(openPR) Kaiserslautern. „Das ist alternativlos." Mit diesem Satz enden Diskussionen in politischen Debatten ebenso wie in mittelständischen Unternehmen und Verwaltungen. Für den Kaiserslauterer Berater für Führung und Entscheidungsfähigkeit, Rolf Dindorf, beginnt an genau dieser Stelle jedoch die eigentliche Führungsfrage.
„Wer eine Entscheidung als alternativlos bezeichnet, trägt die Begründungslast", sagt Dindorf. „Sachzwänge können Entscheidungen begrenzen. Sie entbinden aber niemanden davon zu erklären, warum genau diese Entscheidung getroffen wurde."
Nach seiner Beobachtung entstehen solche Sätze selten aus böser Absicht, sondern aus Gewohnheit. Aus einer früher sinnvollen Regel wird mit der Zeit eine Selbstverständlichkeit, die niemand mehr prüft – und irgendwann erscheint eine Entscheidung zwingend, obwohl sich die Bedingungen dahinter längst verändert haben könnten.
„Ein einfacher Prüfstein lautet: Was müsste sich ändern, damit das hier nicht mehr gilt?", so Dindorf. „Lässt sich diese Frage konkret beantworten, spricht vieles für einen tatsächlichen Sachzwang. Bleibt die Antwort aus, verschiebt sich die Diskussion häufig von der Sache auf die Person, die nachfragt – auch das ist ein Befund, kein Zufall."
Mit seinem GILT-Prinzip untersucht Dindorf nicht nur einzelne Entscheidungen, sondern die Bedingungen, unter denen sie entstehen und innerhalb einer Organisation als selbstverständlich gelten.
Diese Überlegungen hat Dindorf in seinem aktuellen Fachbeitrag „Wenn Entscheidungen alternativlos erscheinen" vertieft.
„Organisationen verlieren ihre Entscheidungsfähigkeit nicht dort, wo Sachzwänge bestehen", sagt Dindorf. „Sie verlieren sie dort, wo niemand mehr verlangt, dass Entscheidungen nachvollziehbar begründet werden."













