(openPR) Immobilienexperte Kristian Taag aus Hameln empfiehlt Käufern, Sanierungsbedarf und Finanzierung frühzeitig zu prüfen
Hameln. Hohe Neubaukosten rücken Bestandsimmobilien stärker in den Blick von Käufern. Das beobachtet Kristian Taag, Geschäftsführer der Riverside Real Estate GmbH, in seiner Vermittlungspraxis in Hameln und dem Umland. Besonders gefragt seien modernisierte Häuser, die ohne größere Arbeiten bezogen werden können. Bei sanierungsbedürftigen Objekten könne ein niedriger Kaufpreis dagegen über erhebliche Folgekosten hinwegtäuschen.
„Man muss halt mit einem spitzen Stift planen und rechnen, ob man da hinten raus nicht doch in eine finanzielle Misere läuft“, sagt Taag. Entscheidend sei deshalb, den Kaufpreis und die voraussichtlichen Sanierungskosten gemeinsam zu betrachten. Gerade bei älteren Häusern könnten etwa Schadstoffbelastungen oder Feuchtigkeit zusätzliche Arbeiten erforderlich machen. Auch die Verfügbarkeit von Handwerkern und die zeitliche Planung spielten eine Rolle.
Nach Taags Erfahrung wünschen sich viele Käufer ein Haus, in das sie direkt einziehen können. Bei modernisierten Immobilien beobachte er deshalb geringere Preisabschläge – vorausgesetzt, die Lage stimme und der Angebotspreis sei realistisch angesetzt. Bei deutlich sanierungsbedürftigen Häusern werde der notwendige Aufwand dagegen stärker zum Gegenstand der Verhandlungen.
Welche Immobilie sinnvoll ist, hängt für Taag auch von der persönlichen Lebenssituation ab. In Hameln beobachte er beispielsweise ältere Eigentümer, die ihr großes Haus im Umland verkaufen und eine barrierefreie Neubauimmobilie in der Stadt suchen. Für Familien, die sich im ländlichen Raum orientieren, seien neben dem Haus selbst auch die Infrastruktur, Busverbindungen und Freizeitangebote wichtig.
Budget und Wohnbedarf gemeinsam betrachten
„Eine perfekte Immobilie existiert nicht, aber die Lebenssituation zu der Immobilie muss halt grundsätzlich passen“, betont Taag. Er empfiehlt Käufern drei Schritte: zunächst mit der Bank den finanziellen Rahmen klären, anschließend die eigenen Anforderungen festlegen und schließlich den Zustand der Immobilie sowie mögliche Sanierungskosten mit Fachleuten prüfen. Bei einem Bestandsobjekt sei ein zweiter Besichtigungstermin mit einem Gutachter sinnvoll.
Auch Verkäufer älterer Häuser könnten den Verkauf gezielt vorbereiten. Dazu gehörten vollständige Unterlagen, nachvollziehbare Grundrisse und die Prüfung der vorhandenen Genehmigungen. Ebenso wichtig sei eine realistische Preisvorstellung, die den Zustand der Immobilie berücksichtige.
Taags zentrale Empfehlung lautet, „den Hauskauf nicht nur emotional zu betrachten, sondern auch sachlich“. Wer Budget, Wohnbedarf und Sanierungsaufwand frühzeitig zusammenbringe, könne die Entscheidung zwischen Neubau und Bestand fundierter treffen.











