(openPR) Lagersitz verschlissen? Lagerschale beschädigt?
Muss deshalb gleich die komplette Welle oder das Gehäuse ausgetauscht werden?
Oft nicht.
Die Kombination aus Robotik und Laserauftragschweißen eröffnet hier interessante Möglichkeiten für die Reparatur und geometrische Wiederherstellung von Bauteilen.
Der Roboter bringt die Flexibilität hinsichtlich der Geometrie. Unterschiedliche Durchmesser, Bohrungen, Freiformflächen oder schwer zugängliche Bereiche lassen sich über definierte Bewegungsbahnen gezielt bearbeiten. Auch komplexe Bauteile können dabei reproduzierbar abgefahren werden.
Der Laser bringt die Präzision in den Prozess.
Das Material wird genau dort aufgebracht, wo es benötigt wird – lokal begrenzt und mit kontrollierter Energieeinbringung. Im Vergleich zu konventionellen Schweißverfahren ist der Wärmeeintrag sehr gering. Dadurch lassen sich Verzug und Beeinflussung des Grundwerkstoffs reduzieren.
Technisch interessant wird es vor allem bei maßkritischen Funktionsflächen:
➡️ Lagersitze auf Wellen
➡️ Lagersitze in Gehäusen
➡️ Dichtsitze
➡️ Passflächen
➡️ Buchsensitze
➡️ Zapfen und Wellenbereiche
➡️ lokal verschlissene oder beschädigte Konturen
Dabei geht es nicht einfach darum, „irgendwie Material aufzuschweißen“.
Der Prozess muss so ausgelegt werden, dass Werkstoff, Laserleistung, Vorschub, Pulver- bzw. Drahtzufuhr, Überlappung und Schichtaufbau zur jeweiligen Geometrie und Anwendung passen.
Anschließend wird die aufgebrachte Schicht mechanisch bearbeitet – beispielsweise durch Drehen, Fräsen oder Schleifen – bis die ursprüngliche Maß- und Formtoleranz wieder erreicht ist.
Ein weiterer Vorteil: Durch die gezielte Materialaufbringung muss nicht das komplette Bauteil bearbeitet oder beschichtet werden. Nur der tatsächlich verschlissene Bereich wird repariert.
Damit lassen sich insbesondere hochwertige, große oder schwer beschaffbare Bauteile häufig wirtschaftlich wieder in einen definierten Zustand versetzen.




