(openPR) Zu Weihnachten Zeit schenken: Freiwilligen-Netzwerk sucht Partner
Betreuungs- und Vorsorgemodell neu in Deutschland – „Am Fest der Freude sollte
niemand alleine sein, deshalb bringen wir Menschen zusammen“
München. Weihnachten – das Fest der Liebe und der Gemeinschaft? Nicht für jeden Menschen:
Rund 17 Millionen Menschen und damit etwa 20 Prozent der Bevölkerung leben in Deutschland nach
Angaben des statistischen Bundesamtes alleine, besonders häufig ältere Menschen. Von den
Alleinlebenden fühlt sich den Daten zufolge mehr als jeder Vierte oft einsam.
Das Freiwilligen-Netzwerk Zeitpolster will dem entgegenwirken und seine Idee in Deutschland bekannter machen: Freiwillige verschenken ihre Zeit an Nachbarn, die Hilfe im Alltag nötig haben und sammeln dabei ein Zeitguthaben, das sie später selbst gegen Unterstützung eintauschen können.
„Einsamkeit ist eines der Hauptthemen in unserer täglichen Arbeit“, sagt der Geschäftsführer der
Zeitpolster Deutschland gGmbH, Carsten Schmitz. „Gerade zu Weihnachten wird dieser Kontrast
deutlich: Für die einen ist es das Fest der Freude, für andere dagegen eine schlimme, wenn nicht gar
die schlimmste Zeit des Jahres, noch dazu in der dunklen Winterzeit. Das wollen wir zum Anlass
nehmen, um unser Modell bekannter zu machen, denn unsere Wirkungsmessung in Österreich
zeigt, dass wir Einsamkeit sowohl bei den betreuten als auch den ehrenamtlichen Personen um bis
zu 60 Prozent eindämmen konnten“, erläutert er.
Zeitpolster ist als Freiwilligen-Netzwerk seit 2018 in Österreich aktiv und seit diesem Jahr mit einem
ersten Verein im Kreis Recklinghausen (NRW) auch in Deutschland vertreten. Das Modell ist erprobt
und rechtlich abgesichert. Franchise-Nehmer gründen regionale Vereine, um es vor Ort umzusetzen.
Jetzt werden weitere interessierte Einzelpersonen, Initiativen und Organisationen gesucht, die
die Idee in ihrer Region realisieren möchten.
„Anderen Zeit zu schenken – diesen Gedanken wollen wir bekannter machen. Wann, wenn nicht an
Weihnachten, wäre die beste Gelegenheit dazu?“, sagt Carsten Schmitz. „Unsere mehr als 2.000
Freiwilligen in Österreich machen es vor und bekommen selbst viel zurück durch ihr Engagement:
Gemeinschaft, Sinn, Lebensfreude. Wenn wir einander nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Zeit
schenken, geschieht etwas Wesentliches: Menschen fühlen sich gesehen – und im
Gesehenwerden liegt Ansehen, liegt Würde“, fügt er hinzu.
Mehr Infos: www.zeitpolster.com
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