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Die 1. gemeinsame Versammlung der weltweiten Pastoren zur Verteidigung der Religionsfreiheit und christlicher Innovation

(openPR) Datum: Samstag, 22. August 2026, 14:00 Uhr (GMT+2) Ort: Essen, Deutschland — Teilnahme auch online möglich Sprecher: Fünf Pastoren aus Korea, Russland, Sambia und Ruanda

Fünf Pastoren aus der weltweiten christlichen Gemeinschaft sprachen am 22. August 2026 in Essen über religiöse Verfolgung in Korea und über die Haftsituation eines 95-jährigen Religionsführers. Die Versammlung stand unter dem Leitwort Global Churches Cry for Justice. Die anwesenden Pastoren unterzeichneten eine Petition und eine gemeinsame Erklärung.

Die Versammlung war die erste ihrer Art und Teil einer international laufenden Veranstaltungsreihe. Sie war vor Ort und online gut besucht. Sie gliederte sich in zwei Teile: die Lage in Korea und die weltweiten Proklamationen der vergangenen Monate. Ein Worship-Teil sowie Ankündigungen zu den nächsten Terminen schlossen das Programm ab.

Teil 1 — Die Lage in Korea
Die Einführung ordnete die Lage völkerrechtlich ein: 1948 verabschiedeten die Staaten der Welt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1966 folgte der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR). Artikel 18 des Pakts verbietet Zwang, der die Freiheit zur Wahl einer Religion oder Überzeugung beeinträchtigt, und schützt das Bekenntnis des Glaubens durch Gottesdienst, Befolgung, Praxis und Lehre. Die Republik Korea trat dem Pakt am 10. April 1990 bei.

Vor diesem Hintergrund schilderten die Sprecher zwei Verfahren in Südkorea. Pastor Son Hyun-bo, Senior Pastor der Sekiro-Kirche in Busan, wurde im September in Haft genommen — Vorwurf: parteipolitische Äußerungen vor Wahlen. Nach etwa fünf Monaten kam er frei, sein Verfahren liegt derzeit beim Berufungsgericht. Lee Man-hee, 95-jähriger Vorsitzender der Shincheonji Church of Jesus, wurde wegen des Vorwurfs eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz in Haft genommen und befindet sich weiterhin in Haft. In beiden Fällen begründeten die Gerichte die Haftbefehle mit Fluchtgefahr; beide Fälle stehen stark in der Öffentlichkeit.

Die Sprecher warnten, dass Gläubige zunehmend über die öffentliche Meinung an den Rand gedrängt werden, und dass unklar bleibt, ob Kritik an der Regierung in Predigt oder Vortrag ein Grund für die Auflösung einer Religionsgemeinschaft sein kann. Ihre Forderung an die Regierung: einen Raum für Dialog öffnen, überzogene Ermittlungen beenden und die Unterdrückung religiöser Gemeinschaften stoppen. Die Religionsfreiheit sei in der Verfassung der Republik Korea seit deren Gründung garantiert.

Die fünf Beiträge
01 Kim Gun — Vorsitzender der Yeongnam-Presbyterie, Presbyterianische Kirche von Korea „When Politics Judges Religion" Kim Gun stellte die Frage, an wen sich das Prinzip der Trennung von Kirche und Staat richtet. Artikel 20 der koreanischen Verfassung garantiere Religionsfreiheit und verbiete eine Staatsreligion; das Prinzip verpflichte damit vor allem die Staatsgewalt. Dass eine religiöse Person politische Ansichten äußert, sei allein noch kein Verstoß. Zu prüfen sei die Rechtmäßigkeit konkreter politischer Handlungen — nicht der Glaube oder die Lehre einer Gemeinschaft; Shincheonji dürfe nicht als Religion kriminalisiert und ihre Gläubigen nicht als politische Gegner behandelt werden. Mit Amos 5,24 („Es soll aber das Recht strömen wie Wasser") mahnte er, Gerechtigkeit dürfe nicht nach politischer Zugehörigkeit fließen. Persönlich verwies er auf seinen Vater, einen im Koreakrieg verwundeten Kriegsveteranen, und darauf, dass auch Lee Man-hee als junger Mann im Koreakrieg gedient habe und nun in großer Hitze in Haft sitze.

02 Lim Young-woong — Senior Pastor der Saeheemang-Kirche, Presbyterianische Kirche von Korea; aktiv im Global Bible Reading Headquarters „Dissolution of a Religious Corporation — Not the Problem of One Denomination or One Nation" Seine Leitfrage: Wo verläuft die Grenze, wenn der Staat Religionsgemeinschaften auflösen kann — und wer garantiert, dass der heute gesetzte Maßstab morgen nicht die eigene Kirche trifft? Er verwies auf Japan: Im März 2025 ordnete das Bezirksgericht Tokio die Auflösung der Family Federation for World Peace and Unification (vormals Vereinigungskirche) an, das Obergericht Tokio bestätigte sie im März 2026, am 22. Juni desselben Jahres wies der Oberste Gerichtshof die Sonderbeschwerde ab. Aufgelöst worden sei nicht der Glaube, sondern der Status als Religionskörperschaft — mit dem Verlust von Steuervorteilen und der Liquidation des Vermögens. In Korea existierten viele Religionsgemeinschaften als Non-Profit-Körperschaften nach Zivilrecht; Artikel 38 des Zivilgesetzes erlaube den Widerruf der Errichtungsgenehmigung u. a. bei Handlungen, die dem öffentlichen Interesse schaden. Wer diesen unbestimmten Maßstab auslegt, sei die eigentliche Frage. Er nannte den Widerruf der Genehmigung eines Shincheonji-nahen Vereins und das Verfahren gegen HWPL durch die Stadt Seoul im Jahr 2020 sowie die Prüfung von Auflösungsmöglichkeiten auf Regierungsebene ab Dezember 2025. Einschränkungen müssten nach Artikel 18 ICCPR gesetzlich vorgesehen und strikt notwendig sein. Zum Abschluss rief er zur Beteiligung an einer elektronischen Petition an die Nationalversammlung auf.

03 Vitaly Kyrylovich Vlasenko — Generalsekretär der Russian Evangelical Alliance; Lead Pastor der Moscow City Church; European Evangelical Alliance „Public opinion cannot be a verdict" Seine Frage: Dürfen sich rechtliche Maßstäbe ändern, wenn eine Religion zum Ziel öffentlicher Ablehnung wird? Je größer der öffentliche Druck, desto unparteiischer müsse ein Gericht sein. Er zeichnete die Entwicklung nach: Im November 2019 gab Shincheonji an, 103.764 Personen hätten das Zion Christian Mission Center abgeschlossen; im Februar 2020 wurde ein COVID-19-Ausbruch in Daegu mit der Gemeinschaft in Verbindung gebracht. Eine Petition zur Zwangsauflösung erreichte binnen zwei Tagen mehr als eine halbe Million Unterschriften und später über eine Million. Der Oberste Gerichtshof habe Lee Man-hee vom Vorwurf des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz freigesprochen, andere Verurteilungen aber bestätigt — ein Gericht habe eben nicht über gut oder böse zu urteilen, sondern jeden Vorwurf einzeln zu prüfen. Im aktuellen Verfahren nach dem Parteiengesetz sei der Haftbefehl mit der Gefahr der Beweisvernichtung begründet worden.

04 Elias Elijah Changa — Overseer und Senior Pastor, Omega Power Ministries International Embassy (OPMIE); Gründer und Präsident, Missionary Ambassadors for Global Evangelism (MAGE); Chaplain, Zambia Police Service „The Contributions and Human Rights of a 95-Year-Old Religious Leader" Rechtspflege und Schutz der Menschenwürde müssten zusammen wirken. Er erinnerte an die Friedensarbeit und den interreligiösen Dialog des Vorsitzenden Lee Man-hee, unter anderem über die Initiativen von HWPL — das begründe weder Unschuld noch eine Ausnahme vom Gesetz. Über Schuld oder Unschuld entscheide allein das Gericht auf Grundlage von Recht und Beweisen, nicht öffentlicher Druck oder religiöse Vorbehalte. Aus der Erfahrung der Gefängnis- und Sozialarbeit verwies er auf die besondere Härte von Haft für alte Menschen und bat die zuständigen Behörden, rechtlich vorgesehene Alternativen zu prüfen: Kaution, Aufenthaltsbeschränkungen oder medizinische Unterbringung. MAGE wolle nicht in die koreanische Justiz eingreifen, sondern an ein Prinzip erinnern, das über Nationalität und Konfession hinausreicht.

05 Rugagi Innocent — Gründer der General Assembly of the Rwanda Redeemed Gospel Church (Ruanda, Kanada, DR Kongo) „We must protect religious freedom, and the global church must unite for this cause" Er sprach als Zeuge einer globalen Krise des Glaubens und erklärte im Namen der weltweiten Kirche Solidarität. In Afrika, das viele Konflikte erlebt hat, sei die Botschaft des Friedens und der Abbau religiöser Feindschaft eine Frage des Überlebens; die Lebensarbeit von Lee Man-hee an der Spitze von HWPL sei dafür ein Meilenstein. Mit 95 Jahren sei ein Mensch außerordentlich verletzlich; internationale Standards wie die UN-Mandela-Regeln rieten von Haft älterer Menschen ab, wenn keine Gewalt und keine Fluchtgefahr vorliegen, und empfehlen Alternativen wie Kaution. Seine Forderung: ein Verfahren ohne Haft und sofortige Freilassung auf Kaution, bis der Fall fair geklärt ist.

Teil 2 — Proklamationen, Petition und gemeinsame Erklärung
Der zweite Teil gab einen Überblick über die Proklamationen der vergangenen Monate und über die Veranstaltungsreihe, die derzeit an mehreren Orten weltweit stattfindet; die Versammlung in Essen war Teil dieser Reihe. [Liste der Orte und Daten aus der Präsentation ergänzen.]

Im Anschluss unterzeichneten die anwesenden Pastoren eine Petition sowie eine gemeinsame Erklärung. [Kernforderungen und Zahl der Unterzeichner ergänzen.]

Zum Abschluss folgten ein Worship-Teil und die Ankündigung der nächsten Termine: eine weitere Bible Masters Class für Pastoren sowie eine Konferenz Ende Oktober 2026. [Datum, Ort und Anmeldung ergänzen.]

Nächste Termine Bible Masters Class für Pastoren — Wird noch angekündigt
Nächste Konferenz — Ende Oktober 2026 ·

Veranstalter
Ausrichter: Council for Christian Mutual Growth · (Corp) Korea Christian Leaders Training Institute · Pastors Alliance for Life and Human Rights

Mitveranstalter: Russian Evangelical Alliance (REA) · Missionary Ambassadors for Global Evangelism (MAGE) · Thai Evangelical Alliance Association · South African Leaders Coalition for Faith, Freedom, and Justice

Bildmaterial
Alle Aufnahmen vom 22. August 2026 in Essen. Gesichter von Teilnehmenden sind unscharf gemacht. Verwendung honorarfrei im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Versammlung, mit Bildnachweis.

01 — Die anwesenden Pastoren zeigen die unterzeichnete gemeinsame Erklärung und die Petition. 02 — Ansprache vor den Teilnehmenden im Konferenzraum. 03 — Rückblick auf die Proklamationen und Aktionen in weiteren Städten. 04 — Videobeitrag zur Lage in Korea; die Versammlung wurde zugleich online übertragen.

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