(openPR) Die regulatorischen Anforderungen an das Risikomanagement von Finanzinstituten entwickeln sich kontinuierlich weiter. Mit AT 8.2 MaRisk rückt insbesondere die Einbindung der Compliance-Funktion in Veränderungsprozesse stärker in den Fokus. Institute stehen vor der Aufgabe, organisatorische Änderungen, Anpassungen von IT-Systemen sowie strategische Entscheidungen systematisch zu bewerten und deren Auswirkungen auf die Risikolage nachvollziehbar zu dokumentieren. Das Seminar „Einbindung der Compliance-Funktion nach AT 8.2 MaRisk“ greift diese Entwicklungen auf und ordnet sie fachlich ein.
Neue Anforderungen im regulatorischen Umfeld
AT 8.2 MaRisk konkretisiert die Anforderungen an die Risikobeurteilung bei wesentlichen Änderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie in IT-Systemen. Dabei wird von den Instituten erwartet, dass sie eigenverantwortlich beurteilen, welche Änderungen als wesentlich einzustufen sind und welche Risiken daraus resultieren. Parallel dazu nehmen europäische Vorgaben, etwa durch die EBA, Einfluss auf die Ausgestaltung der Prozesse.
Die Einbindung der Compliance-Funktion nach AT 8.2 MaRisk ist dabei nicht nur formal erforderlich, sondern integraler Bestandteil eines funktionierenden Change-Managements. Sie trägt dazu bei, regulatorische Risiken frühzeitig zu identifizieren und die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben sicherzustellen.
Herausforderungen für Institute im Change-Management
Die praktische Umsetzung der Anforderungen aus AT 8.2 MaRisk stellt viele Institute vor Herausforderungen. Insbesondere die Abgrenzung wesentlicher Änderungen, die Sicherstellung einer konsistenten Dokumentation sowie die Integration in bestehende Prozesse sind komplex.
Zudem stellt sich die Frage, in welchem Umfang Prozesse weiterhin manuell gesteuert werden können oder eine Digitalisierung erforderlich ist. Auch die Erwartungen der Aufsicht an ein ausgeprägtes Risiko-Bewusstsein und eine belastbare Governance-Struktur erhöhen den Handlungsdruck. Die Einbindung der Compliance-Funktion nach AT 8.2 MaRisk wird damit zu einem zentralen Baustein eines wirksamen internen Kontrollsystems.
Inhalte des Seminars zur Einbindung der Compliance-Funktion nach AT 8.2 MaRisk
Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:
• Regulatorische Grundlagen und Entwicklung der Anforderungen aus AT 8.2 MaRisk
• Definition und Bewertung wesentlicher Änderungen in Organisation und IT-Systemen
• Methoden zur Durchführung von Wesentlichkeitsanalysen und Auswirkungsbewertungen
• Verknüpfung des AT-8.2-Prozesses mit dem Regulatory Change Process
• Anforderungen an Dokumentation und Nachvollziehbarkeit
• Praxisbeispiele und Best-Practice-Ansätze aus der Compliance-Funktion
Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie ein strukturierter Compliance-Lifecycle zur effizienten Steuerung regulatorischer Veränderungen beitragen kann.
Relevanz für verschiedene Zielgruppen
Die Einbindung der Compliance-Funktion nach AT 8.2 MaRisk betrifft unterschiedliche Fachbereiche innerhalb von Finanzinstituten. Besonders relevant ist das Thema für Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Compliance, Risikocontrolling, Organisation und Revision. Auch Risikomanager und Entscheidungsträger sind gefordert, entsprechende Prozesse zu verstehen und umzusetzen.
Fachliche Expertise der Referierenden
Die Referierenden verfügen über langjährige Erfahrung in der MaRisk-Compliance und im regulatorischen Umfeld von Finanzinstituten. Sie bringen praktische Einblicke aus ihrer Tätigkeit in führenden Unternehmen der Branche mit und befassen sich intensiv mit der Weiterentwicklung von Compliance- und Risikomanagementprozessen.
Das Seminar findet am 24. Juni 2026 als Online-Veranstaltung statt. Weitere Informationen: https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/einbindung-der-compliance-funktion-nach-82-marisk













