(openPR) Berlin, 7. September 2026 - Wer am Samstag eine Küche kaufen will, steht vielerorts vor verschlossenen Türen. 32,9 Prozent der deutschen Küchenstudios haben an diesem Tag nicht geöffnet. Das ergibt eine Auswertung von 7.775 Küchenstudio-Standorten, die das Verzeichnis küche.org heute veröffentlicht.
Für 6.220 Betriebe lagen maschinell auswertbare Öffnungszeiten vor. 2.048 davon weisen keinen Samstag aus. Wer samstags öffnet, schließt im Median um 15:00 Uhr, 28,6 Prozent bereits vor 14 Uhr. Sonntags geöffnet haben 63 Betriebe, montags geschlossen sind 16,1 Prozent.
Zwischen den Bundesländern liegen 24,8 Prozentpunkte. In Mecklenburg-Vorpommern ist knapp die Hälfte der Betriebe samstags zu (47,7 Prozent), in Hessen ein Viertel (24,5 Prozent). Die fünf ostdeutschen Flächenländer stehen geschlossen in der oberen Hälfte der Tabelle.
Die Stadtstaaten sind am dünnsten versorgt
Auf 100.000 Einwohner kommen in Deutschland 9,32 Küchenstudios. Zwischen dem dichtesten und dem dünnsten Bundesland liegt der Faktor 1,9: In Sachsen teilen sich 9.364 Einwohner ein Studio, in Hamburg 17.637. Das Schlusslicht bilden die drei Stadtstaaten mit Hamburg (5,67 Studios je 100.000 Einwohner), Berlin (5,95) und Bremen (6,37). Vorn stehen Sachsen (10,68), Bayern (10,67) und Mecklenburg-Vorpommern (10,55).
Für die Stadtstaaten steckt ein Teil der Erklärung in der Statistik selbst. Wer in Hamburg wohnt, kauft seine Küche womöglich in Norderstedt, und dieser Betrieb zählt zu Schleswig-Holstein. Unter den 13 Flächenländern fällt dieser Effekt kaum ins Gewicht.
Bemerkenswert ist die Kombination beider Befunde: Ostdeutschland hat mehr Küchenstudios je Einwohner und zugleich die geringere Verfügbarkeit am Samstag.
Ein Drittel hat einen Wettbewerber unter 500 Metern
Für jeden Standort wurde die Luftlinie zum nächsten anderen Standort berechnet. Der Median liegt bei 0,96 Kilometern. 33,7 Prozent der Betriebe haben einen Wettbewerber in weniger als 500 Metern Entfernung. 142 Betriebe haben mehr als zehn Kilometer bis zum nächsten Wettbewerber.
Die glatte Fünf ist eine Frage der Stichprobe
Die 6.983 bewerteten Betriebe kommen zusammen auf 1.792.790 Google-Bewertungen. Mittelt man über die Betriebe, ergibt sich eine Durchschnittsnote von 4,65. Mittelt man über die einzelnen Bewertungen, sinkt sie auf 4,21. Der Grund liegt in den kleinen Stichproben: Von den Betrieben mit einer bis vier Bewertungen haben 74,1 Prozent glatte 5,0, ab 300 Bewertungen sind es 0,5 Prozent. Eine Fünf-Sterne-Angabe trägt daher wenig, solange die Zahl der Bewertungen daneben fehlt.
Zur Methodik
Grundlage sind 7.775 Küchenstudio-Standorte, Stand 7. September 2026, erhoben aus Google-Unternehmensprofilen und eigener Nachprüfung. Gezählt werden Standorte, nicht Unternehmen: Eine Kette mit zwölf Filialen erscheint zwölfmal. Ein amtliches Register für Küchenstudios existiert nicht, die Branche ist keine eigene Wirtschaftszweig-Position. Die Auswertung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und gilt für den beschriebenen Bestand. Öffnungszeiten und Bewertungen stammen aus den Google-Profilen der Betriebe und sind eine Momentaufnahme zum genannten Stichtag. Entfernungen sind Luftlinien, keine Fahrtstrecken. Einwohnerzahlen: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Grundlage des Zensus 2022, Berichtsjahr 2025.
Der vollständige Report mit den Tabellen für alle 16 Bundesländer steht unter Marktreport 2026 zur Verfügung, die Ländertabelle dort auch als CSV zum Nachrechnen. Zahlen und Tabellen dürfen frei verwendet werden, wenn die Quelle genannt und verlinkt wird. Sonderauswertungen nach Region, Stadt oder Kategorie stellt küche.org Redaktionen kostenfrei bereit.
















