(openPR) Als SEM-Spezialisten verfolgen wir natürlich aufmerksam, wie sich das Online-Marketing weiterentwickelt – und prüfen regelmäßig, welche Trends für unsere Kunden tatsächlich relevant werden könnten.
Seit Jahren beschäftigen wir uns mit SEO und GEO (Generative Engine Optimization). Entsprechend neugierig waren wir, als ChatGPT im Sommer angekündigt hat, sein Werbeangebot auch nach Europa und Deutschland zu bringen.
Nachdem wir zunächst die ersten „Kinderkrankheiten“ abgewartet und den großen Konzernen mit ihren üppigen Testbudgets den Vortritt gelassen hatten, war es im September so weit: Wir haben unsere erste kleine ChatGPT-Ads-Testkampagne gestartet.
Große Erwartungen, kleiner Datenschatz
Die Erwartungen waren durchaus groß. Schließlich eröffnet bezahlte Werbung in einem KI-Umfeld einen völlig neuen Zugang zum Empfehlungsbereich generativer Suchsysteme – gewissermaßen SEA beziehungsweise Google Ads für KI-Antworten.
Auch die ersten Klicks und Klickpreise bewegten sich zunächst in einer Größenordnung, die wir aus Google Ads kennen.
Damit enden die Gemeinsamkeiten allerdings auch schon ziemlich schnell.
Das aktuelle Insight-Dashboard ist noch äußerst rudimentär. Neben Impressions, Klicks und ersten CPC-Werten gibt es bisher nicht allzu viele Informationen zur Kampagnenleistung. Für erfahrene Online-Marketer fühlt sich das ein wenig so an, als würde man mit verbundenen Augen auf die Zahlen schauen.
Beim Budget zeigt ChatGPT dagegen deutlich mehr Tatendrang: Nach gerade einmal zehn Tagen waren bereits mehr als 50 Prozent des Gesamtbudgets ausgegeben. Jetzt bleibt spannend, wie sich die Kampagne weiterentwickelt. ?
Kampagnenerstellung und Verifizierung
Die Anzeigen werden zunächst auf Wunsch automatisch auf Basis der Ziel-Website erstellt. Das ist praktisch, sollte aber unbedingt als Ausgangspunkt verstanden und – soweit möglich – individuell überarbeitet werden.
Deutlich anspruchsvoller gestaltet sich der Registrierungs- und Verifizierungsprozess. Was zunächst unkompliziert aussieht, kann abhängig von der Rechtsform schnell etwas komplexer werden. Die anschließende Verifikation hat uns jedenfalls daran erinnert, dass „einfach“ und „schnell“ im Online-Marketing nicht immer dasselbe bedeuten.
Erste Anzeigen können offenbar auch vor Abschluss der Verifizierung geschaltet werden. Wird die Prüfung jedoch nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgeschlossen, werden die Anzeigen pausiert. In unserem Fall hat die Verifizierung glücklicherweise noch rechtzeitig funktioniert.
Erstes Fazit: spannend, aber noch viel Luft nach oben
Für eine objektive Bewertung ist es natürlich noch zu früh. Der Testzeitraum ist kurz, das Budget begrenzt und Tracking beziehungsweise Conversion-Tags waren bisher noch nicht vollständig eingebunden.
Der erste Eindruck fällt deshalb vorläufig aus:
ChatGPT Ads sind spannend, aber aktuell noch eher etwas für Enthusiasten als für Unternehmen, die bereits belastbare Performance-Daten erwarten.
Die grundsätzliche Idee ist interessant. Bei Reporting, Steuerungsmöglichkeiten, Transparenz und Verifizierung besteht allerdings noch deutlich Luft nach oben.
Wir beobachten die Entwicklung weiter und berichten, sobald belastbarere Daten vorliegen. Denn eines ist sicher: KI-Werbung wird für Online-Marketing, SEO, GEO und SEA noch deutlich wichtiger werden.
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