(openPR) Neue MaRisk und DORA verändern das Prüfungsuniversum der Internen Revision
Wer die Prüfungsplanung 2027 lediglich aus dem Vorjahr fortschreibt, riskiert relevante Prüffelder zu spät oder mit einer falschen Gewichtung zu erfassen. Die 9. MaRisk-Novelle, aktuelle DORA-Prüfungserfahrungen und weitere europäische Vorgaben verändern Risikotreiber, Prüfungsfrequenzen und Prüfungsschwerpunkte gleichzeitig. ESG- und Klimarisiken, IKT- und Cyberrisiken, digitale Resilienz, Datenqualität und Künstliche Intelligenz müssen systematisch in Prüfungsstrategie und Prüfungsuniversum einfließen. Zugleich steigen die Anforderungen an eine nachvollziehbare Risikoorientierung und die dokumentierte Anwendung des aufsichtlich geforderten neuen Proportionalitätsprinzips.
Besonders deutlich werden die Veränderungen durch die neuen MaRisk. Die gestrafften Regelungen und der angepasste Anwenderkreis wirken sich unmittelbar auf Risk Assessment, Prüfungsuniversum und Prüfungsturnus aus. Neue Risikotreiber müssen in die Prüfungsfrequenzen einfließen, Governance- und Leitungsprozesse intensiver betrachtet und Datenmanagement sowie Risikodatenqualität als eigene Prüffelder berücksichtigt werden. Auch Modellannahmen und Validierungen, die Begleitung wesentlicher Projekte und gruppenweite Risiken verlangen eine entsprechende Berücksichtigung. Hinzu kommt die explizite Dokumentation des Proportionalitätsprinzips anhand von Größenklassen und Öffnungsklauseln.
DORA verändert die Prüfungsplanung noch grundlegender. IKT-Risikomanagement entwickelt sich zu einem eigenen Prüfungsuniversum, während DORA-Governance, IKT-Risikomanagement-Framework und DORA-Strategie auf ihre Wirksamkeit zu untersuchen sind. Incident- und Meldeprozesse, BCM, Krisenmanagement sowie Response- und Recovery-Pläne müssen ebenso berücksichtigt werden wie Resilienz- und Penetrationstests. Bei kritischen IKT-Drittdienstleistern und Cloud-Auslagerungen rücken Risikobewertung, Vertragsmanagement, Exit-Strategien und Konzentrationsrisiken in den Fokus. Gleichzeitig muss die Prüfungsplanung stärker funktionsübergreifend ausgerichtet werden, weil DORA IT, Informationssicherheit, Risikomanagement, Compliance, BCM und Fachbereiche gleichermaßen betrifft.
Damit ist der Anpassungsbedarf für 2027 noch nicht abgeschlossen. CRR III und CRD VI bringen neue Prüfungsfragen zu Eigenkapitalanforderungen, Kreditrisikomodellen, Output Floor, Governance und ICAAP mit sich. Die EBA-Leitlinien zu Umwelt-Szenarioanalysen werden ab 1. Januar 2027 anwendbar. Der EU AI Act erweitert das Prüfungsspektrum um KI-Governance, Modellkontrollen, Datenqualität und Transparenz, während die Instant Payments Regulation zusätzliche Prüfungsfelder bei Echtzeit-Zahlungsprozessen, Betrugserkennung, Verfügbarkeit und Resilienz schafft.
Das Online-Seminar „Prüfungsplanung 2027 – Anpassung an neue MaRisk- und DORA-Anforderungen“ am 5. November 2026 setzt genau an dieser Neuordnung an. Teilnehmende erfahren, wie die regulatorischen Veränderungen in eine risikoorientierte und proportionale Prüfungsplanung überführt werden können. Im Mittelpunkt stehen die Anpassung von Prüfungsuniversum, Risk Assessment und Prüfungsfrequenzen, neue DORA-Prüffelder, ESG, Datenqualität und KI sowie die Frage, wie neue regulatorische Anforderungen frühzeitig in Schwerpunktprüfungen und Ressourcenplanung einfließen müssen.
Prof. Dr. Ralf Kühn, CIA, CISA, Wirtschaftsprüfer, CPA und Steuerberater bei der Finance Audit Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zeigt, wie Interne Revisionen ihre Prüfungsplanung 2027 an die neue MaRisk-Systematik und DORA-Prüfungserfahrungen anpassen, Proportionalität nachvollziehbar dokumentieren und neue Prüffelder von IKT-Governance und digitaler Resilienz bis ESG, Datenqualität und KI risikoorientiert in Prüfungsuniversum und Prüfungsturnus integrieren können.
Für Banken, Sparkassen und Finanzdienstleister bedeutet dies: Die Prüfungsplanung 2027 muss regulatorische Veränderungen nicht nur ergänzen, sondern in eine konsistente neue Risikoperspektive übersetzen. Prüfungsressourcen, Kompetenzen und Frequenzen müssen dort angepasst werden, wo sich Risikotreiber und aufsichtsrechtliche Erwartungen tatsächlich verändern.
Die zentrale Botschaft: 2027 wird eine Fortschreibung bestehender Prüfungspläne den veränderten Anforderungen kaum gerecht. MaRisk und DORA verschieben das Prüfungsuniversum, während ESG, Cyberrisiken, Datenqualität und KI zusätzliche Schwerpunkte setzen. Wer diese Veränderungen nicht frühzeitig in Risk Assessment, Prüfungsfrequenzen und Ressourcenplanung überführt, riskiert relevante Prüffelder zu spät zu adressieren.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/pruefungsplanung-2027-anpassung-neue-marisk-und-dora-anforderungen






















