(openPR) Die Titelstory der Cape Times hat im März diesen Jahres darauf aufmerksam gemacht, dass bei der Tourismus- und Marketingagentur Cape Town Routes Unlimited (CTRU) Unordnung vorherrsche. Diese Meldung wurde gestern von Simon Grindrod, Mitglied des Kommitees für wirtschaftliche Entwicklung und Tourismus, bestätigt. Er wird heute empfehlen, dass der CTRU die finanziellen Mittel durch die Stadt entzogen würden.
Während sich gestern der neu zusammengesetzte Vorstand der CTRU beraten hat, hat Grindrod die Resultate einer unabhängigen Prüfung bekanntgegeben, die er kürzlich in Auftrag gegeben hat. Ein Bericht wurde angeordnet, nachdem die Cape Times die Meinungen von Interessensvertretern der Gastronomie-Branche aufgegriffen hat. Dabei wurde die CTRU als offizielle Marketingorganisation für Kapstadt und das Western Cape mehrfach als „völliges Durcheinander“ bezeichnet. Dieser Zustand sei zudem der Hauptgrund für den jähen Rücktritt von CEO Sheryl Ozinsky gewesen, welche die CTRU nach nur zwei Monaten im Amt verlassen hat.
Der Bericht ist ein klarer Hinweis auf „eine Organisation in der Krise“ – ein Dienstleistungsunternehmen, das ohne die finanziellen Mittel von je 23 Millionen Rand sowohl von der Stadt als auch von der Provinz, in Liquidation gehen müsste. Der Bericht stellte zudem heraus, dass die CTRU „sich selber besser vermarktet als die Destination“. Die Vorstandsleistungen wurden in den letzten drei Jahren nicht bewertet und bei dem Unternehmen dominiert das Top-Management, dessen Kompetenz ernsthaft hinterfragt wird.
Es bestehen Befürchtungen, dass sich die CTRU bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben auf andere Marektingagenturen abgestützt hat. „Es gibt keine Systeme, um die Aufgaben richtig durchzuführen. Sie haben keine Ahnung, wie viele Touristen durch ihre Aktiviäten nach Kapstadt kommen, weil sie schlicht und einfach keine Verfahren haben, um dies zu messen“, so Grindrod.
Er ist zuversichtlich, dass Mayco seine Empfehlung akzeptieren wird, der CTRU die finanziellen Mittel innerhalb der vereinbarten Jahresfrist zu entziehen. Während dieser Zeit soll ein Task Team zusammengestellt werden, das eine effektive Marketingstrategie für Kapstadt und das Western Cape erarbeitet.
Christiane von Ulmenstein, die während neun Jahren als Vorstandsmitglied von Kapstadt Tourismus die CTRU heftigst kritisiert hatte, ist der Meinung, dass diese Ankündigung den Rücktritt von Ozinsky rechtfertige. „Ich bin höchst beeindruckt dass Grindrod den Mut aufbringt Position zu beziehen und sich gegen den Minister der Provinz Western Cape zu erheben,“ so von Ulmenstein.
Nachdem die Cape Times ihre Titelstory veröffentlicht hatte, verabschiedeten Ministerin Lynne Brown (Member of Executive für die Bereiche Finanzen und Tourismus), Garth Strachan (ANC) und Joe Mwase (Vorsitzender der CTRU) einen Bericht, der bestätigt, dass die CTRU in zahlreiche Probleme verwickelt sei.
Bis gestern Abend hatte Brown, die an der Vorstandstagung der CTRU in Gansbaai teilgenommen hat, den Bericht noch nicht gelesen. Die CTRU wartet nun auf Brown, um die zahlreichen Medienanfragen zu beantworten. Ihr Büro wird heute eine Stellungnahme abgeben.













