(openPR) Wittlich/Lüdenscheid - Graffiti- Kunst oder Schmiererei?
In der beschaulichen Südeifel ärgert man sich in und wieder über kleinere Schmierereien. Manchmal auch über größere Graffiti-Bilder, die vermutlich Durchreisende hinterlassen haben, doch ein wirkliches Problem hat man damit nicht. Auch jugendpolitisch ist Graffiti eher eine Beschäftigungsmaßnahme im Rahmen von Workshops denn Prävention.
Trotzdem hat der Wittlicher Baustoffgroßhändler Hieronimi die renommierte Lüdenscheider Graffiti-Agentur narrenhaende.de damit beauftragt, einen Großteil der Stützwand des Baumarktes kunstvoll zu besprühen. Der Hintergrund der Pr-Aktion ist folgender, zunächst einmal ist die gestaltete Wandfläche ein Hingucker, ideal an der Einfallstraße in den Ort gelegen und auch eventuell blühende Ideen junger Nachwuchssprüher die Wand beschmieren zu wollen wird damit Einhalt geboten.
In der Graffiti-Szene gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, das es verbietet über Auftragsarbeiten drüber zu schmieren.
Yves Thomé aus Lüdenscheid und Philipp Kabbe aus Hamburg bemalten so innerhalb von drei Tagen mit gut 150 Sprühdosen die knapp 50 Meter lange Wandfläche mit Motiven aus dem umfangreichen Sortiment des Baustoffhändlers sowie mit seinen Logos.
Der Geschäftsführer von Hieronimi Marco Geißler erklärte dazu: "Ich habe eine Arbeit der Agentur in Simmern bei einem Partnerunternehmen gesehen, wo sie auf gut 400m² die Produktionshallen besprüht haben und die Außenwirkung sowie das künstlerische Element hat mir so gut gefallen, das ich den Kontakt mit Herrn Thomé aufgenommen habe."
Nach Vorlage der Entwürfe ging dann auch alles recht zügig über die Bühne, so das die beiden Künstler vor einer Woche mit den Arbeiten fertig wurden.
Derzeit angedacht ist die restliche Bemalung der Wand sowie die kunstvolle Verzierung der Firmeneigenen Baucontainer.
"Uns macht es immer wieder eine große Freude gerade in ländlichen Gegenden Aufträge zu malen, um einfach der Bevölkerung zu zeigen, das Graffiti viele Facetten hat. Nicht alles ist Geschmiere, sondern kann, professionell ausgeführt, auch eine Kunstform sein. Wir sind sehr gespannt, wie die weiteren Reaktionen hier ausfallen werden. Bisher gab es nur positiven Zuspruch und sogar mehrere weitere Anfragen für großflächige Arbeiten hatten wir schon", so Yves Thomé, der Leiter der Graffiti-Agentur.
Man kann gespannt sein, wie sich der Bevölkerungszuspruch in der Moseleifel für diese junge und kreative Kunstform entwickeln wird.




