(openPR) Für die einen ist er der Wonnemonat. Für die Black Dragons ist der Mai weit mehr - nämlich richtungsweisend.
ERFURT - Oberliga oder doch Regionalliga? Vor allem um diese Frage drehen sich die Gedanken auf der Leitungsebene des Erfurter Hockey-Clubs (EHC). Nur zu gern möchte er Leipzig oder Rostock folgen. Die Hintertür kann auf Grund des verpassten sportlichen Aufstiegs aber nur die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) aufstoßen. Den ersten Teil der für die Oberliga nötigen Lizensierungsunterlagen (Budget-Planung und Sponsorensituation) hat die Ligenleitung in München seit geraumem vorliegen. Für den zweiten Teil erwartet sie heute die Bilanzen der Erfurter. "Ich rechne mit keinen Kautionsauflagen", zeigt sich EHC-Präsident Holger Eden (Foto) zuversichtlich, auf den geplanten Etat (rund 500 000 Euro) nicht Geld draufpacken zu müssen. "Spannend, aber aufreibend", sieht der Unternehmer den Schwebezustand mit unbestimmtem Ausgang. Um so mehr hofft er, dass dieser für den Klub am Monatsende nicht zur Hängepartie wird.Denn der EHC-Chef hat große Pläne. Nicht nur mit der ersten Männermannschaft, die wegen des Risikos als GmbH ausgegliedert worden ist und an der sich in Bälde Fans und Sponsoren beteiligen könnten. Vor allem mit dem Verein. Der hat vergangene Woche Zuwachs erhalten. Die aus rund 120 Kindern und Jugendlichen bestehende Nachwuchs-Abteilung ist - wie nach dem einstimmigen Votum in der Mitgliederversammlung zu erwarten - vom ESC komplett zum vor einem Jahr gegründeten EHC gewechselt und reichert den Stammverein deutlich an. Der nimmt in der kommenden Saison in allen Nachwuchsklassen am Spielbetrieb teil. "So etwas hatten wir noch nie", freut sich Thomas Belitz. Als sportlicher Leiter hat er die Nachwuchsschar unter seinen Fittichen.Die könnte zudem zum großen Pfund der Black Dragons auf ihrem Umweg in die Oberliga werden. Zumal die ESBG zwar vor allem, aber nicht allein die Wirtschaftlichkeit der Oberligakandidaten bewertet. Holger Eden will sich dennoch nicht zu voreiligen Schlüssen hinreißen lassen. "Wir warten erst mal ganz ruhig ab, was die ESBG sagt", zieht der Präsident eine andere Unbekannte mit ins Kalkül. Am Wochenende findet eine weitere Begehung der Erfurter Eishalle statt. Um die auch in der Oberliga als Spielstätte nutzen zu können, hat der EHC wegen einiger Auflagen (Fangnetze, höheres Plexiglas) eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Mit dem Ausweich - der im Herbst fertig werdenden Halle in Ilmenau - hält die Klubleitung indes einen Trumpf in der Hinterhand. Insbesondere auch, um den Nachwuchs nach Belitz´ Vorhaben auf noch breitere und nicht nur leistungsorientierte Beine zu stellen. Für den Anfang soll dafür ein Trainer vor Ort sein.Derweil bastelt der EHC-Vorstand nicht nur am neuen Logo, sondern ebenso an der Mannschaft der Black Dragons. Doch angesichts der momentanen Planungsunsicherheit lässt er Zurückhaltung walten. Klar ist, dass Schönheides Verteidiger Sven Schröder (27) das Team um den gestern erstmals mit dem Team zusammen gekommenden Neu-Trainer Stefan Kargerer verstärken wird. Trotz Offerten von teils höherklassigen Klubs bleibt zudem Oliver Otte seiner Heimat treu. Mit vier weiteren Spielern, darunter ein Tscheche aus der Extra-Liga und ein Kanadier, führt der EHC Gespräche. Wie fruchtbar die sein werden, hängt nicht zuletzt von diesem Monat ab.
Ekkehard Deutschmann
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1990 wurde der Eishockey in Erfurt mit der Neugründung der Sektion Eishockey beim ESC Erfurt wiederbelebt. Seit der Saison 91/92 nahm die erste Männermannschaft erfolgreich am Spielbetrieb teil und erreichte in der ersten Saison sogar Platz 1 der Hessenliga. Den wohl größten Erfolg feierten die Erfurter Männer mit der Hessenmeisterschaft und dem 1. Platz in der Relegation der Regionalliga Nordrhein-Westfalen und dem damit verbundenen Aufstieg in die 1. Liga Nord (ab 99/00 Oberliga). Auch dort konnte man gut mithalten, verpasste man doch nur knapp die Teilnahme an den PlayOffs zur 2. Bundesliga, welche aber im darauffolgenden Jahr erreicht werden konnte.
Ein Jahr später begannen die Probleme. Auf Grund finanzieller Misswirtschaft meldete der ESC nach der Saison 2000/2001 Insolvenz an und die Black Dragons zogen sich aus dem Spielbetrieb der Oberliga zurück. Es begannen Jahre des Neuaufbaus. Sachsenliga hieß die erste Station, welcher die neugegründete Regionalliga Ost folgte. Seit der Saison 2005/2006 gehen die Black Dragons in der 2005 zusammengelegten Regionalliga Nord/Ost auf Puckjagd.
Neben den Black Dragons gibt es in Erfurt mehrere Freitzeitteams, eine Damenmannschaft und Juniorenteams in alle Altersklassen.



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