(openPR) In 7 Semestern zum Kultur-, Sport- oder Wirtschaftsjournalist (B.A.)
München, 31. Mai 2007 – Die Macromedia Fachhochschule der Medien plant die bundesweit ersten Bachelor-Studiengänge Sport- und Kulturjournalismus sowie Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Die Akkreditierung wird im Juli erwartet. Die Bewerbung für das Wintersemester 07/08 ist ab sofort möglich.
„Wir sind guter Dinge, dass wir im Oktober starten können. Es geht nur noch um Formales“, so Joachim Scheurer, Kanzler der Macromedia Fachhochschule der Medien (MFM), über den neuen Studiengang Fachjournalistik, der sich im Akkreditierungsverfahren befindet. Er sehe einen klaren Bedarf. In vielen Bereichen werde Nachwuchs gesucht, der sowohl wissenschaftlich als auch fachlich und redaktionell ausgebildet ist. „Bei uns bündeln sich alle Medienkompetenzen unter einem Dach. Studierende können sich früh mit Dozenten aus der Praxis und Medienstudierenden anderer Fächer vernetzen“, so Scheurer. Die Vorgespräche zur Beru-fung der Journalismus-Professoren laufen. Bereits an Bord ist der diesjährige Grimme-Preisträger und MONITOR-Reporter Prof. Dr. Kim Otto. „Mit den drei Fachrichtungen setzen wir auf expandierende Berufsfelder“, stellt MFM-Professor Otto fest, „die neuen Studenten können direkt auf die umfassende tech-nische Ausstattung zurückgreifen zum Beispiel die Radio- und TV-Aufnahmestudios.“ An der im letzten Herbst gegründeten Privathochschule studieren bereits 360 Studierenden in den Fächern Medienmanagement, Digitale Medienproduktion so-wie Film und Fernsehen.
Berufsfeld Journalismus im Umbruch
Wo früher mit etwas Begabung ein Quereinstieg möglich war, sind Journalisten heute auch gut ausgebildete Medienmacher in einer ausdifferenzierten Medienwelt mit zunehmend crossmedialen Angeboten. „Eine zeitgemäße journalistische Hochschulaus-bildung ist daher theoriestark, praxisnah und verbindet klassische Aufgaben mit den neuen Herausforderungen“ beschreibt der Kanzler der Medien-FH den Anspruch an das neue Fach, das in 7 Semestern inklusive eines Praktikums zum Bachelor-Abschluss führt. Immer weniger Redaktionen könnten es sich leisten, neben dem hektischen Tagesgeschäft neue Mitarbeiter anzulernen. Genau dort setzen die neuen Bachelor-Studiengänge an. Prof. Dr. Perry Reisewitz, der an der MFM Kommunikationsmanagement lehrt, stellt einen steigenden Bedarf an Fachjournalisten fest „denn in Deutschland haben viele Unternehmen das Potenzial des Cor-porate Publishing noch nicht entdeckt. Fachjournalisten bringen hier das redaktionelle Handwerkszeug, das spezifische Know-how und den entsprechenden Weitblick mit.“
Journalistisches Handwerk als Basis
Im Mittelpunkt stehe jedoch weiterhin die journalistische Ausbil-dung, die das Handwerk anhand von Beiträgen für Print, Online, Hörfunk, Fernsehen, Public Relations und die neuen crossmedia-len Angebote trainiert. Redaktionelle Abläufe werden in Lehrre-daktionen eingeübt. Die stark erweiterten Aufgaben heutiger Jour-nalisten erforderten verstärkt wirtschaftliche und managementbe-zogene Kompetenzen. Diese werden in Seminaren über Management, Wirtschaft sowie Projekt- und Redaktionsmanagement vermittelt. Seminare in Medien- und Kommunikationstheorie, Medienpolitik, Medienproduktion, Medientechnik sowie Medienwirtschaft vermitteln den notwendigen theoretischen Hintergrund, um neuen Entwicklungen auf akademischem Niveau begegnen und sie erfolgreich gestalten zu können.
Management und Fachgebiet als Kür
Über diese verbindlichen Grundlagen hinaus können die Studie-renden sich auf ein Berichterstattungsfeld spezialisieren. Drei Studienrichtungen stehen zur Auswahl:
Kulturjournalismus: Über Literatur, Kunst, Musik, Theater und Medien fachkundig und engagiert berichten
Nachwuchsjournalisten mit ausgeprägtem Interesse an Kunst und Kultur wählen die Studienrichtung Kulturjournalismus. Aufbauend werden hier die Themenkomplexe Kulturwissenschaft, Kulturpolitik und Kulturmanagement vertieft, denn der zukünftige Arbeits-platz kann auch in der lokalen oder regionalen Kulturarbeit, z. B. im Auftrag einer Stadtverwaltung, sowie auf Public Relations und Kulturmarketing liegen.
Finanz- und Wirtschaftsjournalismus: Reporter in der Welt der Unternehmen, Märkte und Finanzplätze
Der Wirtschaftsjournalismus ist seit Jahren einer der am stärksten wachsenden Berichterstattungsbereiche. Glaubwürdige Informa-tionen sind für die Kreditwirtschaft, den Wertpapierhandel aber auch den Kleinanleger unverzichtbare Informationsquelle und Basis für Entscheidungen. Wirtschaftsjournalisten recherchieren Nachrichten aus der Welt der Banken und Unternehmen und bereiten sie unterschiedlich auf, je nachdem ob für Aktionäre, Investoren oder den Wirtschaftsteil einer Zeitung. Dazu braucht es profundes Wissen über die Funktion der Geldmärkte, Wirt-schaftspolitik auf nationaler und europäischer Ebene und über die Weltwirtschaft.
Sportjournalismus: Vom WM-Fieber zum Lokalderby - Ereignisse auf lokaler bis globaler Ebene erlebbar machen
Sportereignisse leben von Gemeinschaftsgefühl, Begeisterung und Emotionen. Sportjournalisten müssen sich damit identifizieren können, um glaubwürdig und fachkompetent berichten zu können. Die Studienrichtung Sportjournalismus umfasst daher Re-gelwerke verschiedener Sportdisziplinen, die institutionellen Grundlagen des Sports, Sportrecht und spezifische Wirtschafts-aspekte von Sportvereinen und -initiativen behandelt werden. In Medientrainings wird auch an der persönlichen Präsenz für die Live- und Studiomoderation sowie an Interviewtechniken gearbeitet.
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