(openPR) Die Improvisation im Gottesdienst gehört zur routinierten Praxis des Organisten; gleichwohl erlaubt der zeitliche Rahmen dort i.d.R. nur kurze Improvisationen. Improvisation geht einher mit Spontanietät, Unmittelbarkeit und - wenn ihr ausreichend Platz zukommt - mitunter auch der Ekstase und jedenfalls mit höchster musikalischer Spannung.
Dieser musikalischen Disziplin, die so abstrakt, verbal so schwer fassbar und so faszinierend ist, gibt das in diesem Jahr zum dritten Male in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche durchgeführte Internationale Orgelimprovisationsfestival einen hervorgehobenen Platz mit b(e)reitem Raum und eine klangschöne und sehr vielfältige Orgel in einem ganz besonderen architektonischen Rahmen.
Für ihre Improvisationskunst weltweit gerühmte Organisten nehmen uns bei ihren Improvisationen über gewählte, aber auch gegebene oder sogar zu Beginn des Konzerts spontan aus dem Publikum genannte Themen musikalisch in ihre Gedanken und Gefühle bei deren Bearbeitung mit.
Mitgenommen auf die spannenden musikalischen Reisen werden wir am 24.6. von Wolfgang Seifen (Berlin), dem künstlerischen Leiter des Festivals in einen Improvisationsabend mit symphonisch angelegten Stücken, am 26.6. von Julian Gembalski (Katowice), mit Improvisationen zu Bildern aus Evangelien-Texten am 27.6. von Pierre Pincemaille (Paris) u.a. mit Improvisationen über gegebene Themen im Stil von J.S. Bach und und im Abschlusskonzert am 28. Juni wird David Briggs (New York) zu dem 1928 produzierten Stummfilm „ Die Passion der Heiligen Johanna“ , einem der Meisterwerke des Regisseurs Carl Dreyer an der Orgel der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche improvisieren.
Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr. Mehr Info zum Festival und den Interpreten unter
Sonntag, 24. Juni 2007 20 Uhr Wolfgang Seifen, Berlin
Dienstag, 26. Juni 2007 20 Uhr Julian Gembalski, Katowice
Mittwoch, 27. Juni 2007 20 Uhr Pierre Pincemaille, Paris
Donnerstag, 28. Juni 2007 20 Uhr David Briggs, New York mehr Info unter
Eintritt: 12 EUR; (ermäßigt für SchülerInnen und StudentInnen: 5 EUR)
Rabatt: Wer am 24.6. an der Abendkasse einen (nicht übertragbaren) Satz Karten für alle vier Konzerte kauft, erhält diese für insgesamt 30 EUR (ermäßigt: 12 EUR).
Der Eintritt für UDK-StudentInnen ist frei. Informationen zu den Workshops am 26., 27. und 28. Juni
Evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde Berlin
Lietzenburger Str. 39, 10789 Berlin
Pressekontakt: Sabine Seip
„Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis“, das ist nicht nur der Name einer weltbekannten Kirche, sondern auch der Name einer lebendigen Innenstadtgemeinde: gut 4000 Evangelische im Gebiet rund um den Zoologischen Garten, zwischen Tiergarten und Lietzenburger Straße, zwischen Lützow- und Ernst-Reuter-Platz; am Ostrand des Kirchenkreises Charlottenburg, fast zur Hälfte auf Schöneberger und Wilmersdorfer Terrain gelegen.
„Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis“, das sind auch: eine große Anzahl von Menschen, die sich dieser Kirche und ihrer Gemeinde verbunden wissen und die sich für sie einsetzen, aus ihrem Gebiet und von überallher, aus Rudow und aus Reinickendorf, aus Mitte und aus Moabit.
Im Zentrum dieser Gemeinde aber steht die „Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche“, Wahrzeichen Berlins, weltweit bekannt und von Menschen aus aller Welt besucht – man schätzt: eine Million Besucher pro Jahr.
„Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis“, das ist ein für sich schon faszinierender, architektonisch herausragender Kirchenbau der Moderne, 1961 eingeweiht, der doch seine wirkliche Einmaligkeit erst aus dem spannungsvollen Nebeneinander mit der Turmruine gewinnt, die von der kriegszerstörten ursprünglichen Kirche dieses Namens übrig geblieben ist: lebendige, offene Kirche und Mahnmal zugleich.
„Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis“ , das ist wie kaum eine andere die Kirche der Berlinerinnen und Berliner. Kirche mittendrin – mittendrin im alltäglichen Trubel der City West, mittendrin bei besonderen Ereignissen in der Stadt – und eben mitten darin ein Ort der Stille, des Innehaltens und Zur-Ruhe-Kommens, des Hörens, des Gebets, ganz persönlich am Kerzenbaum oder auch in der versammelten Gottesdienstgemeinde, bei Liturgie und Predigt.












