(openPR) Führerscheinentzug? Das passiert doch nur den anderen, denken viele – und fallen aus allen Wolken, wenn sie selbst ihre Fahrerlaubnis verlieren. Denn manchmal passiert es eben doch: Ein paar Gläser zuviel, ein Unfall oder eine Fahrt unter Drogeneinfluss. Auch notorische Raser (Punktetäter) sowie Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen im Straßenverkehr aufgefallen sind, können ihren Führerschein entzogen bekommen.
MPU ein „Muss“
Sie alle müssen an einer MPU (medizinisch-psychologischen Untersuchung) teilnehmen, um ihren Führerschein wieder zu erlangen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen mussten im letzten Jahr 104.325 Autofahrer in Deutschland zur MPU, Hauptursache war mit 61% die Alkoholauffälligkeit. Während die Gesamtzahl der entzogenen Fahrerlaubnisse im letzten Jahr um etwa 6,4 % gesunken ist, kristallisiert sich ein klares Anwachsen von Drogenauffälligen am Steuer heraus. So hat sich die Zahl der Unfälle unter Drogeneinfluss innerhalb der letzten acht Jahre mehr als verdoppelt. Die Zahl der auffälligen Fahrer unter Medikamenten- und Drogeneinfluss nahm um fast 8 % zu und machte im vergangenen Jahr bereits 17% aller MPUs aus.
Folgen des Führerscheinverlusts
Hinter diesen Zahlen verbergen sich teilweise dramatische Schicksale. Denn viele Menschen, die beruflich oder privat auf das Auto angewiesen sind, werden durch den Führerscheinverlust „aus der Bahn geworfen“. Im schlimmsten Fall drohen sogar der Verlust des Ausbildungs- oder des Arbeitsplatzes, etwa dann, wenn der Betroffene in einem Transportunternehmen oder im Außendienst tätig ist. Hinzu kommen die finanziellen Probleme, denn neben den Gebühren für das Straßenverkehrsamt und die MPU können zusätzlich auch noch Gerichts-, Versicherungs- oder Reparaturkosten anstehen.
Für die meisten Betroffenen sind diese „sachlichen“ Folgen längst nicht so schlimm wie die persönlichen Probleme, die sie durch den Verlust des Führerscheins bekommen. Denn in der modernen Gesellschaft sind Mobilität und damit auch der Führerscheinbesitz zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Einschränkung der „Bewegungsfreiheit“ und der Flexibilität führt nicht nur zu organisatorischen Engpässen, sondern auch zu psychischen Problemen. Schuldgefühle, Frustration, Streit in der Familie und soziale Isolation sind da keine Seltenheit.
Keine Angst vor der MPU
Der Weg aus dieser „verfahrenen“ Situation erscheint auf den ersten Blick schwer, zumal die Medizinisch-Psychologische Untersuchung hauptsächlich als „Idiotentest“ bekannt ist und viel darum spekuliert wird. Bei vielen Kandidaten macht sich deshalb im Vorfeld der Prüfung Angst breit – meist ohne Grund. Denn die MPU ist kein „Psycho-“ oder „Intelligenztest“, wie viele glauben, sondern eine neutrale „Begutachtung der Fahreignung“ durch eine von der Bundesanstalt für Straßenwesen akkreditierten Stelle. Experten vor Ort, wie die TÜV Rheinland Kraftfahrt GmbH, geben auf kostenlosen Informationsabenden und in persönlichen Beratungsgesprächen wichtige Tipps zur Vorbereitung auf die MPU. Wer sich also in der Zeit ohne Führerschein gründlich informiert und vorbereitet, hat gute Chancen, nach der Sperrfrist schnell wieder hinter dem Steuer zu sitzen.
Infobox: Mögliche Gründe für einen Führerscheinentzug
Eine Trunkenheitsfahrt mit mehr als 1,6 Promille
Mehrere Trunkenheitsfahrten
Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Drogen.
18 Punkte und mehr in Flensburg (z. B. durch Rasen)
Kombination aus Trunkenheitsfahrt und zu vielen Punkten
Strafrechtliche Auffälligkeiten (Aggressivität, Fahrerflucht)
Körperliche/psychische Erkrankungen/Behinderungen
TÜV Rheinland Group
Am Grauen Stein
51105 Köln








