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Behörden im Kampf gegen digitale Desinformation stärken

(openPR) Wie können staatliche Institutionen und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS - Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) effektiver gegen Desinformation in digitalen Medien vorgehen? Mit dieser drängenden Frage beschäftigt sich das neu bewilligte Forschungsprojekt BOSNET (Behördenübergreifende Informationsbewertung und Austausch von Wissen im Umgang mit Desinformation), das von dem Potsdamer Wirtschaftsinformatiker Professor Dr. Stefan Stieglitz koordiniert wird. An der Universität zu Köln ist der Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung von Professorin Dr. Dr. Frauke Rostalski beteiligt. Zudem sind die Universität Bamberg und die Universität Tübingen – Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) beteiligt. Wirtschaftspartner ist die Virtimo AG während die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) als Behördenpartner am Projekt beteiligt ist.
Das Projekt wird ab Juli 2026 im Förderprogramm „Vertrauen in Demokratie und Staat: Digitale Desinformation erkennen und abwehren“ durch das BMFTR mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert.
BOSNET entwickelt Wege, die Handlungsfähigkeit von Behörden und Organisationen im Umgang mit Desinformation zu stärken. Im Mittelpunkt stehen die Bewertung von Verdachtsfällen und der Aufbau von Strukturen für einen behördenübergreifenden Wissensaustausch. Dafür wollen die Forschenden unter anderem ein KI-basiertes Analysemodul entwickeln, das die Erkennung von Desinformation unterstützt. Darauf aufbauend ermöglicht ein geplantes Vernetzungsmodul den BOS, sich zu vernetzen und das Entlarven und Widerlegen von Falschinformation – das sogenannte Debunking –, zu koordinieren. Eine gemeinsame Wissensdatenbank mit Informationen zu Desinformationsfällen und behördlichen Reaktionen schließlich dient dazu, die zusammengestellten Informationen und Strategien jederzeit abrufbar bereitzuhalten.
Die Leitung des rechtswissenschaftlichen Teilprojekts wird Frauke Rostalski innehaben. Dieses Teilprojekt wird im Gesamtverbund insbesondere zu Bedingungen und Grenzen der geplanten Kommunikationsmaßnahmen forschen. Die Projektarbeit wird in enger Abstimmung mit den interdisziplinären Projektpartnern realisiert.
Professorin Rostalski sagt: „Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Desinformation greift das Projekt rechtlich und gesellschaftlich hochrelevante Fragestellungen auf, deren Beantwortung für den freiheitlichen Rechtsstaat von erheblicher Bedeutung ist. Der interdisziplinäre Ansatz trägt dabei den Herausforderungen des Einsatzes von KI im Sicherheitsbereich angemessen Rechnung.“
Der Rektor der Universität zu Köln, Joybrato Mukherjee, sagt: „Ich beglückwünsche Frau Professorin Rostalski und Ihre Kolleginnen und Kollegen zum Erhalt der Förderung. Das Forschungsprojekt BOSNET greift ein wichtiges Problem auf, das die Demokratie und die Glaubwürdigkeit der staatlichen Institutionen bedroht. Wissenschaftliche Expertise kann hier direkt in die Gesellschaft hineinwirken und helfen, Desinformation zu verhindern.“
„Das Projekt leistet einen Beitrag zur Stärkung des Vertrauens in staatliche Institutionen und greift aktuelle Debatten zu KI-generierter Desinformation, Deepfakes und koordinierten Kampagnen in sozialen Netzwerken auf“, sagt Projektleiter Professor Stefan Stieglitz. „Durch praxisnahe Lösungen für Sicherheitsbehörden wollen wir nicht zuletzt die öffentliche Diskussion über den Umgang demokratischer Gesellschaften mit digitaler Desinformation bereichern.“

Inhaltlicher Kontakt:
Professorin Dr. Dr. Frauke Rostalski
+49 221 470 4864
E-Mail

Presse und Kommunikation:
Robert Hahn
+49 221 470 2396
E-Mail

Verantwortlich: Dr. Elisabeth Hoffmann – E-Mail

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Professorin Dr. Dr. Frauke Rostalski
+49 221 470 4864
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