(openPR) Der dänische Hersteller entwickelt Polstermöbel für unterschiedliche Nutzungen auf derselben Fläche. An den Modellen Sleep und Frame zeigt sich, worauf es beim Wechsel zwischen Sitzen, Entspannen und Schlafen ankommt.
Nürnberg. Ein Sofa im Arbeitszimmer soll tagsüber einen Sitzplatz bieten und bei Besuch eine Übernachtung ermöglichen. Wie unterschiedlich sich diese Aufgabe lösen lässt, zeigen die Entwürfe von Softline: Das Modell Sleep arbeitet mit einer verstellbaren Rückenlehne, während Frame als Tagesbett mit Holzbeinen angelegt ist. Beide lassen sich als Einzel- oder Doppelbett nutzen. Damit rückt bei der Einrichtung eine konkrete Frage in den Mittelpunkt: Welche Funktionen braucht ein Raum zu welcher Tageszeit?
Schaumstoff als Ausgangspunkt der Gestaltung
Die Beschäftigung mit wandelbaren Polstermöbeln reicht bei Softline bis in die Anfänge zurück. Das Unternehmen entstand 1979 als Abteilung des dänischen Herstellers für technischen Polyurethanschaum K. Balling-Engelsen A/S. Ausgangspunkt war die Idee, den flexiblen Schaumstoff für funktionale Möbel zu nutzen. Bereits 1980 begann die Zusammenarbeit mit dem Designer Kurt Brandt. Sein Sofa Pax ließ sich mit wenigen Handgriffen in ein Doppelbett verwandeln.
Diese Verbindung von Material und veränderbarer Nutzung prägt das Programm bis heute. Neben Schlafsofas umfasst die Kollektion unter anderem modulare Sofas, Sessel, Hocker und Tische. Die Polstermöbel werden nach Angaben des Unternehmens in der eigenen Fabrik in Dänemark hergestellt und dort von Hand gepolstert. Für Käufer ist damit auch nachvollziehbar, wo ein wesentlicher Teil der Fertigung stattfindet.
Zwei Entwürfe, unterschiedliche Ansätze
Sleep wurde 1999 vom Designerduo busk+hertzog entworfen. Die verstellbare Rückenlehne gehört zu den kennzeichnenden Elementen des Modells. Zusammen mit der Nutzung als Sofa, Einzel- oder Doppelbett eröffnet sie verschiedene Möglichkeiten, auf derselben Stellfläche zu sitzen oder zu liegen. Die Gestaltung konzentriert sich damit auf den Wechsel zwischen mehreren Alltagssituationen.
Einen anderen Ausgangspunkt wählt das Softline-Designteam bei Frame aus dem Jahr 2012. Hier bestimmen Holzbeine und die Form eines Tagesbetts den Entwurf. Der Hersteller nennt eine Liegefläche von 80 beziehungsweise 160 mal 200 Zentimetern. Diese Maße machen deutlich, weshalb bei der Planung beide Zustände betrachtet werden sollten: Ein Möbel kann tagsüber in den Raum passen, während die breitere Schlafanordnung zusätzliche freie Fläche benötigt.
Für die Auswahl bedeutet das, neben dem Grundriss auch die Abläufe im Zimmer zu prüfen. Bleiben Türen und Schränke erreichbar? Wohin kommt der Beistelltisch, wenn Gäste übernachten? Und soll das Möbel vorwiegend zum Sitzen, als Tagesliege oder für gelegentliche Übernachtungen dienen? Solche Fragen helfen, die unterschiedlichen Konzepte anhand der eigenen Nutzung zu beurteilen.
Was ein wechselbarer Bezug im Alltag bedeutet
Auch die textile Oberfläche verdient Aufmerksamkeit. Für Sleep und Frame weist Softline Ersatzbezüge aus, mit denen sich Stoff oder Farbe verändern lassen. Allgemein verfügt nach Herstellerangaben ein Großteil der Kollektion über abnehmbare Bezüge. Bei manchen Möbeln ist für den Austausch allerdings professionelle Hilfe erforderlich.
Abnehmbar bedeutet zudem nicht automatisch waschmaschinengeeignet. Softline empfiehlt, abnehmbare Bezüge nicht zu waschen; mit dem Pflegesymbol P gekennzeichnete Ausführungen können chemisch gereinigt werden. Wer ein Möbel auswählt, sollte deshalb die Pflegehinweise des konkreten Stoffes ebenso berücksichtigen wie dessen Farbe und Haptik. Ein möglicher Bezugswechsel bietet einen Ansatz, die vorhandene Einrichtung weiterzuverwenden und ihre Oberfläche später anzupassen.
Produkte von Softline sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich. Die dortige Herstellerübersicht führt unter anderem Sleep und Frame sowie weitere Schlafsofas und Sessel. Entscheidend für die Auswahl bleibt, wie das jeweilige Modell im eingerichteten Raum genutzt werden soll – einschließlich der Fläche, die erst beim Umbauen gebraucht wird.

















