(openPR) Erstes WALTER-Forum in Tübingen ein voller Erfolg
Tübingen, 7. August 2007 – Es herrscht drangvolle Enge im Sitzungssaal des Hotels Stadt Tübingen. Mehr als 200 Zerspanungsexperten aus aller Welt sitzen aufmerksam auf ihren Stühlen und lauschen interessiert den Vorträgen der Referenten. Kein Wunder, denn die WALTER AG hatte im Rahmen des ersten WALTER-Forums Ende Juli einige hochkarätige Redner verpflichtet.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Trends – nicht nur in der Werkzeugindustrie – sich in den kommenden Jahren herauskristallisieren werden. Einen allgemeinen Überblick über die Strömungen und Entwicklungen gab der Zukunftsforscher Mathias Horx. Im Zentrum seiner Ausführungen die von ihm so bezeichneten Megatrends, die sich langfristig auswirken und nichts mit Modeerscheinungen zu tun haben. Ein solcher Megatrend sei laut Horx die Globalisierung. Er sieht in der sich verstetigenden Globalisierung eine Grundvoraussetzung für den wachsenden Wohlstand in der ganzen Welt. Dass dem so ist, zeigt sich auch an der WALTER AG, die heute mit Tochtergesellschaften in 30 Ländern präsent ist und ihre Kunden global bedient. Doch dies ist nicht der einzige Megatrend den der Zukunftsforscher ausmacht. Seine These: Der Wechsel vom reinen Hightech hin zum Smarttech einer Technik, die sich den Bedürfnissen und dem Können der Menschen anpasst, steht bevor.
Noch kürzere Berabeitungszeiten
Professor Dr. Uwe Heisel von der Uni Stuttgart ist ein Experte in Sachen Werkzeug. Seit vielen Jahren arbeitet sein Lehrstuhl bei einigen Projekten eng mit der WALTER AG zusammen und kennt daher den Markt und seine Entwicklungen genau. In den kommenden Jahren, so ist er sich sicher, wird es durch verfeinerte Techniken und neue Innovationen zu einigen ganz entscheidenden Durchbrüchen kommen. HPC, High Performance Cutting, lautet das Stichwort. Kürzere Bearbeitungszeiten in Verbindung mit längeren Standzeiten ist jeher das erklärte Ziel der Entwickler. Neue, stark positive Geometrien sowie extrem verschleißfeste Schneidstoffe, so der Professor, können die spanende Bearbeitung in Zukunft noch effektiver machen. Eingefahrene Wege werden immer weiter verlassen und neue Techniken getestet. Beispiele hierfür sind das Bohren mit Ultraschallunterstützung oder sensorgestützte Werkzeuge, die den Verschleiß an der Schneide selbstständig überwachen.
In der Zukunft schaufeln
Ein ganz praktisches Beispiel, wie mit veränderten Strategien große Produktivitätssprünge möglich sind, ist der Turbinenbau. Professor Dr. Josef Scherer ist der Leiter des Technologiezentrums bei ALSTOM und weiß genau, wie sich die Bearbeitungstechniken in diesem Bereich in den vergangenen Jahren verändert haben. Immer kompliziertere Geometrien verbunden mit schwer zerspanbaren Werkstoffen zwangen die Ingenieure bei ALSTOM neue Strategien für die Schaufelbearbeitung zu entwerfen. Ob Spiraleinstichfräsen oder Spirallängsfräsen, mit den neuen Methoden konnten nicht nur kürzere Bearbeitungszeiten erreicht, sondern auch bessere Oberflächen und noch geringere Toleranzen realisiert werden. Für Professor Scherer ist klar, dass nur die Verbindung zwischen einzelnen Maßnahmen zu einem optimalen Ergebnis führt. Das fängt bei Werkzeug, Maschine sowie Strategie an und hört bei der TDM-Werkzeugverwaltung beziehungsweise den CAD/CAM-Programmen noch lange nicht auf.
Schicht auf Schicht in die Zukunft
Für Jörg Drobniewski, Entwicklungschef im Bereich Schneidstoffe bei WALTER, verläuft die Entwicklung auf diesem Gebiet in Etappen. Das hat seinen Grund, denn die Forschung an den Schneidstoffen basiert auf zwei Komponenten: der Grundlagenforschung sowie der Weiterentwicklung. Immer dann, wenn in der Werkstoffforschung neue Erkenntnisse zu Tage traten, kam es zu einem Qualitätssprung in puncto Produktivität und Prozesssicherheit. Der nächste Sprung, so ist sich Jörg Drobniewski sicher, sei nur noch eine Frage der Zeit. Seine Voraussage: „Im CVD-Bereich werden wir schon in den nächsten zwei oder drei Jahren mit einer neuen Beschichtungsgeneration zu rechnen haben.“ Bei PVD-Beschichtungen wurde mit dem WALTER PVD-Tiger erst vor kurzem eine neue Stufe erklommen. Hier liegt das Unternehmen ganz vorne im Rennen, und die Möglichkeiten des Tigers sind bei weitem noch nicht ausgereizt. Für den WALTER-Entwickler also kein Grund, sich auszuruhen. Sein Versprechen: „Sie können fest davon ausgehen, dass wir auch bei den neuen Schneidstoffen an der Spitze stehen werden.
Bild: Großer Andrang: Beim ersten WALTER-Forum gaben sich Experten aus dem In- und Ausland die Ehre.
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