(openPR) Das ordnungspolitische Leitbild des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes weist nicht in Richtung Wettbewerb, sondern in Richtung Einheitskasse, Staatsmedizin und Versorgungsmanagement. Die Einnahmen der Krankenkassen werden einem zentralen Fonds zugeführt, die Ausgaben werden über Zwangsverbände gesteuert und die Leistungserbringung wird bis ins einzelne Detail diktiert. Eine wesentliche Neuerung für niedergelassene Ärzte liegt nicht in der Errichtung einer neuen Bürokratie, sondern in der Absicht, Versorgungsprozesse der unterschiedlichen Leistungserbringer gesetzlich zu regeln, neue Organisationsformen zu schaffen und die freie (Unternehmens-) Führung aller Leistungserbringer zurückzudrängen. Versicherte sollen zukünftig einen gesetzlichen Anspruch auf ein Versorgungsmanagement haben, insbesondere zur Lösung von Schnittstellenproblemen beim Übergang in die verschiedenen Versorgungsbereiche.
Das heutige Gesundheitswesen beruht (noch) auf dem freiberuflichen Modell. Die Arbeit in Netzwerken oder Gemeinschaften (integrierte Versorgung, medizinische Versorgungszentren, Versorgungsmanagement, Teilgemeinschaftspraxen) stellt dieses Modell in Frage, erfordert Lernprozesse, persönlichen Einsatz und die Anerkennung der Unterschiedlichkeit aller Fachrichtungen und Gesundheitsberufe.
Koordination und Integration, die Netzwerken und Gemeinschaften zu Grunde liegt, ist eine neuartige Tätigkeit für das Gesundheitssystem. Sie ist in erster Linie eine Kommunikations- und Organisationstätigkeit, die entsprechende Management Techniken und betriebswirtschaftliche Ausbildung erfordert. Der Verlust an Entscheidungsfreiheit für einzelne Leistungserbringer, die mit neuen Netzstrukturen einhergeht, muss durch Vorteile kompensiert werden. „Ein Netzwerkkonzept bedeutet ein tiefgreifendes Umdenken aller Beteiligten“ sagt Thomas Bade, Geschäftsführer der Fürther Unternehmensberatung Salenus GmbH.
Das Berufsrecht für Ärzte ist im Hinblick auf bevorstehende Änderungen im Sozialgesetzbuch so „liberalisiert“ worden, dass Ärzte und andere Leistungserbringer ihre Wettbewerbsfähigkeit wahren können (Berufsausübungsgemeinschaften, virtuelle Großpraxis, Teilgemeinschaftspraxen, Medizinische Versorgungszentren). Mögliche Probleme liegen in der mangelnden Kenntnis der Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Branchen.
„Wir wollen Ärzten die Kompetenz vermitteln, weitgehend unabhängig von Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen ihre eigene Zukunft selbst zu gestalten,“ sagt Bade.
Salenus hat sich darauf spezialisiert, individuelles Coaching von Einzelpraxen mit aufeinander abgestimmten Management Techniken unterschiedlicher Netzwerkteilnehmer zu verbinden. Dadurch wird der Synergieeffekt besonders wirkungsvoll, denn beteiligte Ärzte gewinnen Klarheit über die langfristigen Ziele eines Netzwerks mit unterschiedlichen Leistungserbringern. Kontinuierliche Beratungsleistungen helfen, Schwierigkeiten bei zukünftigen Entscheidungen aufzulösen, die Motivation unter den Netzwerkteilnehmern zu stärken und das Selbstvertrauen bei allen Beteiligten zu festigen. Wer als Arzt im Team tätig ist, benötigt zusätzliche fachliche (betriebswirtschaftliche) Kompetenz, um die Tätigkeit in einer Netzwerkstruktur ausüben zu können. „Es ist ein Paradigmawechsel im Denken und Lernen, den das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz mit sich bringen wird“, sagt Thomas Bade.
Beratungsleistungen der Salenus GmbH unterstützen Ärzte bei dem notwendigen Aufbau von Netzwerkstrukturen (MVZ, integrierte Versorgung, Versorgungsmanagement, Teilgemeinschaftspraxen). Salenus Leistungen und Management Techniken beinhalten:
1) Vorgespräche und Workshops für Ärzte;
2) Suche nach Partnerpraxen und anderen Leistungserbringern;
3) Vernetzung der Kollegen mit gemeinsamer Internet-Plattform;
4) Aufbau eines gemeinsamen Buchungssystems;
5) Steuerrechtliche Aspekte (Umsatzsteuerfreiheit, gewerbliche Leistungen);
6) Analyse aller Ertragspotenziale;
7) Qualitätsmanagement für Praxen des Verbundes;
8) Professionelle und wirtschaftlich ertragreiche Weiterentwicklung der Netzwerke und
9) Systematisches Projektmanagement.
Das Berater Team der Salenus GmbH koordiniert alle Management Techniken und Maßnahmen mit renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Rechtsanwaltskanzleien. So entsteht aus einer unübersichtlichen Ausgangssituation eine moderne, leistungsfähige Netzwerkstruktur, mit Kompetenzen auf allen notwendigen Ebenen und leistungsfähigen und hochmotivierten Partnern.








