(openPR) Knapp einen Monat vor Turnierstart schlug die Nachricht des Rücktrittes vom bisherigen Trainer Frank K. wie eine Bombe im Gießener Lager ein. "Die Doppelbelastung als Spielertrainer wäre zu einem Nachteil für das Team geworden", begründete K. seine Entscheidung. Sein Engagement als
Spieler bleibt davon jedoch unberührt, versichert er.
Die Anhängerschar kann aber aufatmen, denn es ist bereits ein mehr als kompetenter Nachfolger gefunden worden. Andreas W. ist ab sofort der neue Mann an der Linie der Thekenstürmer. Ja, der Andreas W., der laut BILD-Meldungen vergangener Tage schon so gut wie sicher Erbe von ALBA Coach Rödl war. Andreas W. nannte vor allem das familiäre Umfeld als Beweggrund für die, für viele überraschende, Absage nach Berlin.
"Gießen ist die Hauptstadt des Basketballs, und ich gehöre in die Hauptstadt!", wird W. zitiert. "Im Gegensatz zu meinem Vorgänger halte ich nicht viel von 10km-Läufen mit Sand- säcken und LKWs ziehen als Vorbereitung auf ein Basketballspiel. Ich werde mich mit K. zusammensetzen um die weitere Vorgehensweise zu besprechen." Worte, die die Fans nicht gerne hören werden. Der "Anti-Weicheier-Kurs" sorgte bislang beim Anhang für viel Begeisterung. Nach den ersten Trainingseinheiten wird es weitere Informationen geben.
Auch im Kader gab es kurz vor Meldefrist noch einige spektakuläre Änderungen. Die findigen Macher der TS entdeckten eine Lücke im Regelwerk, die es prompt auszunutzen galt. Da Spieler der ersten und zweiten deutschen Basketballigen vom Spielbetrieb ausgeschlossen wurden, streckte man die Fühler nach dem jungen Nachwuchstalent Anton Gavel aus. Gavel war zunächst skeptisch, rechnete er sich doch im Gießener Starensemble nur wenig Spielzeit aus. Nach mehreren Wochen harter Überzeugungsarbeit gab Gavel schließlich seine formale Zusage. Wenige Tage später kam dann doch die nicht mehr für möglich gehaltene Absage Gavels. "Irgendwas mit Nationalteam" stammelte ein sichtlich frustrierter Präsident Günni Export in die Mikrofone. Aus Insiderkreisen wird berichtet, daß man der sportlichen Entwicklung des Spielers nicht im Wege stehen wolle. Mitspieler Phil Eiklar wird sogar noch deutlicher:"Das Turnier wäre für ihn sowieso zu früh gekommen. Es ist besser für ihn noch ein wenig Erfahrung zu sammeln, bevor er ins Konzert der Großen einsteigt!" In die gleiche Kerbe schlägt Star-Aufbau Mark L.:"Es ist besser ihn nicht zu verheizen!" Das Management wird sich bei Mißerfolg der Frage stellen müssen, ob es klug war den jungen Slowaken so einfach aus seinem Vertrag zu lassen. Ob mit Nachbesserungen reagiert wird? Wir sind gespannt...








