openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Klaus Tschira Boost Fund für Roxana Zeraati

01.04.202609:20 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Roxana Zeraati vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik wurde mit dem Klaus Tschira Boost Fund ausgezeichnet. Diese Förderung ermöglicht es ihr, über einen Zeitraum von zwei Jahren zu untersuchen, wie Menschen in dynamisch wechselnden Umgebungen Entscheidungen treffen.
Bislang kommen bei Studien zur menschlichen Entscheidungsfindung in der Regel künstliche, stark vereinfachte Settings zum Einsatz. „Diese Experimente geben die Dynamik echter Entscheidungen nicht vollständig wieder“, sagt Zeraati. Sie möchte darüber hinaus gehen, indem sie Entscheidungsfindung während der Suche nach Ressourcen untersucht. Ressourcensuche, beispielsweise in Form der Futtersuche, ist ein natürlicher Verhaltensprozess, der zahlreichen Arten gemeinsam ist. Zeraati wird dabei spielbasierte Aufgaben einsetzen, bei denen die Teilnehmer kontinuierlich mit einer sich verändernden Umgebung interagieren können. Beispielsweise können die Spielenden in die Rolle eines Piraten auf Schatzsuche schlüpfen – frei in ihrer Entscheidung, wohin sie als Nächstes aufbrechen, während gleichzeitig Ressourcen neu erscheinen, verschwinden oder ihren Wert ändern.

Potentielle Implikationen für das Verständnis gestörter Entscheidungsmechanismen

Dieser Ansatz erlaubt es Zeraati, zu untersuchen, wie Menschen Veränderungen und deren Geschwindigkeit in einer realitätsnahen Umgebung wahrnehmen und darauf reagieren. Dieser Forschungsfrage kann relevant sein für Situationen haben, in denen Menschen Entscheidungen treffen, die sie später vielleicht bereuen. „Potentiell suchtrelevante Verhalten wie Glücksspiel oder die Nutzung sozialer Medien können die Wahrnehmung der Umgebung verzerren und Entscheidungen beeinflussen“, sagte Zeraati. Im Falle sozialer Medien kann beispielsweise die Fähigkeit beeinträchtigt sein, den richtigen Zeitpunkt zum Beenden des Doomscrollings zu erkennen. Zeraatis Forschung könnte dazu beitragen, die Mechanismen hinter diesen Schwierigkeiten aufzudecken und Verbesserungsansätze zu liefern.

Der Klaus Tschira Boost Fund ist ein gemeinsames Programm der Klaus Tschira Stiftung und des Vereins Guidance, Skills & Opportunities for Researchers, das exzellenten Nachwuchsforschenden flexible Fördermittel sowie professionelle und persönliche Weiterentwicklung bietet. Es stellt je 120.000 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren bereit und dient damit als Sprungbrett hin zu wissenschaftlicher Selbstständigkeit und Führungsverantwortung.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Roxana Zeraati
E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1308213
 164

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Klaus Tschira Boost Fund für Roxana Zeraati “ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: Bundesumweltminister Carsten Schneider erforscht mit Bürgerinnen und Bürgern die Gera
Bundesumweltminister Carsten Schneider erforscht mit Bürgerinnen und Bürgern die Gera
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat heute in Erfurt das Citizen-Science-Projekt FLOW besucht und gemeinsam mit Mitgliedern des Sportfischervereins Bischleben e. V. und des Deutschen Angelfischerverbands (DAFV) die Gewässergüte der Gera untersucht. An dem bundesweiten Forschungsprojekt sind die Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv) beteiligt. Gemeinsam mit Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissensc…
Unter Druck – Genomforschung belegt die genetische Verwundbarkeit asiatischer Elefanten
Unter Druck – Genomforschung belegt die genetische Verwundbarkeit asiatischer Elefanten
Der Asiatische Elefant (Elephas maximus) lebt in Süd- und Südostasien und wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark gefährdet eingestuft. Der fortschreitende Verlust des Lebensraums, zunehmende Mensch-Elefant-Konflikte sowie Wilderei führen dazu, dass die Bestände schrumpfen und zunehmend voneinander isoliert werden. Dadurch steigt das Risiko von Inzucht, was den Verlust genetischer Vielfalt und eine geringere Anpassungsfähigkeit der Populationen zur Folge haben kann. Für die Studie analysierte das internationale Forschungsteam die v…

Das könnte Sie auch interessieren:

Sandkastenspiele im Dienst der Wissenschaft
Sandkastenspiele im Dienst der Wissenschaft
… Lust auf Sandkastenspiele im Dienst der Wissenschaft? Noch bis Montag, 8. Dezember 2025 können sich kreative, interdisziplinäre Teams über Fachgrenzen und Karrierestufen hinweg bei der Klaus Tschira Stiftung um einen „Sandpit“ im Studio der Villa Bosch in Heidelberg bewerben. Ziel ist es, wortwörtlich mit Ideen zu spielen wie in einem Sandkasten und …
Bild: 20 Jahre Explore Science: MINT-Erlebnistage starten in Mannheim
20 Jahre Explore Science: MINT-Erlebnistage starten in Mannheim
Mannheim, 11. Juni 2026 Explore Science feiert ein Jubiläum: Seit 20 Jahren weckt die Klaus Tschira Stiftung bei Kindern und Jugendlichen Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Was 2006 in Mannheim begann, hat sich zu einer festen Größe der Bildungslandschaft entwickelt. Mehr als 750.000 Besucherinnen und Besucher …
Meilenstein für das KIT: Klaus Tschira Stiftung will für die Forschungsuniversität bauen
Meilenstein für das KIT: Klaus Tschira Stiftung will für die Forschungsuniversität bauen
mit einem besonderen Geschenk will die Klaus Tschira Stiftung das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein weiteres Mal für seine Forschungs- und Lehraufgaben der Zukunft stärken: Auf dem Campus Süd des KIT östlich des Adenauerrings plant die Klaus Tschira Stiftung ein sechsgeschossiges Gebäude für das KIT zu errichten. Das Gebäude will die Stiftung …
„Komm MINT aufs Land!“ – eine Förderlinie, die Distanzen überbrückt
„Komm MINT aufs Land!“ – eine Förderlinie, die Distanzen überbrückt
Heidelberg, 14. Januar 2026. Die Klaus Tschira Stiftung startet eine neue Förderlinie in der Wissenschaftskommunikation mit dem Titel „Komm MINT aufs Land! – Museumspartnerschaften“. Die Programm-Managerin Wissenschaftskommunikation, Dr. Verena Viarisio, erklärt, worum es geht.Warum braucht es diese Förderlinie?Museen genießen in Deutschland über alle …
Bild: Klaus Tschira Stiftung ist „Wissenschaftsstiftung des Jahres“
Klaus Tschira Stiftung ist „Wissenschaftsstiftung des Jahres“
Heidelberg, 2. März 2026. Die „Klaus Tschira Stiftung“ ist diesjährige Trägerin des Preises „Wissenschaftsstiftung des Jahres“, den die vom Deutschen Hochschulverband gegründete Deutsche Universitätsstiftung (DUS) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam ausgelobt haben. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Rahmen der …
Bild: Audit eröffnet neue Chancen für TU Bergakademie Freiberg
Audit eröffnet neue Chancen für TU Bergakademie Freiberg
… und nach dem Audit umsetzen und nachhaltige Strukturen aufbauen.„Dass wir als TU Bergakademie Freiberg jetzt an diesem Audit des Stifterverbands und der Klaus Tschira-Stiftung teilnehmen, gehört zu einem übergreifenden Strategieprozess. Wir schauen uns gezielt die Felder an, in denen wir uns weiterentwickeln wollen“, erklärt Rektorin Professorin Jutta …
Sie lesen gerade: Klaus Tschira Boost Fund für Roxana Zeraati