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Cyberagentur eröffnet Büro Dresden

(openPR) Die Cyberagentur hat am Donnerstag die neuen Büroräume ihres Projektbüros Dresden offiziell eröffnet. An der Veranstaltung nahmen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden teil. Vertreten waren unter anderem der Amtschef des Sächsischen Staatsministeriums des Innern und weitere Vertreter der sächsischen Ministerien, das BSI aus Freital, die Technische Universität Dresden, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, die Hochschule Mittweida, und ansässige Foschungsinstitute: Ebenfalls war Silicon Saxony vertreten und auch große Chiphersteller, sowie Unternehmen mit hohem Forschungspotenzial aus den Bereichen Cybersicherheit, Kommunikation sowie Hard- und Softwareentwicklung haben den Weg in das Projektbüro gefunden.

Dresden ist für die Cyberagentur eine bewusste Standortentscheidung. Der Technologie- und Halbleiterstandort schafft ein Umfeld, in dem Forschung, industrielle Anwendung, Talente und gewachsene Netzwerke unmittelbar zusammenkommen. Genau dieses Umfeld ist für Fragen der Cybersicherheit von strategischer Bedeutung.

„Dresden ist für uns kein reines Aufbauprojekt. Dieser Standort ist ein Angebot zum Gespräch und zur Zusammenarbeit für technologische Souveränität“, sagt Bettina Bubnys, kaufmännische Geschäftsführerin der Cyberagentur. „Damit anspruchsvolle Forschung wirksam werden kann, braucht es tragfähige Strukturen: verlässliche Prozesse, sichere Arbeitsfähigkeit, klare Zuständigkeiten und die Nähe zu starken Partnern. All das kommt im Dresdner Projektbüro zusammen.“

Mit der Eröffnung erhält die Abteilung „Vertrauenswürdige Technische Wertschöpfungsketten“ der Cyberagentur einen zentralen Arbeitsort in Dresden. Inhaltlich richtet sich der Schwerpunkt auf die Frage, wie digitale Lösungen vom Anfang bis zum Ende vertrauenswürdig gestaltet werden können. Denn Vertrauen in digitale Systeme entsteht nicht erst bei der Anwendung. Es beginnt bei Rohstoffen, geht über die Hardware und Software sowie die dazugehörige Architektur, die Kommunikation zwischen Systemen und endet schlussendlich beim Nutzer und damit bei Fragen der digitalen Identität und des Verbraucherschutzes.

Die Abteilung arbeitet in drei zentralen Themenfeldern. Es geht um vertrauenswürdige IT-Architekturen und Lieferketten. Im Mittelpunkt stehen nachweisbar sichere IT-Produkte und nachhaltig abgesicherte Lieferketten. Das zweitgrößte Forschungsprogramm, Ökosystem vertrauenswürdige IT (ÖvIT), ist hier fest verankert. Zudem gehört die vertrauenswürdige Kommunikation zur Abteilung in Dresden. Vernetzte Systeme müssen nicht nur leistungsfähig, sondern auch gesichert und unterbrechungsfrei kommunizieren können. Außerdem befasst sich die Abteilung mit Identitäten und Verbraucherschutz im Cyberraum. Ziel sind digitale Dienste, die Identitäten schützen, Transparenz schaffen und die digitale Vigilanz von Bürgerinnen und Bürgern stärken.

Diese Themenfelder werden nicht isoliert bearbeitet. Sie sind eng mit den anderen Abteilungen der Cyberagentur verknüpft. Vertrauenswürdige Wertschöpfungsketten berühren Fragen komplexer Systeme, sicherer Gesellschaften und Schlüsseltechnologien. Hardware, Software, Kommunikation, Nutzerverhalten und gesellschaftliche Akzeptanz lassen sich nicht getrennt voneinander betrachten. Deshalb setzt die Cyberagentur auch in Dresden auf interdisziplinäre Zusammenarbeit.

„Vertrauenswürdige technische Wertschöpfungsketten sind keine Randfrage der Cybersicherheit. Sie sind eine ihrer fundamentalen Voraussetzungen“, sagt Prof. Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor und Geschäftsführer der Cyberagentur. „Ein System ist nur so sicher wie die Komponenten, aus denen es besteht, und nur so vertrauenswürdig wie die Kette, die diese Komponenten hervorbringt.“

Das Projektbüro Dresden wurde bereits am 1. Juni 2024 gegründet. Zunächst arbeitete das Team als kleines Aufbauteam. Mit der offiziellen Eröffnung der neuen Büroräume ist die Aufbauphase organisatorisch abgeschlossen und der Standort sichtbar im Dresdner Technologie- und Forschungsumfeld verankert.

Die Eröffnung steht damit für eine strategische Weiterentwicklung der Cyberagentur. Sie stärkt die Präsenz der Agentur an einem der wichtigsten europäischen Standorte, beziehungsweise Regionen für Mikroelektronik, Halbleitertechnologie, IT-Sicherheit, mobile Kommunikation und angewandte Forschung in diesen Themenfeldern. Zugleich schafft sie zusätzliche Möglichkeiten für Austausch, Kooperation und langfristig angelegte Forschung zu Fragen der digitalen Souveränität.

Weitere Informationen:

https://www.cyberagentur.de/schwerpunkte/vertrauenswuerdige-technische-wertschoepfungsketten/

Pressekontakt:

Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
Große Steinstraße 19
06108 Halle (Saale)
Michael Lindner
Pressesprecher
Tel.: +49 151 44150 645
E-Mail:

Hintergrund: Cyberagentur

Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) wurde im Jahr 2020 als vollständige Inhouse-Gesellschaft des Bundes unter der gemeinsamen Federführung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesministeriums des Inneren durch die Bundesregierung mit dem Ziel gegründet, einen im Bereich der Cybersicherheit anwendungsstrategiebezogenen und ressortübergreifenden Blick auf die Innere und Äußere Sicherheit einzunehmen. Vor diesem Hintergrund bezweckt die Arbeit der Cyberagentur maßgeblich eine institutionalisierte Durchführung von hochinnovativen Vorhaben, die mit einem hohen Risiko bezüglich der Zielerreichung behaftet sind, gleichzeitig aber ein sehr hohes Disruptionspotenzial bei Erfolg innehaben können.

Die Cyberagentur ist Bestandteil der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland.

Der Cyberagentur stehen als Geschäftsführung Prof. Dr. Christian Hummert als Forschungsdirektor und Bettina Bubnys als kaufmännische Geschäftsführung vor.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Christoph Hof, Leiter Projektbüro Dresden und Abteilungsleiter Vertrauenswürdige technische Wertschöpfungsketten

Originalpublikation:
https://www.cyberagentur.de/presse/cyberagentur-eroeffnet-buero-dresden/

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