(openPR) Münster – In tausenden Arzt- und Zahnarztpraxen läuft 2026 ein stiller, aber tiefgreifender Umbau: Der bewährte Hardware-Konnektor im Serverraum hat ausgedient. Auslöser ist die Umstellung der Telematikinfrastruktur (TI) auf das modernere Verschlüsselungsverfahren ECC. Konnektoren, die ausschließlich das ältere RSA-Verfahren beherrschen, sind seit Anfang 2026 nicht mehr zugelassen – ohne gültiges Zertifikat kommt eine Praxis nicht mehr in die TI und kann eRezept, eAU oder die elektronische Patientenakte nicht mehr nutzen.
Das Münsteraner IT-Systemhaus denkkontor, das rund 450 Kunden rund um die Telematikinfrastruktur betreut, sieht darin mehr als ein Hardware-Problem. Statt erneut ein Gerät vor Ort auszutauschen, rät das Unternehmen vielen Praxen zum Umstieg auf das von der gematik zugelassene TI-Gateway: Dabei wandert die Konnektor-Funktion in ein zertifiziertes Rechenzentrum, ein eigenes Gerät in der Praxis entfällt.
„Viele Praxen tauschen seit Jahren alle paar Jahre ihren Konnektor – und stehen dann wieder vor demselben Thema", sagt Alexander Teske, Inhaber von denkkontor. „Das TI-Gateway durchbricht diesen Kreislauf. Wartung, Updates und Sicherheits-Patches übernimmt der Anbieter, und gerade kleinere Praxen fahren damit oft günstiger und ruhiger."
Der Schritt in die Cloud ist zugleich die Richtung, die die gematik mit der „TI 2.0" langfristig vorgibt. Die alte Sicherheitsarchitektur soll bis Ende Oktober 2028 abgeschaltet werden; bereits ECC-fähige Konnektoren dürfen noch bis 2030 weiterlaufen. Ein Vorteil des Gateways: TI-Dienste lassen sich künftig auch mobil vom Tablet oder Laptop nutzen.
denkkontor empfiehlt Praxen, ihre TI-Anbindung jetzt prüfen zu lassen, statt unter Zeitdruck zu reagieren. Welcher Weg der richtige ist, hänge von Größe, Hardware, Praxissoftware und Internetanbindung ab.












