(openPR) Beim italienischen Hersteller Nube Italia bestimmen sichtbare Metallrohre, zylindrische Polster und kombinierbare Elemente die Gestalt unterschiedlicher Sofas. Die Entwürfe zeigen, weshalb sich bei der Auswahl ein genauer Blick auf Konstruktion und Raumwirkung lohnt.
Nürnberg. Beim Sofa Bold zeichnet ein Metallrohr die Konturen der weichen Polster nach. Bei Tender werden zylindrische Armlehnen mit Bändern aus Veloursleder an der Basis gehalten. Dolmen wiederum setzt auf abgerundete Elemente und einen modularen Aufbau. Drei Entwürfe von Nube Italia machen damit deutlich, wie unterschiedlich sich eine Sitzlandschaft entwickeln lässt – und welche Rolle bereits die Gestaltung der Armlehnen dabei spielt.
Aus der Brianza in die dritte Familiengeneration
Nube wurde 1958 in der italienischen Brianza gegründet. Die Geschichte des Unternehmens ist bis heute mit der Familie Nicoli verbunden. Anfang der 2000er-Jahre übernahmen Simona und Corrado die Nachfolge ihres Vaters und Firmengründers Antonio. Mit dem Eintritt von Stefano im Jahr 2020 kam die dritte Generation hinzu.
Zur Entwicklung der Kollektionen gehören Kooperationen mit Gestaltern wie Carlo Colombo, Marco Corti und Ferdinando Buzzi. Fabio Fantolino begleitet die Marke als Art Director. Neben Polstermöbeln umfasst das Programm unter anderem Betten, Tische, Stühle und Aufbewahrungsmöbel. Der Schwerpunkt auf Proportionen, Materialien und ausgearbeiteten Details lässt sich besonders gut an den unterschiedlichen Sofakonzepten nachvollziehen.
Bold: Ein Sofa, das auch frei im Raum stehen kann
Das 2022 von Fabio Fantolino entworfene Bold arbeitet mit weichen, gerundeten Volumen. Das sichtbare Metallrohr gliedert diese Formen und macht die Konstruktion zu einem Teil der Gestaltung. Nube beschreibt den Entwurf ausdrücklich auch als Sofa für die Raummitte. Seine Wirkung ist damit für eine Aufstellung interessant, bei der das Möbel aus mehreren Richtungen betrachtet wird.
Für die Einrichtungsplanung ergibt sich daraus eine konkrete Frage: Soll das Sofa seinen Platz an einer Wand erhalten oder eine Sitzgruppe innerhalb eines offenen Grundrisses bilden? Bei einer freien Aufstellung verdienen Rückseite, seitliche Konturen und die umlaufenden Wege ebenso viel Aufmerksamkeit wie die Frontansicht. Die Entscheidung über den Standort gehört deshalb bereits an den Anfang der Auswahl.
Dolmen: Die Zusammenstellung beginnt bei den einzelnen Elementen
Einen anderen Ansatz verfolgt Dolmen, ebenfalls ein Entwurf von Fabio Fantolino. Das 2018 vorgestellte Sofa besitzt eine architektonisch geprägte Formensprache mit abgerundeten Ecken. Seine Armlehnen gehören zu den bestimmenden Bestandteilen der ineinandergreifenden Geometrie. Eck-, Abschluss- und Mittelelemente ermöglichen unterschiedlich große Zusammenstellungen. Als Bezüge nennt der Hersteller Stoffe und Leder.
Damit rückt die Planung der gesamten Sitzgruppe in den Vordergrund. Neben der gewünschten Zahl der Sitzplätze sind die Ausrichtung der Elemente und ihr Verhältnis zu Türen, Fenstern und angrenzenden Möbeln zu klären. Ein maßstäblicher Grundriss hilft dabei, die Zusammenstellung zu beurteilen und ausreichende Bewegungsflächen einzuplanen.
Tender: Ein konstruktives Detail wird zum Erkennungsmerkmal
Bei Tender von Carlo Colombo aus dem Jahr 2006 bildet der Zylinder ein charakteristisches Motiv. Besonders sichtbar wird dies an den Armlehnen. Schmale Bänder aus Veloursleder befestigen sie an der Basis und übernehmen zugleich eine dekorative Rolle. Die Verbindung der einzelnen Formen bleibt dadurch ablesbar.
Produkte von Nube Italia sind über die Raum & Form Seidel GmbH erhältlich. Auf der Markenseite bei design-kiste.de stellt das Nürnberger Unternehmen eine Auswahl vor und bietet Beratung sowie die Planung von Wohn- und Schlafräumen an.
Die drei Sofas eröffnen unterschiedliche Ausgangspunkte für eine Einrichtung: eine sichtbare Rahmenstruktur, eine aus Modulen entwickelte Geometrie oder eine prägnant befestigte Armlehne. Wer diese Details mit der vorgesehenen Aufstellung abgleicht, kann genauer beurteilen, welcher Entwurf zum eigenen Raum passt.















