(openPR) Viele Reisende wollen heute nicht mehr nur die bekannten Sehenswürdigkeiten abhaken. Sie möchten auch wissen, wie sich ein Ort anfühlt, wo die Einheimischen essen gehen und wie der Alltag vor Ort aussieht. „Leben wie ein Einheimischer“ ist deshalb zu einem wichtigen Reisetrend geworden. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass 72 Prozent der Reisenden ihr Geld lieber für lokale Aktivitäten als für klassisches Sightseeing ausgeben. Besonders Millennials und die Gen Z suchen auf Reisen nach persönlichen Erlebnissen und möchten einen Ort möglichst unmittelbar kennenlernen.
In Türkiye gehört Gastfreundschaft seit jeher zum Alltag. Das macht es Reisenden leicht, mit den Menschen und dem Leben vor Ort in Kontakt zu kommen. Oft passiert das ganz nebenbei, beim Essen, auf dem Markt oder bei einer Begegnung unterwegs. Bodrum an der Ägäisküste von Muğla ist dafür ein gutes Beispiel. Aus dem früheren Fischerdorf ist längst ein bekanntes Urlaubsziel mit eleganten Hotels, Beachclubs und Restaurants geworden, die auch im MICHELIN Guide zu finden sind. Doch Bodrum besteht nicht nur aus dieser mondänen Seite. Wer den Ort wie ein Einheimischer kennenlernen möchte, findet kleine Buchten, ruhige Straßen, regionale Küche und individuelle Geschäfte. Gerade dort zeigt sich das entspannte Leben an der Ägäis.
Ab ins blaue Wasser
Bodrum liegt am Übergang von Ägäis und Mittelmeer und das Meer gehört hier einfach dazu. In den Marinas liegen große Yachten, an der Küste haben sich international bekannte Beachclubs angesiedelt und in Gümbet, Bitez und Türkbükü ist besonders im Sommer viel los. Wer es ruhiger mag, findet aber genauso seinen Platz. Mazı, Kızılağaç und Güvercinlik zeigen eine andere, ländlichere Seite der Halbinsel. Dazu kommen zahlreiche Blue Flag Strände. Hier kann man den Tag etwas langsamer angehen und das Meer so genießen, wie es auch viele Einheimische tun.
Wie eng Bodrum mit dem Meer verbunden ist, zeigt auch die Geschichte der „Blauen Reise“. Die Tradition hat hier ihren Ursprung. Typisch dafür sind die hölzernen Gulets, die erstmals in Bodrum gebaut wurden. Die Boote verbinden traditionelles Handwerk mit viel Platz und Komfort und bringen ihre Gäste auch zu Buchten, die abseits der üblichen Küstenrouten liegen. Aspat, Kissebükü und Karaada Poyraz sind solche Orte. Hier ankert man im klaren Wasser und verbringt den Tag zwischen kleinen Buchten und weitgehend unberührter Küste.
Einfach durch die Straßen treiben lassen
Auch zu Fuß lernt man Bodrum gut kennen. Weiß getünchte Häuser, Bougainvilleen und schmale Gassen prägen das Stadtbild. Dazwischen liegen kleine Bäckereien, Cafés und Boutiquen, aber auch Märkte und Lebensmittelstände. Am besten lässt man sich einfach ein wenig treiben.
Dabei begegnet man der Geschichte der Stadt fast automatisch. Auf dem Weg zwischen den beiden Häfen kommt die Burg von Bodrum ins Blickfeld. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und beherbergt heute das Museum für Unterwasserarchäologie. Im Sommer ist das Museum im Rahmen des Projekts „Night Museums“ bis 22 Uhr geöffnet. Wer möchte, kann die Burg und ihre Geschichte also auch nach Einbruch der Dunkelheit entdecken.
Auch an anderen Stellen ist die Vergangenheit Bodrums präsent. Dazu gehören das antike Theater und die Überreste des Mausoleums von Halikarnassos. Vom Theater blickt man weit über die Stadt und die Küste. Das Mausoleum von Halikarnassos gehörte einst zu den Sieben Weltwundern der Antike. Seine Ruinen erinnern heute an die lange Geschichte Bodrums.
Etwas abseits der belebteren Straßen stehen die alten Windmühlen der Stadt. Von hier oben hat man einen weiten Blick über Bodrum, den Hafen und die Küste. Es ist meist ruhiger als an vielen anderen Sehenswürdigkeiten und ein guter Ort, um eine Weile stehen zu bleiben und die Stadt von oben zu betrachten.
Essen wie die Einheimischen
Bodrums Küche ist von der Ägäis geprägt, nimmt aber auch Einflüsse aus anderen Ländern auf. Inzwischen hat sie auch die Aufmerksamkeit des MICHELIN Guide auf sich gezogen. Für ein gutes Essen braucht es in Bodrum allerdings nicht unbedingt ein Fine Dining Restaurant. Kleine Lokale und Adressen, die vor allem von Einheimischen besucht werden, gehören genauso zum kulinarischen Leben der Stadt.
Rund um die Burg liegen in den gepflasterten Straßen zahlreiche Meyhanes, die traditionellen Tavernen. Dort werden frisch gefangener Fisch und Meeresfrüchte zusammen mit türkischen Meze und Weinen aus der Region serviert. Und natürlich gibt es nicht nur Fisch. Ein typisches Gericht aus der Gegend ist „Çökertme Kebabı“ mit knusprigen Kartoffeln, Fleisch und Joghurt. Wer bei der Restaurantwahl unsicher ist, kann sich einfach daran orientieren, wo die Einheimischen sitzen.
In kleinen Werkstätten vorbeischauen
Bodrum hat auch eine lange Tradition im Handwerk. In kleinen Werkstätten werden Ledersandalen noch von Hand genäht. Andere Kunsthandwerker stellen Textilien, Schmuck und Dekorationsstücke her, häufig mit Motiven aus der Ägäis.
Wer dort hineinschaut, findet statt klassischer Massenware Dinge, die tatsächlich in Bodrum hergestellt wurden. Gleichzeitig bekommt man einen kleinen Einblick in das Handwerk der Stadt und nimmt vielleicht etwas mit nach Hause, das einen noch lange an die Reise erinnert.
Bildmaterial zu Bodrum














