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Textilabfall ist kein Müllproblem mehr. Es ist ein Rohstoffmarkt.

12.05.202611:59 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) CRCL, ein Start-up aus Köln, hat mit Apatura ein kreislauffähiges Granulat aus Alttextilien entwickelt.

Das Kölner Start-up CRCL entwickelt mit Apatura ein kreislauffähiges Granulat aus Alttextilien - und adressiert damit einen Markt, den Regulierung, Entsorgungskosten und Rohstoffbedarf neu ordnen.



Köln, 12. Mai 2026 - Jedes Jahr entstehen weltweit rund 120 Millionen Tonnen Textilabfälle. Der überwiegende Teil davon wird bis heute verbrannt, in den globalen Süden exportiert oder deponiert. Was lange als ökologisches Randthema galt, ist inzwischen zu einem industriepolitischen, steuernden und wirtschaftlichen Schlüsselmarkt geworden.

Der regulatorische Rahmen zwingt den Markt zum Umdenken: Seit 2025 müssen Textilien in der EU getrennt erfasst werden, die Regeln zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien wurden verschärft. Ab Juli 2026 gilt für große Unternehmen ein Verbot, unverkaufte Kleidung und Schuhe zu vernichten. Textilabfall ist damit kein Entsorgungsproblem mehr - sondern eine Rohstofffrage.

Vom Entsorgungsproblem zum Industrieprodukt

Genau an dieser Schnittstelle setzt CRCL an. Das Kölner Start-up hat ein Verfahren entwickelt, mit dem bislang nicht verwertbare Alttextilien, insbesondere Mischfasern, gemeinsam mit Kunststoffströmen zu einem neuen kreislauffähigen Werkstoff verarbeitet werden. Das Ergebnis ist Apatura, ein Granulat für industrielle Anwendungen, unter anderem in der Möbelindustrie, im Interior-Bereich sowie im Bausektor. Perspektivisch sind weitere industrielle Anwendungsbereiche denkbar.

Die Herausforderung ist groß: Gerade Mischtextilien lassen sich im bestehenden System nicht recyceln. Für Entsorger, Textilunternehmen und Modemarken entsteht dadurch ein wachsender Kosten- und Handlungsdruck. CRCL verfolgt einen anderen Ansatz: Der problematische Materialstrom wird nicht als Abfall, sondern als Ausgangspunkt für eine neue Wertschöpfung betrachtet.

"Textilabfall ist weiterhin ein globales Problem, dessen Abnahme den Markt heute bereits Unsummen an Geld kostet. Mit Blick in die Zukunft keine schöne Perspektive. Wir behandeln genau diesen Abfall als Rohstoff und produzieren Neues daraus", unterstreicht Lars Conzendorf, Business Development sowie Marketing & Sales, CRCL.

Hierin liegt die strategische Stärke und das enorme Potential von CRCL. Das Unternehmen verbindet Entsorgungsmarkt und Absatzmarkt in einem Modell. Mit Apatura entsteht ein kreislauffähiges Granulat für eben solche neuen, industriellen Serienanwendungen.

"Wir haben bewiesen, dass selbst schwer verwertbare Mischfasern im Produktionsalltag industriell nutzbar werden können. Die nächste Rohstoffchance kommt nicht aus der Mine. Sie kommt aus Alttextilien. Hier liegt unser Know-how," erklärt Lauritz Schmidt, Entwicklung, Projektmanagement und Controlling, CRCL. Die Verarbeitung im Spritzguss ist nachgewiesen, die Umsetzung auf einer industriellen Anlage ist erprobt und technisch möglich und auch erste Pilotprojekte mit namhaften Firmen, wie VITRA oder Hanit, sind erfolgreich abgeschlossen.

Für Branchen wie Möbel, Interior, Bau, Gardening oder Automotive kann daraus ein neuer Baustein für nachhaltigere Materialstrategien entstehen. Besonders relevant wird dies für Unternehmen, die künftig stärker nachweisen müssen, wie sie Ressourcen schonen, Recyclinganteile erhöhen und Produktkreisläufe schließen.

Warum CRCL für Investoren relevant ist

"Regulierung allein schafft noch keine Kreislaufwirtschaft. Sie erzeugt aber den Druck, neue Lösungen schneller in den Markt zu bringen", betont Timur Oruz, Business Growth und Public Relations bei CRCL. "Unser Anspruch ist, aus diesem Druck eine konkrete Nachfrage zu machen - für die Modeindustrie, Entsorger, Marken und industrielle Anwender."

Für Investoren liegt die eigentliche Story nicht allein im nachhaltigen Material, sondern im doppelten Marktpotenzial: Die Business-Idee von CRCL löst zum einen ein wachsendes, regulatorisch getriebenes Kostenproblem, zum anderen erschließt das Start-up einen neuen, skalierbaren Absatzmarkt für Sekundärmaterialien.

CRCL GmbH: Kombi aus klugen Köpfen

Hinter CRCL stehen die Gründer Lars Conzendorf, Lauritz Schmidt und Timur Oruz, ehemaliger deutscher Hockey-Nationalspieler, der 2026 Olympiadritter und 2023 Weltmeister wurde. Alle drei kennen sich schon von Jugend an aus dem Sport. Ergänzt wird das Team durch erfahrene Industrie- und Recyclingexperten, darunter Thomas Kyriakis, Business Angel, ehemals CEO von PreZero, mit über 20 Jahren Erfahrung in der Schwarz Gruppe. Dr. Dirk Kilian, technischer Experte mit über 30 Jahren Erfahrung in der Recycling- und Kunststoffindustrie.
"Die drei Gründer haben eine zukunftsfähige und absolut fundierte Geschäftsidee, die überzeugt", betont Kyriakis, "CRCL verbindet ein sehr relevantes Marktproblem mit einer technologisch greifbaren Lösung". Thomas Conzendorf, seit 20 Jahren im Remondis-Vorstand, begleitet aufgrund der familiären Verbindung das junge Unternehmen von Beginn an, als Mentor und Branchenkenner.

Mit der Firma FEDDEM GmbH & Co. KG als Partner im Bereich Extrusion und mit u.a. einem LoI der Firma Vitra stellt diese Struktur nicht nur eine überzeugende Circular‑Economy‑Idee dar, sondern ist ein Vorhaben mit belastbarer Umsetzungs‑, Industrie‑ und Vermarktungskompetenz.

Über die CRCL GmbH
CRCL ist ein Kölner Start-up für textile Kreislaufwirtschaft mit dem Anspruch, lineare Geschäftsmodelle in der Industrie durch wirtschaftlich tragfähige Zirkularität zu ersetzen. Das Unternehmen arbeitet entlang der textilen Wertschöpfungskette und entwickelt Lösungen, um Rohstoffe im Kreislauf zu halten, Ressourcen zu schonen und die Verbrennung von Textilien dauerhaft zu reduzieren.


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