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Killerspiele im Unterricht

02.07.200700:22 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Am vergangenen Donnerstag war es endlich so weit: Nach 10 Wochen Vorbereitungszeit mit einigen "Überstunden" auch außerhalb des regulären Unterrichts trafen sich Eltern, Lehrer und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule in Frankfurt am Main in der Aula zu einem brisanten Thema - "Killerspiele".


Unter dem Motto "Jugendkultur und Videospiele - wir wollen wissen über was wir reden" hatte der Informatikkurs der Jahrgangsstufe 10 diesen bundesweit einmaligen Informationsabend für Eltern und Lehrer vorbereitet.

"Auslöser war die Berichterstattung zu den Morden in Tessin. Meine Schüler kamen auf mich zu und fragten ob es eine Möglichkeit gibt dieses Thema im Rahmen des Unterrichts zu behandeln, da sich viele von ihnen in eine kriminelle Ecke gedrängt fühlten und eine Chance suchten ihr Umfeld objektiver zu informieren als dies sonst geschieht." so Paul Wege, der an der Schule Informatik unterrichtet. „Das Thema wurde von mir kurzerhand in den Unterricht eingebaut und an Hand dieses Praxisfalles übten die Schüler das Arbeiten in Projekten mit IT-Unterstützung. Auch gesellschaftliche Aspekte wurden diskutiert und man beschloss einen Informationsabend mit Podiumsdiskussion und anschließender LAN-Party für Lehrer und Eltern durchzuführen.

Als Diskussionsteilnehmer wurden eine Reihe von Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen gewonnen: Christof Leng, Mitgründer der Piratenpartei Deutschland, Gerald Jörns, Medienpädagoge und Gutachter bei der Unterhaltssoftware Selbstkontrolle (USK), Richard Freitag, Jugendseelsorger sowie Michael Bußer, Pressesprecher des hessischen Innenministeriums diskutierten auf dem Podium über so genannte Killerspiele, mögliche Konsequenzen des Konsums sowie Sinn und Unsinn von Verboten. Auch die anwesenden Eltern und Lehrer beteiligten sich interessiert und lebhaft an der Runde die zum Abschluss vor allem eins feststellte: Es gibt keine konkreten Handlungsanweisungen für den Umgang mit gewaltverharmlosenden bzw. -verherrlichenden Videospielen aber es ist dringend notwendig, dass an allen Fronten reagiert wird. Eltern, Lehrer und Politik müssen an einem Strang ziehen und gemeinschaftlich Konzepte für die Zukunft erarbeiten. Die Jugendlichen sind nämlich durchaus in der Lage sich sachlich und differenziert mit dem Thema auseinander zu setzen. Das wurde bereits am Nachmittag deutlich, als sich 40 Schüler nach dem eigentlichen Unterricht in der Aula trafen um gemeinsam mit ihrem Lehrer und dem Spezialisten Jörns zuerst einmal das Thema theoretisch zu erschließen und dann in einer simulierten Gutachtersitzung selbst die Verantwortung für die Altersfreigabe eines Spiels zu übernehmen.

Nach der Diskussionsrunde hatten die Schüler noch eine Überraschung zu bieten: An 20 Computern gab es für Lehrer und Eltern die Gelegenheit selbst einmal Hand anzulegen. Die Schüler hatten am Morgen auf den Rechnern das wohl bekannteste „Killerspiel“ Counter-Strike installiert und standen nun den Erwachsenen beratend zur Seite, um zu zeigen was es tatsächlich damit auf sich hat. Und nach einigen Runden in der „Map“ war mancher der Erwachsenen erstaunt wie spannend es sein kann als Spieler in einem Team gegen andere anzutreten.

Der gesamte Abend wurde von den Schülern vorbereitet und durchgeführt, selbst die Moderation der Diskussionsrunde ließen sie sich nicht nehmen. Auch das zeigt das Interesse der Jugendlichen am Thema und die Bereitschaft sich damit auch einmal ohne Konsole oder PC auseinander zu setzen.
Zur Gutachtersitzung am Nachmittag noch ein Nachtrag: Vorgestellt wurde das Spiel Counter-Strike und die anwesenden Gutachter (Schüler im Alter von 16-18) kamen fast einstimmig zu der Einstufung „Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG. “.

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