(openPR) EUFH Student ist Mitbegründer von “Education for Indonesia”
Jens Fischer (23) studiert im sechsten Semester Industriemanagement mit Schwerpunkt Bauwirtschaft an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in Brühl. Vor wenigen Tagen ist er von seinem Auslandssemester auf Bali zurückgekehrt. Bali? Da hat er neben dem Studium bestimmt jede Menge tropischen Urlaubsspaß und Zeit zum Surfen und Tauchen gehabt? „Surfen ist nicht so mein Ding, aber die indonesische Unterwasserwelt ist absolut faszinierend. Ich habe Tauchkurse gemacht und darf jetzt bis zu 30 Meter runter.“
Bei seinem Studium fernab von schlechtem Wetter hat Jens aber nicht nur in die Tiefe geschaut, sondern er und seine Freunde haben Weitblick bewiesen und für die Kinder ihres Gastlandes richtig was auf die Beine gestellt. Gemeinsam mit anderen Studierenden hat er den Verein „Education for Indonesia e.V.“ gegründet, der es sich zur Aufgabe macht, Kindern aus armen Familien durch den Kauf von Schuluniformen den Besuch einer Grundschule zu ermöglichen.
„Es ist eigentlich kaum zu glauben, aber es gibt in Indonesien viele Kinder, die nicht zur Schule gehen können, nur weil ihre Eltern sich die Schuluniform im Wert von 3,80 Euro nicht leisten können.“ Die Studenten aus Deutschland wissen, dass Bildung ein hohes Gut ist, dem allerdings in Indonesien nur wenig Beachtung geschenkt wird. Durch die hohe Armutsquote haben viele Kinder keine Chance, sich auch nur ein geringes, essentielles Grundwissen anzueignen. Im Gegenteil: Acht Prozent der Kinder müssen arbeiten, um den Lebensunterhalt ihrer Familien mit zu tragen. 13 Prozent aller Frauen und sechs Prozent der Männer sind Analphabeten.
„Uns ist schon nach wenigen Tagen aufgefallen, dass einiges falsch läuft in Indonesien“, erzählt Jens. „Wenn man täglich so viele Straßenkinder sieht, dann denkt man schnell darüber nach, ob man nicht irgendwie helfen kann.“ Vor Ort an der Udayana University in Denpansar traf der EUFH-Student Laura-Marie Schons aus Bochum, die längere Zeit schon auf Bali war, um dort ihre Diplomarbeit zu schreiben. „Laura hat uns von ihrer Charity-Tour im vergangenen Jahr erzählt, bei der sie auch schon Schulmaterialien und Lebensmittel verteilt hat. Ihre Kontakte und ihre Erfahrung konnten wir nutzen, um nun selbst schnelle und sinnvolle Hilfe zu leisten.“
Die Gaststudenten aus Deutschland wollten ihr Engagement aber nicht nur auf Bali beschränken, sondern die wirklich Ärmsten der Armen in anderen Teilen Indonesiens erreichen. Deshalb konzentrierten sie sich auf Java, die Hauptinsel des Landes. „So wird es auch leichter sein, die Leute in Deutschland von der Wichtigkeit unserer Arbeit zu überzeugen, denn Bali klingt halt sehr nach Urlaub, Sonne und mehr, obwohl es auch dort viel Armut gibt“, meint Jens.
An die Adressen von Schulen zu kommen, die die Hilfe am dringendsten brauchen, war dann nicht ganz so einfach. „Balinesen wollen am liebsten Balinesen helfen und Hindus möchten am liebsten Hindus unterstützen, aber der ärmste Teil der indonesischen Bevölkerung findet sich in anderen Landesteilen und sehr häufig unter den Muslimen.“ Nach einigem Suchen fand sich schließlich ein guter Draht zu einer Art „Bürgermeister“ auf Java und so gelang es, einige der ärmsten Schulen ausfindig zu machen.
Dabei halfen auch die Reporter von der „Jakarta Post“, einer großen Tageszeitung in Indonesien, die schon über die tolle Aktion der Studenten berichtet hat. „German students studying in Bali give back to the community“ titelte das Blatt Ende Juni, als die ersten hundert Schuluniformen Ende Juni im Osten Javas übergeben werden konnten.
Jens ist inzwischen wieder in Brühl, weil sein Studium an der EUFH natürlich weitergeht. Seine Gedanken aber sind noch auf Bali, denn er möchte sicherstellen, dass die Aktion weiterläuft, auch wenn er selbst „nur noch“ von Deutschland aus helfen kann. Glücklicherweise beteiligen sich schon drei „neue“ Gaststudenten an dem Projekt, und auch Laura aus Bochum ist noch vor Ort. Die Hochschule auf Bali wird das Engagement der Studierenden voraussichtlich auch unterstützen und das Projekt in ein Programm aufnehmen, in dem sich Studierende engagieren können, sei es durch die Organisation von Partys oder die Durchführung von Ausflügen oder eben bald auch durch die Beteiligung bei „Education for Indonesia“.
Wenn er Zeit und Geld hat, möchte Jens auf jeden Fall wieder nach Indonesien. „Ein bisschen traurig war ich schon, gerade jetzt zurück zu müssen, als es richtig losgehen konnte. Ich hätte gern noch die Früchte von dem gesehen, was wir vorbereitet haben.“
Spendenkonto
„Education in Indonesia e.V.“
Hamburger Sparkasse
Kto-Nr.: 1308123999
BLZ: 200 50 550
Infos gibt es auf der Internetseite www.educationforindonesia.com.
Renate Kraft
(Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Europäische Fachhochschule
Kaiserstraße 6
50321 Brühl
Tel.: (02232) 5673-41
E-Mail:













