(openPR) Wie wird Wolle zu Garn gesponnen? Wie wird Tuch gewebt? Im Museum Tuch + Technik erlebt der Besucher bei seiner Zeitreise in die Vergangenheit, dass sich die Grundprinzipien der Tuchherstellung von der Eisenzeit bis heute nicht geändert haben. 2.000 Jahre Textilgeschichte zeigt das Museum Tuch + Technik: Damit ist es einzigartig in Deutschland. Das Haus wird am 13. Oktober 2007 eröffnet.
Im Museum Tuch + Technik sind die Exponate in Betrieb: Spindeln, Spinnräder und Webstühle werden vorgeführt. Eindrucksvoll sind die Maschinen aus der Zeit der industriellen Tuchherstellung. Über 20 Meter lang und mehr als drei Meter hoch ist der Dreikrempelsatz, mit dem die Wollflocken zu einem lockeren Faden verarbeitet werden. Auf den alten industriellen Webstühlen in der Museumshalle flitzen unterdessen die Web-Schützen: Hier werden die flauschigen Plaids gewebt, die die Besucher später im Museumsladen kaufen können.
Eng verwoben mit der Geschichte der Textilherstellung zeigt das Museum Tuch + Technik die Geschichte Neumünsters, das sich vom armen Geestdorf zum größten Industriestandort Holsteins entwickelte. Feste und Vereine, Wohnsituation und Arbeitsbedingungen: Originalobjekte geben Einblicke in das Leben der Menschen vor Ort. Medienstationen mit Zeitzeugeninterviews und historischen Lehrfilmen machen den Museumsbesuch zu einem spannenden Erlebnis.
Große und kleine Besucher können sich als Tuchmacher versuchen: Wolle weben, Fasern unter dem Mikroskop untersuchen oder Stoffmuster am Computer entwerfen. Mit speziellen Aktionen, Themenführungen und Workshops wendet sich das Museum an Besucher aller Altersgruppen. Sie können Führungen bei der Buchung mit den Museumsmitarbeitern abstimmen und so thematisch individuell gestalten. Aktivprogramme und Projekte speziell für Schulklassen und Kindergartengruppen runden das Angebot der Museumspädagogik ab.
Insgesamt 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet das Museum Tuch + Technik. 300 davon sind für jährlich wechselnde Sonderausstellungen reserviert. Die erste Sonderausstellung ist der traditionsreichen Spinnerei Wiese gewidmet, die von 1851 bis 2000 in Uetersen die Wolle der Marschschafe von der schleswig-holsteinischen Westküste verarbeitete. Außerdem zeigt das Museum Kunst- und Fotoausstellungen und bietet sich als Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen und Vorträge an. Auch Familienfeste und Kindergeburtstage können hier gefeiert werden.
Finanziert wurden der Neubau und die Einrichtung der Dauerausstellung von der Stadt Neumünster und dem Land Schleswig-Holstein. Das Land fördert das 3,8-Millionen-Euro-Projekt mit 1,6 Millionen Euro aus den Mitteln der Städtebauförderung und 460.000 Euro Sonderbedarfszuweisung.
Das Museum Tuch + Technik ist dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Montags ist das Haus geschlossen. Der Eintritt kostet für Erwachsene sechs Euro. Ermäßigte Karten gibt es für Kinder, Familien und Gruppen ab 15 Personen.












