(openPR) Vom wandfüllenden Blattmotiv bis zur Verkleidung einer Dusche: Die italienische Marke Wall&decò verbindet grafische Gestaltung mit unterschiedlichen technischen Wandbelägen. Für die Auswahl zählen neben dem Motiv auch Wandmaß, Untergrund und Nutzung.
Nürnberg. Ein großes Blattmotiv hinter einem Sofa wirkt anders als derselbe Entwurf auf einer schmalen Wand neben der Tür. Bei den maßgefertigten Tapeten von Wall&decò gehört die Abstimmung auf die konkrete Fläche deshalb zum Gestaltungskonzept. Abmessungen, Farben und grafische Elemente lassen sich innerhalb des angebotenen Designservices anpassen. Damit wird bereits vor der Verarbeitung entschieden, welchen Ausschnitt eine Wand zeigt und wie sich das Motiv in den Raum einfügt.
Eine Idee aus der Werbefotografie
Der Ursprung dieses Ansatzes liegt in der Arbeit von Christian Benini. Der Gründer und Kreativleiter war als Werbefotograf tätig, als er ein Bild mit großen Blättern für den Hintergrund einer Fotoaufnahme reproduzierte. Dabei erkannte er dessen Potenzial für die Innenarchitektur. 2005 erschien die erste Wall&decò-Kollektion. Heute hat das Unternehmen seinen Hauptsitz im italienischen Cervia.
Aus dem fotografischen Hintergrund entwickelte sich ein prägendes Gestaltungsprinzip: Vergrößerte Bildmotive beziehen die gesamte Wandfläche ein. Die Wirkung entsteht durch ihre Dimension, den Bildaufbau und das Verhältnis zur umgebenden Architektur. Die Herkunft aus der Fotografie erklärt damit auch, weshalb die Planung des Ausschnitts bei diesen Wandbelägen eine wichtige Rolle spielt.
Bildfläche oder reliefartige Struktur?
Die Contemporary Wallpaper Collection, kurz CWC, greift das Prinzip der großformatigen Motive für Innenräume auf. Der Hersteller bietet Anpassungen von Größe, Farbe und grafischen Bestandteilen bis hin zur Entwicklung neuer Entwürfe an. Für die Einrichtung bedeutet das: Wandgestaltung und Möblierung sollten gemeinsam betrachtet werden. Wo stehen Schrank und Sofa? Welche Bereiche bleiben sichtbar? Und aus welcher Richtung fällt der Blick auf das Motiv? Solche Planungsfragen ergeben sich unmittelbar aus dem flächigen Bildkonzept.
Eine andere gestalterische Richtung verfolgt die Essential Wallpaper Collection. Hier stehen Vinyltapeten mit wiederkehrenden Geometrien, abstrakten Mustern und dreidimensionalen Reliefdetails im Mittelpunkt. Ton-in-Ton-Strukturen und Prägungen rücken die Oberfläche stärker in den Vordergrund. Das Sortiment umfasst somit sowohl großformatige Bildkompositionen als auch Entwürfe, deren Charakter sich aus Musterwiederholung und plastischer Struktur entwickelt.
In der Dusche entscheidet der gesamte Aufbau
Bei einer Wand im direkten Wasserkontakt reicht die Auswahl eines Dekors allein nicht aus. Für diesen Einsatz hat Wall&decò AQUABOUT WET SYSTEM entwickelt. Die wasserdichte Wandverkleidung besteht aus aufeinander abgestimmten Komponenten: Grundierung, speziellem Kleber, Glasfasergewebe und Schutzbeschichtung.
Der Hersteller gibt die Gesamtdicke mit 1,5 Millimetern an und beschreibt auch Anwendungen auf vorhandenen Fliesen mit entsprechender Untergrundvorbereitung. Bei einer Badrenovierung kann dieser Aufbau deshalb eine prüfenswerte Möglichkeit sein. Ob er für das jeweilige Vorhaben geeignet ist, hängt von der bestehenden Oberfläche und der vorgesehenen Verarbeitung ab. Die dekorative Fläche muss hier als vollständiges System geplant werden.
Für Außenwände bietet die Marke wiederum OUT System an. Es ist für Fassaden, Innenhöfe und Terrassen vorgesehen und basiert ebenfalls auf einem technischen Aufbau mit Glasfasergewebe und schützenden Oberflächen. Der Hersteller beschreibt es als regen- und vergilbungsbeständig. Innenraum, Dusche und Außenwand stellen somit unterschiedliche Anforderungen, die bereits bei der Materialauswahl berücksichtigt werden müssen.
Die konkrete Wand als Ausgangspunkt
Produkte von Wall&decò sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich. Die dortige Markenübersicht stellt Motive und die Systeme für verschiedene Einsatzbereiche vor. Für die maßbezogene Planung beschreibt der Anbieter außerdem einen Korrekturabzug, der die Gestaltung auf den jeweiligen Wandmaßen zeigt.
Für Interessierte ergibt sich daraus eine klare Reihenfolge: Zunächst werden Einsatzort und Wandfläche bestimmt, anschließend Motiv, Maßstab und Farbwirkung abgestimmt. So lässt sich beurteilen, ob ein großformatiges Bild, eine strukturierte Oberfläche oder ein Belag für besondere Beanspruchungen zur geplanten Einrichtung passt.










