(openPR) Klimaforscher Prof. Mojib Latif zu Hintergründen und Szenarien
Rantum/Sylt, 01.07.2007 - Der "4. Wissenschaftssommer Sylt" erwartet am Mittwoch, 4. Juli 2007 einen der renommiertesten Klimaforscher und viel befragten Experten zum Klimawandel - Prof. Dr. Mojib Latif vom Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel.
Die Erkenntnis, dass der Klimawandel schon längst eingesetzt hat, wird durch zahlreiche Fakten belegt. Die Treibhausgas-Konzentrationen steigen infolge menschlicher Aktivität massiv an, der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre war seit mindestens 650 000 Jahren nicht so hoch wie heute, die globale Erwärmung hat durch den Treibhauseffekt in den letzten hundert Jahren um 0,8 Grad Celsius zugenommen. Um gravierende Klimaänderungen in den nächsten hundert Jahren zu vermeiden, müsste der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber dem heutigen Ausstoß um mindestens 90 Prozent bis 2100 reduziert werden. Das ist weit mehr als das, was im Kioto-Protokoll gefordert wird und als Forschung, Industrie und Gesellschaft glauben realisieren zu können.
Doch eines ist klar – nur Innovationen garantieren Wohlstand und können das Klimaproblem lösen. Die Entwicklung und der Export neuer Technologien sind von besonderer Bedeutung, setzt aber eine entsprechende Bildungs- und Forschungslandschaft voraus. Nicht auf vorgeschlagene „Ingenieurlösungen“ zu bauen, sondern das Übel an der Wurzel zu packen, ist eines der Anliegen von Latif. Bezogen auf die globale Erwärmung heißt dies, dass der Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre zu reduzieren ist. Zur Vermeidung gravierender Klimaänderungen ist die Nutzung der erneuerbaren Energien von zentraler Bedeutung. Nur einen Bruchteil der Sonnenenergie nutzbar zu machen, würde den Bedarf fossiler Brennstoffe aufheben.
Dass Klimaschutz bei jedem anfängt und man in seinem persönlichen Umfeld Beiträge zum Energiesparen und zur effizienteren Energienutzung leisten kann, stellt Latif in den Mittelpunkt seines Vortrages. „Das Klimaproblem ist lösbar. Noch ist Zeit zum Handeln. Eine gewisse weitere globale Erwärmung der Erde können wir zwar nicht mehr verhindern, die ganz starken Veränderungen sind aber noch vermeidbar“, so Prof. Mojib Latif.
Der 4. Wissenschaftssommer Sylt wird veranstaltet durch die stiftung kunst:raum sylt quelle in Kooperation mit der naturwissenschaft-lichen Fakultät der Universität Hamburg und unterstützt durch die ZEIT Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und FORSEO und NDR. Er bringt in einer hochkarätig besetzten Vortrags- und Diskussionsreihe Wissenschaft und Kultur miteinander ins Gespräch.
Weitere Termine „4. Wissenschaftssommer Sylt“:
11.07.2007 Prof. Dr. Karsten Reise „Sylt im Klimawandel“, 16.07.2007 Lutz Fritsch „Bücher im Eis“, 18.07.2007 Prof. Dr. Ludwig Fischer „Nach uns die Sintflut“, 25.07.2007 Prof. Arno Frühwald „Die Rolle der Wälder“, 30.07.2007 Thomas Kraupe „Donnerwetter Weltraumwetter“, 01.08.2007 Dr. Daniela Jacob „Globaler Klimawandel und lokale Konsequenzen“, 08.08.2007 Prof. Ulrich Eckhardt „Warum stimmt der Wetterbericht nicht?“ – Prof. Dr. Peter Höppe „Globaler Klimawandel – Auswirkung auf Wetter, Wirtschaft und Gesundheit“, 15.08.2007 Prof. Hartmut Grassl „Wer Sylt erhalten will, muss sich von fossilen Brennstoffen verabschieden“, 29.08.2007 Prof. Dr. Cord Jakobeit „Klimaflüchtlinge – was kommt auf uns zu?“ - Eintritt jeweils 12 €.
Ab dem 12. August 2007: Ausstellung UNRUHIGES WETTER in der Galerie kunst:raum sylt quelle. Sechs Positionen junger bildender Künstler zum Thema des 4. Wissenschaftssommer „Klimawandel – Klimafolgen“, tägl. 10 – 21 Uhr.
Stiftung kunst:raum sylt quelle
Hafenstrasse 1
25980 Rantum/Sylt
Tel. +49 (0)4651-92033
Fax +49 (0)4651-92034
www.kunstraum-syltquelle.de
Pressekontakt:
Ruth Eising
agentur re-book, marketing & sales
Marienstraße 83
42105 Wuppertal
Tel. +49(0).202.9745209
Cell +49(0).160.1564308
E.Mail
Stiftung kunst:raum sylt quelle
International – innovativ - interdisziplinär
Auf Deutschlands nördlichster Insel ist auf dem Gelände eines kleinen, malerisch gelegenen Mineralbrunnens ein besonderer Veranstaltungsort entstanden – und eine bundesweit einmalige Begegnungsstätte für Künstlerinnen und Künstler aller Sparten und vieler Nationen. Zwischen Dünen und Watt kommen diese miteinander und mit ihrem Publikum ins Gespräch – und nutzen die Zeit zum Nachdenken, Verwirklichen, Entwickeln, Entspannen. Die Stiftung kunst:raum sylt quelle wurde 2002 von Indra Wussow gegründet und verpflichtet sich der Tradition der Künstlerinsel Sylt, an die sie anknüpft.
Wissen schafft Kritik
Der kunst:raum sylt quelle ist ein Ort der Begegnung für Wissenschaftler, Künstler und ein interessiertes Publikum. Das ganze Jahr über finden hochkarätige Veranstaltungen statt. Es werden Einblicke zum Stand der Forschung und in das moderne wissenschaftliche und künstlerische Verständnis von Lebensprozessen gegeben. Alle wissenschaftlichen Veranstaltungen der Stiftung haben Dialogcharakter, fördern den interdisziplinären Austausch und damit eine universelle und relevante Gesellschaftskritik.
Kunst lebt
In der Galerie des kunst:raum sylt quelle ist das ganze Jahr über die internationale Kunstszene zu Gast. Ausstellungen, oft in Zusammenarbeit mit Museen und Galerien, zeigen Trends und Entwicklungen der bildenden Kunst; Workshops und Arbeitsstipendien bieten noch jungen Künstlern Entfaltungs-möglichkeiten. Wo Künstler leben entsteht Kunst.
Zur Kunstförderung des kunst:raum sylt quelle gehört auch der Erwerb zeitgenössischer Werke.
- Galerie im kunst:raum sylt quelle
ganzjährig Ausstellungen international renommierter Künstler, Projektraum für junge Kunst.













