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Max Maurischat: Warum Investorenansprache lange vor der Finanzierungsrunde beginnt

Max Maurischat, Gründer und CEO der SQUAREVEST AG, Experte für Wachstum und Reputation. (© SQUAREVEST AG)
Max Maurischat, Gründer und CEO der SQUAREVEST AG, Experte für Wachstum und Reputation. (© SQUAREVEST AG)

(openPR) Unternehmen, die wachsen oder zusätzliches Kapital aufnehmen wollen, sollten ihre Investorenansprache nicht erst mit der Suche nach möglichen Geldgebern beginnen. Max Maurischat, Gründer und CEO der SQUAREVEST AG, sieht eine klare Positionierung, professionelle Kapitalmarktkommunikation und eine belastbare öffentliche Reputation als wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Wachstumsstrategien.

Ein überzeugendes Geschäftsmodell, solide Kennzahlen und Wachstumspotenzial bilden die wirtschaftliche Basis eines Unternehmens. Ob diese Qualitäten von potenziellen Investoren, Geschäftspartnern und Kunden tatsächlich erkannt werden, hängt jedoch zunehmend davon ab, wie verständlich und glaubwürdig sich ein Unternehmen nach außen präsentiert.

Denn lange vor einem persönlichen Gespräch beginnt heute die digitale Recherche. Interessenten informieren sich über das Unternehmen, das Management, bisherige Entwicklungen und die öffentliche Wahrnehmung. Suchmaschinen, Fachmedien, Unternehmensprofile und zunehmend auch digitale Assistenzsysteme prägen innerhalb kurzer Zeit einen ersten Eindruck.

Für Max Maurischat, Gründer und CEO der SQUAREVEST AG, beginnt professionelle Investorenansprache deshalb wesentlich früher als mit dem Versand eines Pitchdecks oder der Kontaktaufnahme zu potenziellen Kapitalgebern.

Kapitalbeschaffung beginnt mit der Positionierung

Unternehmen, die innerhalb der kommenden zwölf bis 18 Monate expandieren, neue Märkte erschließen oder Kapital aufnehmen möchten, sollten frühzeitig prüfen, wie sie von außen wahrgenommen werden.

Entscheidend ist zunächst, ob ein potenzieller Investor das Geschäftsmodell schnell verstehen kann: Womit verdient das Unternehmen Geld? Welcher Markt wird adressiert? Was unterscheidet das Angebot vom Wettbewerb? Welche Entwicklung hat bereits stattgefunden und wofür soll zusätzliches Kapital eingesetzt werden?

Hinzu kommt die Wahrnehmung des Managements. Gerade bei Wachstumsunternehmen investieren Kapitalgeber nicht allein in Produkte, Technologien und Kennzahlen, sondern auch in die Fähigkeit der verantwortlichen Personen, die geplante Strategie umzusetzen.

Maurischat fasst die Aufgabe professioneller Kommunikation entsprechend zusammen: „Gute Kapitalmarktkommunikation erfindet keine Substanz. Sie macht vorhandene Substanz verständlich.“

Damit wird Kommunikation zu einem Bestandteil der Finanzierungsvorbereitung.

Reputation beeinflusst wirtschaftliche Entscheidungen

Auch die digitale Reputation eines Unternehmens erhält in diesem Zusammenhang eine wachsende wirtschaftliche Bedeutung.

Investoren recherchieren vor einem möglichen Engagement ebenso wie Kunden vor einem größeren Vertragsabschluss oder Unternehmen vor einer neuen Geschäftspartnerschaft. Dabei werden nicht nur die eigene Unternehmenswebsite und aktuelle Kennzahlen betrachtet. Medienberichte, Interviews, Fachbeiträge, Bewertungen und Informationen über das Management ergänzen das Bild.

Problematisch kann es werden, wenn sich ein Unternehmen wirtschaftlich bereits deutlich weiterentwickelt hat, die öffentlich auffindbaren Informationen jedoch noch eine frühere Phase widerspiegeln.

Neue Märkte, zusätzliche Kunden, Veränderungen im Management oder eine Erweiterung des Geschäftsmodells sollten deshalb nachvollziehbar dokumentiert werden.

Professionelle PR kann dazu beitragen, diese Entwicklung sichtbar zu machen. Dabei geht es nach Maurischats Ansatz nicht um möglichst viele Veröffentlichungen, sondern um ein konsistentes Gesamtbild.

PR und Marketing als Bestandteil der Wachstumsstrategie

Ein einzelner Presseartikel führt noch nicht zu mehr Umsatz oder einer erfolgreichen Finanzierungsrunde. Kontinuierliche Unternehmenskommunikation kann jedoch die Voraussetzungen verbessern, unter denen Vertriebsgespräche, Kooperationen und Investorengespräche stattfinden.

Wer bereits vor dem ersten Kontakt nachvollziehen kann, wofür ein Unternehmen steht, welche Entwicklung es genommen hat und welche Ziele verfolgt werden, beginnt ein Gespräch auf einer anderen Informationsbasis.

SQUAREVEST verbindet deshalb Public Relations, Reputationsmanagement, Suchmaschinenpräsenz, Kapitalmarktkommunikation und Performance-Marketing stärker miteinander.

Im Mittelpunkt steht nicht allein die Reichweite.

Gerade bei spezialisierten B2B-Unternehmen oder erklärungsbedürftigen Geschäftsmodellen kann eine vergleichsweise kleine, aber wirtschaftlich relevante Zielgruppe wertvoller sein als eine hohe Zahl unspezifischer Kontakte.

Kommunikation soll dort wirken, wo potenzielle Kunden, Geschäftspartner oder Investoren tatsächlich recherchieren und Entscheidungen vorbereiten.

Eine überzeugende Investmentstory braucht mehr als Zahlen

Auch bei der Entwicklung einer Investmentstory spielen Zahlen weiterhin eine zentrale Rolle. Für eine nachvollziehbare Unternehmensgeschichte benötigen sie jedoch Kontext.

Steigender Umsatz allein erklärt beispielsweise noch nicht, weshalb ein Unternehmen wächst. Eine positive Marktprognose beantwortet nicht automatisch die Frage, weshalb gerade dieses Unternehmen profitieren wird. Und ein zusätzlicher Kapitalbedarf wird für Investoren erst dann nachvollziehbar, wenn klar wird, wofür die Mittel eingesetzt werden sollen.

Eine überzeugende Investmentstory verbindet deshalb die bisherige Unternehmensentwicklung mit der heutigen Marktposition und den geplanten nächsten Schritten.

Übertreibungen seien dabei eher kontraproduktiv. Professionelle Anleger erwarten keine risikofreie Erfolgsgeschichte, sondern nachvollziehbare wirtschaftliche Zusammenhänge und eine realistische Darstellung von Chancen und Herausforderungen.

Digitale Recherche verändert die Unternehmenskommunikation

Zusätzlich verändert sich derzeit die Art, wie Informationen über Unternehmen gesucht und ausgewertet werden.

Neben klassischen Suchmaschinen kommen zunehmend KI-basierte Systeme zum Einsatz, die Informationen aus unterschiedlichen öffentlich zugänglichen Quellen zusammenführen. Dadurch gewinnen klare, aktuelle und thematisch konsistente Unternehmensinformationen zusätzlich an Bedeutung.

Maurischat sieht künstliche Intelligenz dabei vor allem als Werkzeug zur Unterstützung von Recherche, Analyse und Kommunikationsprozessen – nicht als Ersatz für unternehmerische Positionierung.

Sein Grundsatz lautet: „Technologie kann Strategie unterstützen. Sie kann sie nicht ersetzen.“

Im Mittelpunkt bleibe die Frage, wofür ein Unternehmen stehen soll und welche wirtschaftlichen Ziele mit der Kommunikation unterstützt werden sollen.

Unternehmen sollten frühzeitig ihre Außendarstellung prüfen

Vor einer geplanten Wachstums- oder Finanzierungsphase empfiehlt sich daher zunächst eine Bestandsaufnahme.

Unternehmen sollten prüfen, welches Bild ein potenzieller Investor bei einer ersten Recherche erhält. Ist das Geschäftsmodell verständlich? Sind wesentliche Meilensteine dokumentiert? Wird die Kompetenz des Managements sichtbar? Sind die verfügbaren Informationen aktuell? Und lässt sich erkennen, wohin sich das Unternehmen entwickeln möchte?

Erst auf dieser Grundlage sollte entschieden werden, welche Maßnahmen in den Bereichen PR, Kapitalmarktkommunikation, Reputation, Marketing und Investorenansprache sinnvoll sind.

Kurzfristig wenige Wochen vor einer Finanzierungsrunde Aufmerksamkeit erzeugen zu wollen, greift aus dieser Perspektive zu kurz. Glaubwürdigkeit entsteht vor allem durch Kontinuität.

SQUAREVEST erweitert den Ansatz von Reputation zu Wachstum

Auch SQUAREVEST hat seinen eigenen Ansatz in den vergangenen Jahren entsprechend weiterentwickelt.

Aus dem Schwerpunkt auf digitaler Reputation und Sichtbarkeit entstand ein breiteres Angebot rund um Public Relations, Unternehmenspositionierung, Kapitalmarktkommunikation, digitale Sichtbarkeit und zielgruppenorientiertes Marketing.

Die zentrale Frage lautet dabei nicht, wie ein Unternehmen möglichst viel Aufmerksamkeit erzeugt.

Entscheidend ist vielmehr, ob Kommunikation wirtschaftlich relevante Ergebnisse vorbereitet: Wird das Unternehmen besser verstanden? Entsteht Vertrauen? Werden qualifizierte Kontakte erreicht? Unterstützt die öffentliche Wahrnehmung den Vertrieb? Und werden potenzielle Investoren auf das Unternehmen aufmerksam?

Für Wachstumsunternehmen können diese Faktoren zunehmend miteinander verbunden sein.

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