der Bevölkerung die Auswirkungen von Katastrophen minimieren kann, ist auch Ansatz für die 2wcom-Pilotprojekte in den tsunamigefährdeten Gebieten Indonesiens auf Bali, Sumatra und Java und das „Nordsee-Monitoring-System“.
Im Rahmen des „Nordsee-Monitoring-Systems“, ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaft und Industrie, das kontinuierlich die Nordsee überwacht und das am 13. Juni in Büsum in Betrieb genommen wurde, wird zukünftig auch die schleswig-holsteinische Westküste besser vor Katastrophen geschützt sein.
2wcom GmbH
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