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Europäischer Wirtschaftsjuristenkongress in Köln

25.06.200710:14 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Europäischer Wirtschaftsjuristenkongress in Köln
V.l.n.r.: Prof. Johannes Schinke, Ass. jur. Holger Berens, Dr. jur. Ralf Sinz und Jan-Christian Wagner
V.l.n.r.: Prof. Johannes Schinke, Ass. jur. Holger Berens, Dr. jur. Ralf Sinz und Jan-Christian Wagner

(openPR) Vom 18. bis 22. Juni 2007 fand der mit Mitteln der Europäischen Union geförderte Europäische Wirtschaftsjuristenkongress in der Kölner Wolkenburg statt. Hierbei wurden die Themenschwerpunkte Europäisches Insolvenzrecht, Markenrecht, Steuerrecht und Streitschlichtung durch Mediation behandelt. Die Rheinische Fachhochschule (RFH) hatte zu diesem Kongress Berufs- und Entscheidungsträger, Studierende und Hochschullehrer eingeladen. Für die fünftägige Fachkonferenz hatten sich über 600 Teilnehmer registriert.



In seiner Begrüßungsrede wies Professor Johannes Schinke, Präsident der Rheinischen Fachhochschule Köln, darauf hin, dass es eine große Auszeichnung darstellt, dass seine Hochschule die offizielle und auch finanzielle Unterstützung der Europäischen Union für die Organisation, Ausrichtung und Durchführung für diesen wissenschaftlich-internationalen Kongress für Wirtschaftsjuristen erhalten hat. „Der Vorgang ist von besonderer Bedeutung, weil er erstmals überhaupt und dazu noch auf der Plattform einer Fachhochschule stattfindet“, sagt Schinke. „Dies ist eine Bestätigung, dass unsere damalige Initiative zur Realisierung des neuartigen Studiengangs Wirtschaftsrecht richtig war.“ Vor zehn Jahren sei die Einführung des Studienganges Wirtschaftsrecht auf viel Unverständnis, Voreingenommenheit und sogar Ablehnung gestoßen. „Wenn zwei über Jahrhunderte verwurzelte Fachbereiche wie Betriebswirtschaft und Jura sich zu einem gemeinsamen Berufsbild verzahnen, und das auch noch an einer Fachhochschule - manche empfanden dies als Tabubruch“, beschreibt der Präsident der Hochschule die damalige Situation. Die Einstellungen haben sich geändert: „Unserer Studiengang Wirtschaftsrecht stößt bei Studierenden und Arbeitgebern auf große Resonanz, denn zwischen 80 und 90 Prozent unserer Absolventen haben sofort nach ihrer Diplomarbeit einen Job, entweder im kaufmännischen oder im juristischen Bereich“. Wirtschaftsrecht ist ein stark gefragter Studiengang. „Die Wirtschaftsjuristen sind gut vom Arbeitsmarkt aufgenommen worden“, führte Assessor Holger Berens, Studiengangsleiter Wirtschaftsrecht an der RFH und Initiator des Kongresses in seiner Rede aus. „Die Absolventen der letzten Semester haben keine Probleme, eine Stelle zu finden, sondern können in der Regel zwischen Angeboten wählen.“

Während des Kongresses standen über 30 namhafte Fachreferenten aus Deutschland und verschiedenen europäischen Ländern Rede und Antwort. Zu den Kongress-Referenten zählten auch der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma. Er sprach über "Die Bedeutung Europas für die Stadt Köln". Dr. Klaus Schweinsberg, Chefredakteur von Capital und Herausgeber des Unternehmermagazins Impulse, referierte über das Thema Wirtschaftspolitik in Europa. In seinem Vortrag forderte er mehr Internationalität durch Auslandserfahrung für Mitarbeiter deutscher Firmen. Das gelte auch für Mitglieder des Vorstands von DAX-Unternehmen. Jan-Christian Wagner, Wirtschaftsrechtstudent im 3. Semester an der RFH, stellte eine aktuelle Statistik zu Verbraucherinsolvenzen in NRW vor. Erfreulich ist der starke Rückgang der Unternehmensinsolvenzen. Aber seine Ausarbeitung verdeutlichte auch, dass seit Einführung des neuen Verbraucherinsolvenzverfahren mit einer Restschuldbefreiung nach sechs Jahren die Anzahl der Privatinsolvenzen sprunghaft angestiegen ist. Im Jahr 2006 waren allein in NRW 17.644 Verbraucherinsolvenzverfahren gemeldet. „Bildlich gesprochen, hätte die Anzahl der Privatinsolventen alle Plätze der Köln Arena gefüllt“, verdeutlichte Wagner seine Ausführung. Das Erschreckende: Wenn zu dieser Zahl die betroffenen Angehörigen dazukommen, dann müsste man schon in das Müngersdorfer Stadion ausweichen. Im Vergleich zum europäischen Ausland lässt sich feststellen, dass beispielsweise im Vereinigten Königreich das Verbraucherinsolvenzverfahren erheblich schneller und einfacher ist, sagte Chris Nutting, Director Courtwork bei KPMG London in seinem Vortrag.

Der Kongress in Köln bot über fünf Tage die Möglichkeit, ausführlich Inhalte und Spezialisierungen mit den Anforderungen des Marktes zu vergleichen. Diskutiert wurden die steigende Bedeutung des Europarechts für Wirtschaft und Gesellschaft. Trotz Harmonisierungsbestrebungen unterscheiden sich die Entwicklung und Auslegung der nationalen Normen gemäß der EU-Richtlinien und Verordnungen nach wie vor von Mitgliedsstaat zu Mitgliedsstaat. Nicht immer gehen die wirtschaftlichen Gegebenheiten in Europa mit dem rechtlichen Rahmen einher. Eine rein rechtliche Herangehensweise reicht nicht immer aus. An dieser Schnittstelle sind studierte Wirtschaftsjuristen, wie sie auch an der RFH aus- und weitergebildet werden, gefragt.

Weitere Informationen: www.wirtschaftsjuristenkongress.eu und www.rfh-koeln.de

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